Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 23. April 2024
Publireportage
24.03.2024
Planted lanciert veganes Whole-Muscle-Steak

Planted stellt die neueste kulinarische Innovation vor: das planted.steak, ein neuartiges fermentiertes Vegan-Steak auf pflanzlicher Basis mit sensorischen Eigenschaften wie ein Fleischsteak.
News, Tipps, …
Druckansicht08.02.2023
KOMMENTAR: Wie (un)gesund sind Süssstoffe wirklich?

Neben Fetten und Salz soll die eingesetzte Menge an Zucker verringert werden. Um trotz der Zuckerreduktion einen vergleichbaren Süssgeschmack zu erhalten, werden von Lebensmittelherstellern zum Teil Süssungsmittel verwendet. Diese kalorienfreien oder kalorienreduzierten Alternativen für Zucker sind – oft in Kombination – in vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie Erfrischungsgetränken, Süsswaren und Milchprodukten enthalten. Die Mehrheit der Studien bestätigt gemäss dem Bundesinstitut für Risikobewertung BfR keine Gesundheitsbeeinträchtigung durch Süssstoffe – allerdings ist die Studienlage unzureichend

Das BfR hat die Datenlage zu gesundheitlichen Effekten von Süssstoffen ausgewertet. Sofern aus den berücksichtigten Humanstudien ersichtlich war, welche Süssstoffe un tersucht wurden, lag der Fokus der BfR-Stellungnahme auf den fünf synthetischen Süssstoffen Sucralose, Aspartam, Saccharin, Cyclamat und Acesulfam K. Diese gehören zu den am häufigsten eingesetzten Süssungsmitteln.

Bewertet wurde insbesondere, wie sich ein vermehrter Einsatz von Süssungsmitteln auf das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen auswirken könnte. Zudem wurde untersucht, ob es sen sible Gruppen wie Schwangere oder Kinder gibt, die die Aufnahme von Süssungsmitteln meiden oder einschränken sollten. Das BfR kam zu dem Schluss, dass die Datenlage heterogen und für einige betrachtete Bevölkerungsgruppen (z. B. Kinder und Schwangere) sowie für bestimmte Endpunkte sehr begrenzt ist.

Studien zum Einfluss dieser Stoffe auf das Körpergewicht zeigen, dass deren Aufnahme anstelle von Zucker, im Rahmen eines Gewichtsreduktionsprogramms mit unterkalorischer Ernährung und Massnahmen einer Verhaltensintervention, zu einer Gewichtsabnahme führen bzw. diese unterstützen kann. Die vorliegenden Daten lassen aber keine Aussage darüber zu, ob sich die Aufnahme von Süssstoffen bzw. der Verzehr von Diätgetränken auf das Körpergewicht auswirkt, wenn kein begleitendes Programm zur Gewichtsreduktion eingehalten wird.

Aus Sicht des BfR kann nach Auswertung der vorliegenden Studien keine eindeutige Aussage darüber getroffen werden, ob der Verzehr von süssungsmittelhaltigen Getränken das Risiko für bestimmte neurodegenerative Krankheiten erhöht oder die Darmflora in klinisch bedeutsamem Masse beeinflusst. In der Mehrheit der Studien wurde kein negativer Effekt der betrachteten Süssstoffe auf den Stoffwechsel (Blutzucker, Insulinsekretion, Insulinsensitivität) beobachtet.

Wie viel Süssungsmittel steckt in Erfrischungsgetränken?

Aus dem Produktmonitoring des Max Rubner-Instituts (MRI) geht hervor, dass der Zuckergehalt in Erfrischungsgetränken zwischen den Jahren 2018 und 2019 geringfügig zurückgegangen ist, während der Anteil ausschliesslich mit Süssungsmitteln gesüsster Erfrischungsgetränke leicht zugenommen hat. Die vom BfR gemessenen Konzentrationen der Süssstoffe in Erfrischungsgetränken wiesen teils grosse Spannweiten auf. Insgesamt enthielten 87 der 92 unter suchten Erfrischungsgetränke mehr als ein Süssungsmittel.

Unterschied zwischen Zuckeraustauschstoffen und Süssstoffen

Zuckeraustauschstoffe sind zuckerähnliche Substanzen mit meist geringerer Süsskraft und weniger Brennwert (angegeben in Kalorien oder Joule) als Zucker, die kaum bzw. keine Karies verursachen. Die Gruppe der Süssstoffe hingegen umfasst sehr verschie dene chemische Substanzen, die keinen oder nur einen unbedeutenden Brennwert haben und wesentlich süsser schmecken als Zucker. Einige Süssstoffe wie die Steviolglykoside werden aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen.

In der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 werden die sieben Zuckeralkohole Sorbit, Mannit, Isomalt, Maltit, Lactit, Xylit und Erythrit als „Gruppe IV: Polyole“ zusammengefasst. Polyole gehören zu den Zuckeraustauschstoffen. Hierzu gehört auch Polyglycitolsirup (E 964). Die übrigen in der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 genannten Süssungsmittel werden häufig als Süssstoffe bezeichnet. (Bundesinstitut für Risikobewertung)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
22.04.2024
dWISSEN: Korianderblatt – eigenwilliges Küchenkraut
21.04.2024
dNEWS: Weinkonsum sinkt aber Schweizer Weine legen zu
18.04.2024
dKOMMENTAR: Umstrittene WHO-Empfehlung zur Fettaufnahme
16.04.2024
dTIPP: Käserinde essen - nicht nur Geschmacksfrage
15.04.2024
dFORSCHUNG: Nutri-Score beeinflusst Kaufverhalten
14.04.2024dNEWS: Bundesrat empfiehlt Ablehnung der Stopfleber-Initiative
10.04.2024dWISSEN: Vanillin feiert heute 150 Jahre
09.04.2024dNEWS: Mit KI entwickelte Biere schneiden besser ab
08.04.2024dKOMMENTAR: Warum Food-Innovationen so lange brauchen
07.04.2024dTIPP: Hype um unnötige, teure High-Protein-Produkte
04.04.2024dNEWS: Prämierte innovative Neuheiten der Anuga FoodTec 2024 
02.04.2024dFORSCHUNG: Neuartiger elektronischer Sensor erkennt Mikroben
01.04.2024dTREND: Mehr Frischkäse-Konsum, Halbhartkäse abnehmend
31.03.2024dTIPP: Kaninchen-Kochtipps von Spitzenköchen
28.03.2024d NEWS: Migros-Gewinn sinkt trotz Rekordumsatz um 50%
26.03.2024dTIPP: Ostereier natürlich färben mit Kräutern, Gemüse etc
25.03.2024dTIPP: Holzig-blumiger Majoran für die deftige Küche
21.03.2024dNEWS: Camembert ist vom Aussterben bedroht
19.03.2024d NEWS: Parlament verlangt bessere Regelung des Nutri-Score
18.03.2024dTIPP: Sprossen und Microgreens aus Kresse, Rettich oder Radieschen
17.03.2024dTIPP: neue Ernährungsempfehlungen: ¾ pflanzlich -
¼ tierisch

14.03.2024dKOMMENTAR: Kuh und Klima – Nahrungskonkurrenz vermeiden
12.03.2024dWISSEN: Legende vom starkmachenden Spinat
11.03.2024dTREND: Kombucha, vergorener Tee – gesund?
10.03.2024dFORSCHUNG: Naturtrüber Apfelsaft fördert Darmgesundheit
06.03.2024dNEWS: Schokoladehersteller leiden unter Rohstoff-Verteuerungen
05.03.2024dTIPP: Wein- und Genussmesse Schlaraffia 2024
04.03.2024dKOMMENTAR: Verbesserter Nutri-Score und gesunde Ernährung
03.03.2024dFORSCHUNG: resistente Stärke hilft bei Gewichtsreduktion
29.02.2024dTIPP: Trendiges «Cloud Bread» - kein Brot aber lowcarb und glutenfrei
Ecke für Profis
19.04.2024
.BÄCKEREI: Weniger Dauerbackwaren exportiert im 2023

Die Verkaufsmenge von Schweizer Dauerbackwaren ist 2023 gegenüber 2022 gesunken. Der ebenfalls leicht zurückgegangene Umsatz deutet darauf hin, dass der Produktionskosten-Anstieg nicht überall weitergegeben werden konnte.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland