Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 23. April 2024
Publireportage
24.03.2024
Planted lanciert veganes Whole-Muscle-Steak

Planted stellt die neueste kulinarische Innovation vor: das planted.steak, ein neuartiges fermentiertes Vegan-Steak auf pflanzlicher Basis mit sensorischen Eigenschaften wie ein Fleischsteak.
News, Tipps, …
Druckansicht11.01.2023
KOMMENTAR: Biotech für nachaltige, sichere Welternährung

Zur nachhaltigen Sicherung der Welternährung könnte die Lebensmittelbiotechnologie deutlich mehr beitragen als bisher. Darauf verweisen die Expert:innen der DECHEMA-Fachgruppe Lebensmittelbiotechnologie in einem aktuellen Positionspapier. Sie fordern eine Anpassung der Gesetzgebung, um moderne Verfahren nicht länger zu blockieren.

Eine wachsende Weltbevölkerung, geopolitische Verwerfungen und die Folgen der Erderwärmung haben die globale Ernährungssicherung wieder ganz oben auf die Agenda gerückt. Die Lebensmittelproduktion leidet unter dem Klimawandel, während sie gleichzeitig für mehr als ein Drittel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Um dies zu ändern, sind disruptive Innovationen notwendig.

Welche neuen Ansätze moderne Produktionsmethoden dafür bieten, zeigt das aktuelle Papier der DECHEMA-Fachgruppe Lebensmittelbiotechnologie. Unter dem Titel „Biotechnologie als Chance für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion“ beschreiben Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie, wie sich dank biotechnologischer Verfahren mit Enzymen und Mikroorganismen neue Proteinquellen erschliessen und die Verarbeitung von Lebensmitteln verbessern lassen.

Das Spektrum reicht von bekömmlicheren Produkten aus Hülsenfrüchten bis zum Ersatz tierischer Proteine. Gerade in letzter Zeit hat „Cultivated Meat“ aus der Zellkultur viel Aufmerksamkeit erregt, aber auch Milchprotein lässt sich mit Hilfe der Präzisionsfermentation gezielt im Bioreaktor herstellen. Dabei werden Nährstoffe bis zu zwanzigmal effizienter genutzt, als es in der Tierhaltung möglich ist.

Massgeschneiderte Enzyme machen nicht nur gluten- oder laktosefreie Produkte für Allergiker zugänglich, sie können auch dazu beitragen, Lebensmitteln bestimmte erwünschte Eigenschaften mitzugeben. Enzyme sind auch ein Schlüssel für die Bekämpfung von Übergewicht mit Hilfe neuer, kalorienarmer, aber gut verträglicher Zuckeralternativen.

Dem enormen Innovationspotenzial steht allerdings derzeit eine Gesetzgebung entgegen, die dessen Nutzung nicht nur behindert, sondern in Teilen unmöglich macht. Das gilt besonders für neue genomische Techniken, mit denen die Eigenschaften von Organismen so verändert werden, dass sie nicht von natürlichen Mutationen oder den Ergebnissen klassischer Züchtung zu unterscheiden sind.

Die Autor:innen fordern daher eine sachgerechte, ideologiefreie und differenzierte Regelung: So sollen Organismen, bei denen keine artfremde DNA eingebaut wurde und die gleichermassen durch natürliche Mutationen entstanden sein könnten, von der bestehenden EU-Gentechnikgesetzgebung ausgenommen werden. Nur so, erläutern die Fachleute, lassen sich durch Forschung und Entwicklung neue Lebensmittelquellen erschliessen, die den Wünschen von Verbraucher:innen ebenso gerecht werden wie dem Streben nach Nachhaltigkeit und den Zielen der „Farm to Fork“-Stategie der EU. (Dechema)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
22.04.2024
dWISSEN: Korianderblatt – eigenwilliges Küchenkraut
21.04.2024
dNEWS: Weinkonsum sinkt aber Schweizer Weine legen zu
18.04.2024
dKOMMENTAR: Umstrittene WHO-Empfehlung zur Fettaufnahme
16.04.2024
dTIPP: Käserinde essen - nicht nur Geschmacksfrage
15.04.2024
dFORSCHUNG: Nutri-Score beeinflusst Kaufverhalten
14.04.2024dNEWS: Bundesrat empfiehlt Ablehnung der Stopfleber-Initiative
10.04.2024dWISSEN: Vanillin feiert heute 150 Jahre
09.04.2024dNEWS: Mit KI entwickelte Biere schneiden besser ab
08.04.2024dKOMMENTAR: Warum Food-Innovationen so lange brauchen
07.04.2024dTIPP: Hype um unnötige, teure High-Protein-Produkte
04.04.2024dNEWS: Prämierte innovative Neuheiten der Anuga FoodTec 2024 
02.04.2024dFORSCHUNG: Neuartiger elektronischer Sensor erkennt Mikroben
01.04.2024dTREND: Mehr Frischkäse-Konsum, Halbhartkäse abnehmend
31.03.2024dTIPP: Kaninchen-Kochtipps von Spitzenköchen
28.03.2024d NEWS: Migros-Gewinn sinkt trotz Rekordumsatz um 50%
26.03.2024dTIPP: Ostereier natürlich färben mit Kräutern, Gemüse etc
25.03.2024dTIPP: Holzig-blumiger Majoran für die deftige Küche
21.03.2024dNEWS: Camembert ist vom Aussterben bedroht
19.03.2024d NEWS: Parlament verlangt bessere Regelung des Nutri-Score
18.03.2024dTIPP: Sprossen und Microgreens aus Kresse, Rettich oder Radieschen
17.03.2024dTIPP: neue Ernährungsempfehlungen: ¾ pflanzlich -
¼ tierisch

14.03.2024dKOMMENTAR: Kuh und Klima – Nahrungskonkurrenz vermeiden
12.03.2024dWISSEN: Legende vom starkmachenden Spinat
11.03.2024dTREND: Kombucha, vergorener Tee – gesund?
10.03.2024dFORSCHUNG: Naturtrüber Apfelsaft fördert Darmgesundheit
06.03.2024dNEWS: Schokoladehersteller leiden unter Rohstoff-Verteuerungen
05.03.2024dTIPP: Wein- und Genussmesse Schlaraffia 2024
04.03.2024dKOMMENTAR: Verbesserter Nutri-Score und gesunde Ernährung
03.03.2024dFORSCHUNG: resistente Stärke hilft bei Gewichtsreduktion
29.02.2024dTIPP: Trendiges «Cloud Bread» - kein Brot aber lowcarb und glutenfrei
Ecke für Profis
19.04.2024
.BÄCKEREI: Weniger Dauerbackwaren exportiert im 2023

Die Verkaufsmenge von Schweizer Dauerbackwaren ist 2023 gegenüber 2022 gesunken. Der ebenfalls leicht zurückgegangene Umsatz deutet darauf hin, dass der Produktionskosten-Anstieg nicht überall weitergegeben werden konnte.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland