Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 23. Juni 2024
Tipp
19.05.2024
SÜFFA-Messe 2024 mit frischen Ideen am Start

Neues und Bewährtes, immer „100 Prozent saustark”: Die 27. Ausgabe der Stuttgarter Metzgerei-Fachmesse ist Branchentreff, Wissensbörse und Event: 28.-30.9.2024
News, Tipps, …
Druckansicht17.01.2022
TREND: Schweizer Pilze auf Wachstumskurs

Die Nachfrage nach Speisepilzen ist in den letzten fünf Jahren stetig gestiegen. Vor allem seit Beginn der Covid-Pandemie gab es einen Sprung bei den Absätzen des Detailhandels. Das inländische Angebot an Speisepilzen hat sich ebenfalls vergrössert und diversifiziert. Im Jahr 2021 wurden in der Schweiz bis Oktober 6859 Tonnen frische Champignons produziert. Im Durchschnitt der Jahre 2017-2020 wurden in der Zeitperiode von Januar bis Oktober 6060 Tonnen produziert. Damit wurden in diesem Jahr bis Oktober 13 % mehr Champignons produziert als im Schnitt der gleichen Zeitperiode der vier Vorjahre.

Innerhalb der vier Vorjahre war das Jahr 2020 dasjenige mit der höchsten Produktionsmenge. In den Jahren 2017 bis 2019 sanken die Produktionsmengen leicht. Mit einer Produktionsmenge von 7803 Tonnen verzeichnete das Jahr 2020 einen deutlichen Anstieg. Der zeitweise geschlossene Gastronomiesektor im Jahr 2020 hatte somit keine merkbare negative Auswirkung auf den Absatz und somit die Produktionsmenge von Champignons. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass in der Zeit der geschlossenen Gastronomie vermehrt Pilze zuhause zubereitet wurden.

Langfristig starker Importanstieg

Die Schweizer Pilzproduzenten sind in einem steten Wettbewerb mit ausländischer Konkurrenz, denn der Markt für Speisepilze ist nicht durch hohe Zollansätze geschützt. Die Importmengen von Champignons stiegen zwischen den Jahren 2017 und 2021 deutlich. Das Jahr 2018 verzeichnete mit einer Importmenge von 3638 Tonnen den grössten Mengenanstieg gegenüber dem Vorjahr (445t, +14 %). Im Jahr 2021 wurden von Januar bis Oktober bereits 3714 Tonnen Champignons importiert, und damit mehr als im gesamten Jahr 2018.

Im Mittel der Jahre 2011 und 2012 wurden noch 1941 Tonnen Champignons importiert und im Durchschnitt der Jahre 2002 und 2003 waren es sogar nur 663 Tonnen. Dies zeigt das sehr starke Wachstum, das beim Import frischer Champignons in den letzten zwei Jahrzehnten stattfand.

Grösseres Schweizer Edelpilzangebot

Das Schweizer Pilzangebot besteht neben den Champignons noch aus den Edelpilzen. Am bedeutendsten sind hierbei Shiitake, Austernseitlinge und Kräuterseitlinge. Das Inlandangebot der Edelpilze ist saisonaler als dasjenige von Champignons. So werden die meisten Schweizer Edelpilze im vierten Quartal (Oktober bis Dezember) produziert, während das zweite und dritte Quartal tendenziell tiefere Produktionsmengen aufweisen. Dabei ist in der betrachteten Zeitperiode von 2017 bis 2021 eine deutliche Zunahme ersichtlich. Wird die Quartalsmenge mit den Mengen des Vorjahresquartals verglichen, so ist in jedem Quartal ein Wachstum der Edelpilzproduktion zu beobachten.

Über die Zeit ist insbesondere die Kategorie der Kräuterseitlinge und anderen Edelpilze gewachsen. In dieser Kategorie sind Kräuterseitlinge laut Branchenexperten nach wie vor die bedeutendste Pilzart, jedoch nimmt diese Kategorie auch zu, weil eine zunehmende Diversifizierung des Angebots stattfindet und neue Pilzarten hinzukommen.

Auch bei Edelpilzen besteht ein Wettbewerb zwischen inländischer und ausländischer Ware. Im Jahr 2021 wurden in der Periode bis Oktober mit 82 Tonnen bereits mehr Kräuterseitlinge importiert als in den drei Vorjahren zwischen Januar und Dezember importiert wurden. Der durchschnittliche Preis der importierten Kräuterseitlinge lag 2021 bei 11 CHF/kg inkl. Verzollung. Dies ist deutlich teurer als in den Vorjahren. (BLW)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
23.06.2024
dTIPP: Nussig-bitterer Rucola bringt Charakter auf den Teller
21.06.2024
dNEWS: die offiziell besten Bioprodukte 2024
18.06.2024
dFORSCHUNG: Mann-Frau-Unterschiede beim Fleischkonsum
17.06.2024
dTIPP: Erdbeeren zu pikanten Produkten verarbeiten
16.06.2024
dKOMMENTAR: Influencer werben für ungeeignete Kinderlebensmittel
13.06.2024dTIPP: Spargeln und Rhabarber vor Saisonende einfrieren
11.06.2024dFORSCHUNG: Bei Zöliakie macht Gluten den Darm zu durchlässig
10.06.2024dWISSEN: Wie ungesund sind Nitrate wirklich?
09.06.2024dFORSCHUNG: gesündere, nachhaltigere Schokolade entwickelt
06.06.2024dNEWS: Bäckerkrone 2024 geht an «Piraten-Bäckerei»
04.06.2024dTIPP: Wasserglacé, Sorbet, Frozen Joghurt - do it yourself
03.06.2024dTREND: Konsum von Schweine-Frischfleisch geht zurück
02.06.2024dTIPP: Auberginen mit Schale aber nicht roh essen
30.05.2024dNEWS: Schweizer Salzkonsum immer noch 75% zu hoch
28.05.2024dTIPP: Food Festival Zürich 6.-16.6.2024
27.05.2024dWISSEN: Chilischärfe vermutlich herzschonend aber kaum antibakteriell
26.05.2024dTIPP: Eiweissbedarf pflanzlich decken mit den richtigen Kombinationen
24.05.2024dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
20.05.2024dWISSEN: Die wichtigsten Hefearten
16.05.2024dNEWS: Damian Müller wird Präsident des Fleischfachverbandes
14.05.2024dNEWS: Bioproduktion liegt auch 2023 im Trend
13.05.2024dTIPP: Selbstgebackenes Brot vom Grill
12.05.2024dKOMMENTAR: wichtigste aktuelle Themen und Trends der Ernährung
09.05.2024dWISSEN: Warum Vollkorn gesund ist – nicht nur Brot
07.05.2024dTIPP: Solanin in Kartoffeln, Tomaten und Auberginen vermeiden
06.05.2024dKOMMENTAR: Laborfleisch künftig vom Bauernhof?
02.05.2024dFORSCHUNG: Ernährungs- und Klimainfos beeinflussen Fleischkonsum kaum
30.04.2024dTIPP: Liebstöckel – verkanntes Küchenkraut
29.04.2024dWISSEN: Biersorten und ihre Herstellung
Ecke für Profis
20.06.2024
.CONFISERIE: «Gesunde» Süsswaren weiterhin im Trend

Süsswaren sind und bleiben beliebte Genussprodukte, aber die vielfältigen Zusatznutzen stehen weiterhin im Zentrum des Marketings, vor allem Gesund-Positionierungen.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland