Foodfachzeitung im Internet
Freitag, 9. Dezember 2022
Publireportage
01.12.2022
Messetipp: Internationale grüne Woche 2023

IGW in Berlin 20. bis 29.1. 2023. Weltweit grösste Publikumsmesse der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
News, Tipps, …
Druckansicht07.03.2021
Who is who bei den Hülsenfrüchten

Linsen, Kichererbsen und Co. sind nicht nur für Menschen, die sich ohne Fleisch oder tierische Produkte ernähren, eine wichtige Proteinquelle. Umso besser, wenn sie fast vor der Haustüre wachsen. Hülsenfrüchte spielen als Lieferanten von pflanzlichem Eiweiss eine wichtige Rolle in der ausgewogenen Ernährung. Insbesondere Vegetarier und Veganer können sich über Hülsenfrüchte mit wertvollen Proteinen versorgen. Aber auch für alle anderen Ernährungstypen ist der Eiweissgehalt, der etwa doppelt so hoch ist wie bei Vollkorngetreide von Weizen, Hafer, Gerste und Reis, ein Zugewinn. Denn Eiweiss hält auf gesunde Weise lange satt.

Hülsenfrüchte wie Soja oder Kichererbsen finden oft von sehr weit her ihren Weg auf unsere Teller. Doch wachsen Hülsenfrüchte auch bei uns. Zwar nicht in rauen Mengen, aber es ist durchaus möglich auch in unseren Breitengraden gewisse Arten von Hülsenfrüchten anzubauen: Erbsen, Linsen, Kichererbsen, Bohnenarten und Lupinen.

Erbsen haben eine sehr lange Tradition und wurden bereits von den Bauern der Jungsteinzeit genutzt. Sie haben vor allem Suppen damit zubereitet. Auch Linsen werden seit dem Beginn des Ackerbaus als Nutzpflanze kultiviert. In der Schweiz werden seit einigen Jahren im Gebiet der Romandie Linsen angebaut. Auch Kichererbsen werden in der Westschweiz in kleinem Rahmen kultiviert. Andere Bohnenarten der Gattung «Phaseolus» wie beispielsweise die Busch-, Stangen- oder Kidneybohne wurden von den Indianern Süd- und Mittelamerikas domestiziert.

Dem «Soja des Nordens» gefällt es in der Schweiz

Lupinen sind eine weitere Art von Hülsenfrüchten, die seit Kurzem in der Schweiz angebaut werden. Lupinen werden auch als «Soja des Nordens» bezeichnet, da sie weniger wärmebedürftig sind als Sojabohnen. Ihr Eiweissgehalt ist der zweithöchste unter den Körnerleguminosen nach Sojabohnen. So liegt der Eiweissanteil bei der Blaue Lupinen bei etwa 30 Prozent, bei der Weissen Lupinen sogar bei 35 bis 40 Prozent.

Lupinen enthalten von Natur aus bittere Alkaloide. Es ist deshalb erstaunlich, dass Lupinen bereits im ersten Jahrhundert vor Christus in Ägypten und Rom zur menschlichen und tierischen Nahrungspalette gehört haben. Archäologen haben nachgewiesen, dass die Menschen schon damals ein Verfahren zur Entbitterung der Lupinen gekannt haben – das Verfahren ist bis heute dasselbe geblieben: Die Lupinen werden mehrtägig gewässert und das Wasser häufig gewechselt. So werden die wasserlöslichen Alkaloide ausgespült.

Im Mittelmeergebiet werden auch heute noch häufig Bitterlupinen angebaut und für einen traditionellen Snack: in Salzlake eingelegte Lupinensamen (schälen nötig). Durch Wässern und Kochen werden zuerst die Bitterstoffe entfernt und die Lupinen als Knabberbeilage zum Bier gereicht.

Seit den Züchtungen des 20. Jahrhunderts gibt es Lupinensorten, die sehr arm oder fast frei von Alkaloiden sind. Sie werden als «Süsslupinen» bezeichnet. Probieren Sie Lupinen einmal als würzigen Brotaufstrich oder in Form von Mehl als Ei-Ersatz in Backwaren. Als Schrot verwendet ergeben Lupinen einen prima «Bolognese»-Ersatz zu Pasta. (LID)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
07.12.2022
dTIPP: Ceylon- und Cassia-Zimt – die wichtigen Unterschiede
06.12.2022
dTIPP: Süsswarenmesse ISM 2023 einmalig im April
05.12.2022
dNEWS: Nestlé lanciert vegane Gänse-Stopfleber
30.11.2022
dTIPP: Salon des Goûts et Terroirs startet heute
29.11.2022
dFORSCHUNG: Wertvolle Stoffe aus Kaffeepulpe extrahieren
28.11.2022dNEWS: Planted lanciert pflanzliches Bratenstück
27.11.2022dTIPPS: Nüsse richtig einkaufen, aufbewahren und verarbeiten
23.11.2022dNEWS: Schweizer Antibiotikaresistenz-Strategie wirkt
22.11.2022dFORSCHUNG: Rotfruchtsäfte regulieren Fettstoffwechsel
21.11.2022dTIPP: Berner Zibelemärit 28.11.2022
20.11.2022dKOMMENTAR: Biosuisse lehnt auch neue Gentechmethoden ab
16.11.2022dNEWS: Metzgerei ist offiziell bestes Restaurant 2022
15.11.2022dFORSCHUNG: zuckerarme Vegi-Kost senkt Darm-Entzündungsrisiko
14.11.2022dTIPP: Erdnussbutter und Sataysauce di it yourself
13.11.2022dNEWS: Bernard Limat wird Metzger des Jahres 2022
10.11.2022dFORSCHUNG: Frühstück weglassen = besserer Diät-Erfolg?
09.11.2022dSAISON: Chinakohl – mild, gesund, vielseitig
07.11.2022dFORSCHUNG: Nutri-Score vermeidet Fehlinterpretation bei Zuckerangaben
06.11.2022dSAISON: gesunder Nüsslisalat mit nussigem Aroma
02.11.2022dFORSCHUNG: Anti-aging dank Omega-3-Fettsäuren
31.10.2022dTIPPS: Einkauf und Zubereitung von Wild
30.10.2022dKOMMENTAR: Nährwert von Pflanzendrinks vs. Milch
26.10.2022dNEWS: Innovationspreise an der Südback-Messe 2022 verliehen
25.10.2022dTIPP: Elsässer Flammkuchen do it yourself
24.10.2022dFORSCHUNG: Detailhandel ist zuwenig nachhaltig
23.10.2022dTREND: Superfood wird heimischer
18.10.2022dFORSCHUNG: Milcheiweiss aus dem Bioreaktor
16.10.2022dNEWS: Schweizer Worldskills-Grosserfolg Bäckerei/Konditorei
14.10.2022dInfos und Tipps zum Welt-Ei-Tag 14.Oktober
12.10.2022dFORSCHUNG: Hohe Fleischproduktion gefährdet globale Lebensmittelversorgung
Ecke für Profis
02.12.2022
.MOLKEREI: Alles Käse – aber Differenzierung ist ein Muss

Die Käsebranche bewegt sich in einem herausfordernden Marktumfeld, wo die Sortenorganisationen versuchen, ihre Produkte möglichst gut zu platzieren. Differenzierung lautet hier das Zauberwort.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland