Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 20. Juni 2021
Publireportage
11.05.2021
Gebäude mit Hochleistungs-Kühltechnik und Bürofläche steht zum Verkauf

Neuwertiges Gebäude mit Hochleistungskühltechnik und Büroflächen – einmalige Gelegenheit für Unternehmen im Lebensmittel-Frischebereich in Niederglatt (ZH), in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Zürich und zum Autobahnanschluss.
News, Tipps, …
Druckansicht16.11.2020
FORSCHUNG: Apfelschalen statt synthetische Antioxidantien

Die Freie Universität Bozen hat ihr erstes Patent angemeldet: Aus Rückständen der Apfelverarbeitung hat die Forschungsgruppe von Prof. Matteo Scampicchio ein Wachs gewonnen, das unter bestimmten Bedingungen eine antioxidative Wirkung aufweist. Verwendbar ist es künftig als Ersatz für synthetische Inhaltsstoffe in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.

Das Forscherteam von Matteo Scampicchio hat das Produkt in den Labors am NOI Techpark entwickelt. Scampicchio ist Professor für Lebensmitteltechnologie an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik. Die Forscher*innen haben ein Oleogel mit antioxidativen Eigenschaften hergestellt, das sowohl von der Lebensmittelindustrie als natürlicher Ersatzstoff für synthetische Verbindungen als auch von der Kosmetikindustrie verwendet werden kann. Zudem könnte das Gel bei der Futtermittelherstellung für Haustiere zum Einsatz kommen.

Wie bei vergangenen Studien haben Matteo Scampicchio und sein Forscherteam neue Wertstoffe aus Rückständen gewonnen, die bei der Verarbeitung lokaler Produkte anfallen – Stoffe, die sonst entsorgt werden müssten und den Unternehmen Kosten verursachen. Ausgangspunkt der Entdeckung waren Apfelschalen, die als Verarbeitungsrückstand in der Südtiroler Lebensmittelindustrie zurückbleiben.

„Unsere Entdeckung ist das Ergebnis eines Zufalls", erläutert Matteo Scampicchio. „Die Forscherin Giovanna Ferrentino hat geprüft, wie man antioxidative Verbindungen, so genannte Polyphenole, mit Hilfe von überkritischem CO2 aus Apfelschalen extrahieren kann. Nach dem Extraktionsvorgang verstopften stets Wachse den Zylinder, mit dem sie gearbeitet hatte. Bei der Analyse dieser Wachse stellten wir fest, dass sie ein beträchtliches Potenzial aufweisen."

Durch die Zugabe von Ölen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, wie etwa Leinöl, erhielt das Forschungsteam ein Gel, das Oxidationsprozesse verlangsamt. Eine Funktion, die sehr nützlich für die Lebensmittelproduktion ist, wo das Gel bisher verwendete chemische Antioxidantien wie BHT (Butylhydroxytoluol) und BHA (Butylhydroxyanisol) ersetzen kann. Dasselbe gilt für kosmetische Produkte, wo das Gel beispielsweise statt Propylgallat eingesetzt werden könnte.

Eine weitere Erkenntnis besteht darin, dass die von Wachs-Oleogelen erworbene antioxidative Wirkung in Abhängigkeit von der Abkühlungsgeschwindigkeit der Mischung zunimmt, die die ungesättigte Fettsäure-Matrix in flüssiger Form und das Wachs nach Erhitzen und Mischen enthält.

Das in Italien angemeldete Patent bezieht sich sowohl auf das gewonnene Produkt, das Oleogel, als auch auf den Extraktionsprozess mittels überkritischem CO2: ein Vorgang ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt. Derzeit prüfen die Forscher*innen der unibz in ihren Labors die Möglichkeit, Oleogel auch aus anderen Nebenprodukten verschiedener Getreidesorten, Sonnenblumenkernen, Traubenschalen, Olivenkernen, Sojabohnen oder Wachsplatten, die von Honigproduzenten verwendet werden, zu extrahieren. (Unibz)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
16.06.2021
dTIPP: Die Maispalette erweitern mit Ribelmais
15.06.2021
dWarum schmeckt Fleisch so gut?
14.06.2021
dTIPP: Früchte gekonnt nachreifen
14.06.2021
dTIPP: Vegane Glace – do it yourself ohne Glacemaschine
12.06.2021
dNEWS: Migros lanciert neuartiges Hybridfleisch
09.06.2021dFORSCHUNG: Algen und Quallen als künftige Nahrung
08.06.2021dTIPP: Proteinpräparate sind auch für Sportler meist unnötig
07.06.2021dNEWS: Internationaler Tag der Lebensmittelsicherheit 7.6.2021
06.06.2021dFORSCHUNG: Haltbarkeitsverbesserung und Nährstoffschonung
02.06.2021dNEWS: Corona steigert Regionalproduktenachfrage
01.06.2021dPatisserie David Schmid in Zofingen gewinnt «Bäckerkrone 2021»
31.05.2021dKOMMENTAR: extreme Agrarinitiativen schaden Bäckereien
28.05.2021dNEWS: Corona-Lockerungen - Gastgewerbe kann aufatmen
25.05.2021dFORSCHUNG: beschichtetes Papier statt Plastikverpackung
24.05.2021dTIPP: Aromatischer Liebstöckel alias Maggikraut
21.05.2021dKOMMENTAR: Corona-Zertifikat schafft Zweiklassengesellschaft im Restaurant
19.05.2021dTIPP: Sauce Hollandaise zubereiten - klassisch, fettarm oder vegan
18.05.2021dFORSCHUNG: Flache Pasta bilden erst beim Kochen 3D-Formen
17.05.2021dCorona fördert Regionalitäts-Bewusstsein
16.05.2021dGRATULATION: 13 Goldmedaillen für Metzgerei Ernst Sutter
12.05.2021dTIPPS: Käse grillieren
11.05.2021dNEWS: Max Havelaar wächst trotz Corona
10.05.2021dFORSCHUNG: Verpackungen aus Cornflakes-Reststoff
05.05.2021dFORSCHUNG: Pilze stiften wichtige Mikronährstoffe
04.05.2021dFORSCHUNG: Was macht Obst und Gemüse so gesund?
03.05.2021dFORSCHUNG: Convenience wird langsam gesünder
02.05.2021dFORSCHUNG: Zuviel Salz bremst Immunsystem aus
29.04.2021dNEWS: Corona senkt Weinkonsum aber Schweizer Weine gewinnen
28.04.2021dFORSCHUNG: Regionalität ist vielen Konsumenten wichtiger als Bio
27.04.2021dNährstoffe von Algen sind umweltschonender als von Fischzucht
Ecke für Profis
18.06.2021
.Bäckerei: Plädoyer für modernen Brotweizen

Einige US-amerikanische Bestseller-Autoren bezeichnen „modernen“ Weizen als Krankmacher, Stichworte: FODMAPs, gluten. Die Universität Hohenheim kontert mit wissenschaftlichen Argumenten und Studienergebnissen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland