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NEWS: Schweizer Fleischbranche kürt erstmals eine Königin

Barbara Ehrbar-Sutter mit dem Titel „Schweizer Metzgerin des Jahres 2021“ geehrt Nach den zahlreichen von Fleisch-Fachfrauen an vielen nationalen und internationalen Leistungswettbewerben für die Schweiz errungenen Titeln, steht nun eine Frau auch als Schweizer Metzgerin der Jahres 2021 auf dem Siegerpodest. Die Abgeordnetenversammlung des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF hat in ihrer heutigen Sitzung Barbara Ehrbar-Sutter, Geschäftsleiterin und Inhaberin der bekannten Appenzeller Breitenmoser Fleischspezialitäten AG mit dem Titel „Schweizer Metzgerin des Jahres 2021“ geehrt.

In seiner Laudatio begründete alt Ständerat Ivo Bischofberger, Präsident des SFF, die Verleihung dieses Ehrentitels wie folgt: „Barbara Ehrbar-Sutter verkörpert als Unternehmerin geradezu exemplarisch die dringend nötigen Antworten auf die Fragen, ja Herausforderungen einer erfolgreichen Zukunft unserer Fleischbranche. Mit ihrer die Fleischbranche nicht nur regional inspirierenden und prägenden Tätigkeit und ihren Anstrengungen für die Nachwuchs­förderung hat sie die Auszeichnung zur Metzgerin des Jahres 2021 mehr als verdient“.

In seiner Würdigung betonte Ivo Bischofberger zudem, dass für ihn diese Auszeichnung auch eine Anerkennung der zunehmend wichtiger werdenden Rolle der Frauen in der Fleisch­branche darstellt: „In ihrer Rolle als Geschäftsleiterin lebt sie den Teamgedanken geprägt von Kompetenz, Respekt, Wertschätzung und Kollegialität jeden einzelnen Tag vor“.

Beste Schweizer Arbeitgeberin 2020

Die Auszeichnung als Schweizer Metzgerin 2021 ist nicht die erste Auszeichnung, welche das unternehmerische Wirken von Barbara Ehrbar-Sutter würdigt. Bereits 2020 erhielt ihr Unter­nehmen Breitenmoser Fleischspezialitäten AG als bester Arbeitgeber unter den mittelgrossen Unternehmen den renommierten Swiss Arbeitgeber Award in der Kategorie 50 bis 99 Mit­arbeitende Ihre Reaktion auf die letztjährige Auszeichnung zeigt deutlich, was die Schweizer Metzgerin des Jahres 2021 in ihrer unternehmerischen Tätigkeit besonders auszeichnet: „Der Preis erfüllt mich mit grosser Freude und Stolz, weil es sich hier um ein Gemeinschaftswerk handelt, zu dem jeder einzelne unserer Mitarbeiter durch sein grosses Engagement und seine grosse Identifikation mit dem Betrieb beigetragen hat. Das ist ein sehr schöner Lohn für unsere Arbeit und zeigt uns, dass wir es richtig machen.

In unserem familiären Betrieb können sich Mitarbeiter ihren Fähigkeiten entsprechend entwickeln und haben so auch einen direkten Einfluss auf ihre persönliche Zukunftsentwicklung. Das Erfolgscredo für ihr unternehmerisches Wirken ist ebenso wahr wie konsequent ehrlich: Wenn man die Qualität nicht bringt, hat man keine Daseinsberechtigung. Das betrifft jeden Artikel, den man führt, vom Fleisch hin bis zur Pasta“. Dass es sich dabei tatsächlich um ein Erfolgsrezept handelt, zeigt die positive Entwicklung des Unternehmens der neuen „Königin der Fleischbranche“ eindrücklich.

Obwohl Barbara Ehrbar-Sutter keine Berufslehre im Fleischfach vorweisen kann, so hat sie doch die Fleischbranche in ihren Genen. Der zweite Teil ihres Nachnamens „Sutter“ steht für eine der grossen Erfolgs- und Wachstumsgeschichten der Schweizer Fleischwirtschaft.

