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18.04.2022
Bio Marché 2022 im Juni in Zofingen

Der Bio Marché ist das führende Schweizer Biofest und eine einmalige Mischung aus Markt, Festival und nationaler Bio-Plattform. Vom 17. bis 19. Juni 2022 in der Altstadt von Zofingen.
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KEIN APRILSCHERZ: Gemüseanbau im Weltraum

Wie lässt sich Gemüse im Weltraum anbauen? Ohne Schwerkraft, elektromagnetisches Feld und Sonnenlicht? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Raumfahrt seit mehr als fünf Jahrzehnten. Nun haben russische Wissenschaftler ein neues System entwickelt, das auch grössere Mengen Gemüse liefern kann.

Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet in 400 km Höhe mehrmals am Tag die Erde. Seit dem Jahr 2000 leben und arbeiten Raumfahrer dort in der Schwerelosigkeit. Auch im Weltraum ist eine gesunde Ernährung wichtig. Astronauten werden vor allem mit dehydrierten und gefriergetrockneten Mahlzeiten versorgt, die mit der Zeit an Nährstoffen verlieren. Daher wäre es vor allem für Langzeitmissionen sinnvoll, für Abwechslung zu sorgen und einen Teil der Nahrung durch Salate und frisches Gemüse aus dem eigenen Anbau zu ersetzen. Ausserdem soll das Gärtnern einen positiven Einfluss auf die Psyche haben.

Mit dem Anbau von Nutzpflanzen wird auf der ISS schon länger experimentiert. Dabei sind viele Probleme zu lösen. So fehlt im All das Sonnenlicht für die Photosynthese, bei der die Pflanzen Energie gewinnen. Mit Leuchtdioden (LEDs) wird ein geeignetes Lichtspektrum erzeugt. In ihrem Wachstum können sie sich nicht wie auf der Erde an der Schwerkraft orientieren, sondern heften sich an eine Oberfläche oder richten sich nach anderen Umweltfaktoren wie einer Lichtquelle. Ausserdem lässt sich das Gemüse im All nicht einfach giessen, da das Wasser in alle Richtungen fliegen würde.

Nun haben russische Wissenschaftler ein „Vitamin-Weltraum-Gewächshaus“ entwickelt. Das Gemüse wächst in einer sich drehenden Trommel. Nach und nach werden sechs Module im Abstand von einigen Tagen bepflanzt. Nach 24 Tagen kann im ersten Modul geerntet werden. Dann wird erneut ausgesät.

Das Besondere ist das poröse Titanrohrsystem: Durch die Poren sickert das Wasser langsam durch Kapillarröhren bis zu den Wurzeln der Pflanzen. Sensoren messen die Feuchtigkeit und führen bei Bedarf automatisch Wasser hinzu. Die Pflanzen werden in einer Nährstofflösung kultiviert. Zunächst ist der Anbau von Salat geplant. Inwieweit sich Astronauten dann zu Hobbygärtnern entwickeln bleibt abzuwarten. (BZfE)
(gb)

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