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Dienstag, 6. Oktober 2026
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07.09.2026
Premiere NovaFood 26.-27.10. 2026 in Luzern

Vom 26.-27.10. 2026 wird Luzern Treffpunkt der Schweizer Lebensmittelproduktion. An der neuen Fachmesse stellen Hersteller und Dienstleister für Produktionstechnik, Betriebsmittel, Rohstoffe und Halbfabrikate aus.
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TREND: BioSuisse will Bio-Marktanteil auf 15% steigern

Die Schweizer Konsument:innen kauften auch im Jahr 2024 oft Bio-Produkte. Der Marktanteil im Detailhandel lag stabil bei 12,3 Prozent (die im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl ist Folge einer Datenbereinigung). Der gesamte Bio-Sektor (Detailhandel plus Fachhandel, Direktvermarktung und weiterer Absatzkanäle) erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,148 Milliarden Franken.

Die wichtigsten Absatzkanäle waren unverändert Coop mit einem Marktanteil von 42,5 Prozent und Migros (32,5%). Dahinter folgt der übrige Detailhandel, zu dem auch der Discount gehört, mit einem Anteil von 9,5 Prozent, was einem Umsatz von 398 Millionen entspricht. Trotz eines prozentualen Wachstums von 7,9 Prozent liegt der absolute Zuwachs bei 30 Millionen Franken und damit auf dem gleichen Niveau wie das Bio-Wachstum bei Coop.

Schweizer Landwirtschaft wird bis 2040 nachhaltiger

Bio Suisse präsentiert die neue Strategie, bestehend aus einer übergeordneten Prognose zur Entwicklung der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, einer Verbands-Ambition bis 2040 und der konkreten Strategie bis 2030. Der Verband geht in seiner Prognose davon aus, dass die Landwirtschaft in der Schweiz bis 2040 noch nachhaltiger wird – auch auf konventionellen Betrieben. Schon heute werden Bio-Methoden in der gesamten Landwirtschaft angewandt, zum Beispiel der Striegel im Ackerbau.

Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Gleichzeitig achten die Konsument:innen mehr auf ihr Geld und haben weniger Zeit für den Lebensmitteleinkauf. In diesem Spannungsfeld wird sich der Verband weiterentwickeln und strebt bis ins Jahr 2040 10‘000 Mitglieder an, die 25 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche bewirtschaften.

Bis ins Jahr 2030 will der Verband den Marktanteil von Bio-Lebensmitteln auf 15 Prozent steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden in fünf Bereichen verschiedene Unterziele definiert. Dazu gehören vor allem verlässliche Perspektiven für Handel und Verarbeitung in Form von gesichertem Absatz bei angemessenen Preisen. Aber auch eine weiterhin bekannte und vertrauenswürdige Marke, die höchsten ökologischen und ethischen Ansprüche genügt, sowie eine Bio-fördernde Agrar- und Ernährungspolitik und ein stärkerer Pro-Kopf-Konsum.

Leicht weniger, dafür grössere Betriebe

Per 31. Dezember 2024 waren 7‘272 (-90) Landwirtschaftsbetriebe Knospe-zertifiziert. Sie bewirtschafteten eine Fläche von 190’080 Hektaren, das entspricht einem Anteil von unverändert 18 Prozent. Dass der Flächenanteil konstant bleibt, deutet darauf hin, dass bestehende Betriebe zusätzliche Flächen übernehmen und auf Bio umstellen konnten. Den Rückgang der Anzahl Betriebe erklärt sich Bio Suisse im anhaltenden Generationenwechsel und der geringen Anzahl Neuanmeldungen.

Die meisten Neu-Umstellungen stammen aus den Kantonen Bern (+24 Bio-Höfe), Waadt (+16), Luzern und Zürich (je +15). Trotz eines leichten Rückgangs um 1,1 Prozent auf neu 62,6 Prozent hat der Kanton Graubünden unangefochten den grössten Anteil Bio-Betriebe. Bern bleibt mit total 1'370 Betrieben der Kanton mit den meisten Bio-Höfen.

Die tiefen Umstellerzahlen haben auch Auswirkungen auf das Angebot auf dem Markt. Speziell Bio-Milch ist in einzelnen Regionen gesucht. Weiterhin stark nachgefragt wird Schweizer Knospe-Weizen für die beliebten Bio-Brote im Detailhandel. In puncto Marktanteil ist das Bio-Ei weiterhin das erfolgreichste Produkt. Die Bio-Eierbranche ist zuversichtlich, dass das per Ende 2026 beschlossene Ende des Kükentötens erfolgreich umgesetzt und die Beliebtheit des Produkts noch weiter steigern wird.

Bio in Zahlen: www.bio-suisse.ch/bio-in-zahlen
(Biosuisse)
(gb)

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