Nach einer erfolgreichen Ausbildung in der Bankenwelt und diversen Aufenthalten in England und im Welschland arbeitete die diesjährige Preisträgerin zunächst bei der Swissair als Groundhostess. Sie erfüllte sich damit einen langersehnten Traum mit vielen Reisen rund um die ganze Welt. 1991 wechselte sie dann in den elterlichen Betrieb, die Ernst Sutter AG, wo sie nach einer Zusatzausbildung zur Marketingplanerin diverse Marketingaufgaben wie Messen und Ausstellungen sowie die gesamte Exporttätigkeit übernahm. Hier holte sie sich auch das Rüstzeug, um sich in der Fleischbranche und insbesondere in ihrer eigenen Markt-Nische äusserst erfolgreich zu positionieren.

Nach der Übergabe des elterlichen Betriebs an den landwirtschaftlichen Grosskonzern fenaco, wuchs in ihr der Wunsch nach einer Tätigkeit in einem Familienbetrieb wie dem elterlichen in seiner ursprünglichen Form. Den zu dieser Vision passenden Betrieb fand sie schliesslich mit der Übernahme der Breitenmoser Fleischspezialitäten AG in Appenzell, wo sie die bereits vorhandene Erfolgsstory ihrer Vorgänger mit dem Fokus auf regionale, hochqualitative Produkte nach ihrem Gusto weiterentwickeln konnte und nach wie vor weiterentwickelt.

Davon zeugt auch die sukzessive Erweiterung der Breitenmoser AG vom Stammhaus in Appenzell aus um die Filiale in Teufen, den Spar Frischmarkt in Appenzell, die Filialen in Gais und Rorschacherberg sowie die Belieferung einer breiten Kundschaft wie Migros, Spar, Manor, TopCC, Prodega, diverse Lädeli und Restaurants in der Region. Bei all diesen Aktivitäten wird sie mittlerweile von knapp 70 Mitarbeitenden unterstützt und mitgetragen.

Die bisherigen Träger des Titels „Metzger(in) des Jahres“

Der Titel „Metzger(in) des Jahres“ wird vom SFF seit 2012 an Fleischfachleute verliehen, die sich vorbildlich um das Lebensmittel Fleisch bzw. die Fleischbranche verdient gemacht haben. Geehrt wird der Metzger des Jahres unter anderem mit der Übergabe der traditionellen, aus einem Blitzmesser gefertigten Uhr.

2012: Jean Pierre Corpataux alias „Le Peintre Boucher Corpatoo“, Freiburg (FR)

2013: Armand Stuby, Justin Tschannen und Stéphane Devallonné, Träger der Goldmedaille des SIRHA - Salon International de la Restauration, de l’Hôtellerie et de l’Alimentation.

2014: Ulrich Berchtold alias «Grill Ueli», Schübelbach (SZ)

2015: Albert Baumann, Unternehmensleiter Micarna AG, Bazenheid (SG), Initiant des Nachwuchsprojekts Mazubi.

2016: Jules Christen †, Erstfed (UR), u.a. Initiant der Schweizer Meisterschaft im Ausbeinen.

2017: Gérard Yerly, Boucherie Yerly, Rossens (FR), u.a. für seine grossen Verdienste für die Nachwuchsförderung.

2018: Martin Schwander, Riggisberg (BE), für seine ausserordentlichen Verdienste auf allen Ebenen des Metzgereigewerbes, national und kantonal in verschiedenen Verbands­gremien und -kommissionen sowie in der Nachwuchsförderung.

2019: Franz Fässler, Appenzell (AI), u.a. für den Aufbau eines Vorzeigebetriebs mit qualitativ hochstehenden Appenzeller Spezialitäten und seiner grossen Verdienste um das Metzgergewerbe und die Fleischbranche.

2020: Roberto Luisoni, Lugano (TI), für seine grossen Verdienste um den Berufsstand und die aktive Nachwuchsförderung insbesondere in der italienisch-sprachigen Schweiz (SFF)
(gb)

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