Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 27. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
News, Tipps, …
Druckansicht15.11.2020
NEWS: Weniger Biscuits und Süsswaren exportiert

Der Branchenumsatz der industriell herstellenden Produzenten von Schweizer Zuckerwaren sowie von Schweizer Dauerbackwaren ist in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäfts im Exportgeschäft zurück gegangen. Einzig im Heimmarkt für Dauerbackwaren war die Entwicklung positiv. Aber auch hier gibt es Anzeichen dafür, dass Schweizer Produkte zunehmend durch Importprodukte ersetzt werden.

In den ersten drei Quartalen 2020 verzeichnete der Exportumsatz der industriellen Hersteller von Schweizer Zuckerwaren wie Bonbons, Dragées oder Früchtegelée im Exportgeschäft einen Rückgang von 11% gegenüber der Vorjahresperiode. Bei den industriellen Herstellern von Schweizer Dauerbackwaren wie z.B. Biscuits oder Halbfabrikaten für die Gastronomie betrug das entsprechende Minus 8,5%. Der Umsatz der Inlandverkäufe der Schweizer Zuckerwarenhersteller ging in der gleichen Periode um knapp 10% zurück.

Bei den Dauerbackwarenherstellern hat sich einzig der Inlandumsatz mit einem Plus von 1,8% positiv entwickelt. Damit konnten die Schweizer Hersteller an der guten Entwicklung bei den Biscuits sowie bei den Apéro- und Salzgebäcken partizipieren. Gemäss ersten Anzeichen scheinen Hersteller ausländischer Produkte aber stärker von dieser Entwicklung zu profitieren.

Rahmenbedingungen hemmen die Entwicklung

Die Kombination von grenzgeschützten Preisen für verarbeitete Agrarrohstoffe und rohstofforientierter Swissness-Regulierung zeigt sich immer mehr als Hemmnis für den Produktionsstandort Schweiz. Dies nicht nur mit Blick auf die Rohstoffpreise, sondern auch hinsichtlich des hohen Administrativaufwands. Schweizer Sondervorschriften wie z.B. vom EU-Recht abweichende Vorgaben in der Deklaration der Zutatenherkunft sorgen ebenfalls für höhere Kosten.

Die drohende Annahme der Unternehmensverantwortungs-Initiative hätte weitere Zusatzkosten für Schweizer Produzenten zur Folge. So werden Rohstoffe wie z.B. Gummi arabicum auch aus afrikanischen Ländern importiert. Die neuen Sorgfaltsprüfungspflichten und die – je nach Ausgestaltung der Lieferantenbeziehung resultierenden – Haftungsrisiken der Initiative würden auch für unsere KMU gelten. Bei einer Annahme müssten Schweizer Hersteller zusätzliche Überwachungsprozesse einführen, die Kosten des Produktionsstandorts Schweiz würden weiter steigen.

Um die anhaltende Negativ-Entwicklung zu stoppen, braucht es rasche politische Massnahmen. Auf neue Belastungen wie den Mindestgrenzschutz für Zucker ist unbedingt zu verzichten. Darüber hinaus braucht es administrative Entlastungen, wozu Anpassungen im Lebensmittelrecht und in der Swissness-Regulierung nötig sind. Last but not least braucht es tragfähige Lösungen zum Ausgleich von weiterhin bestehenden agrarpolitisch bedingten Rohstoffpreisnachteilen. (Biscosuisse)

Entwicklung 1. Januar – 30. September

Umsatz der in der Schweiz hergestellten Dauerbackwaren
Veränderung zu Vorjahresperiode
Inland +1,8%
Export -8,5%
Total -0,4%

Umsatz der in der Schweiz hergestellten Zuckerwaren
Veränderung zu Vorjahresperiode
Inland -9,9%
Export -11,0%
Total -10,7%
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
26.01.2022
dTIPP: Frühlingsrollen selbst gemacht
25.01.2022
dFORSCHUNG: Länger leben dank Olivenöl?
24.01.2022
dNEWS: Vertical-Farming-Pilotanlage von Fenaco startet
23.01.2022
dTIPPS: Avocado richtig verarbeiten
19.01.2022
dNEWS: BIOFACH-Messe findet 2022 erst 26.- 29. Juli statt
18.01.2022dTIPPS: Immunsystem unterstützen mit angepasster Ernährung
17.01.2022dTREND: Schweizer Pilze auf Wachstumskurs
13.01.2022dTIPPS: Altbackenes Brot gekonnt aufbacken
12.01.2022dTIPP: vereinfachte Ernährungstipps bei Diabetes
11.01.2022dTIPPS: Zwiebeln sind auch eine funktionelle Zutat
10.01.2022dKOMMENTAR: Pflanzliche Fleischalternativen sind hoch verarbeitet
09.01.2022dTIPP: Comeback der Pastinake, Winterwurzel mit feiner Süsse
05.01.2022dFORSCHUNG: neuartige Cellulose-Schutzschicht für Früchte
04.01.2022dTREND: Online-Handel verdrängt Läden immer mehr
03.01.2022dKOMMENTAR: Werden Teigwaren teurer Luxus?
02.01.2022dTIPPS: Pilze richtig verarbeiten
29.12.2021dFORSCHUNG: Risiko-Wissen beeinflusst Fleischkonsum nicht
28.12.2021dFORSCHUNG: Mit Flavonoiden den Blutdruck senken
27.12.2021dTIPP: Mango küchenfertig machen
22.12.2021dTIPPS: Heisse Schokolade in kreativen Varianten
21.12.2021dNEWS: Welsche Saucisson Boutefas ist nun geschützt
20.12.2021dTIPP: Damit Fondue-chinoise-Fleisch nicht krank macht
18.12.2021dKOMMENTAR: 2G bringt Gastronomie zusätzlich in Bedrängnis
15.12.2021dNEWS: Nationalrat will mehr tun gegen Lebensmittelbetrug
14.12.2021dKOMMENTAR: doppelte Moral bei Zusatzstoffen
13.12.2021dSAISON: vielseitige Kastanien – Wissenswertes und Tipps
12.12.2021dNEWS: Töten männlicher Küken beenden dank Geschlechtsbestimmung im Ei
08.12.2021dFORSCHUNG: Fleischarme Kost hat viele Vorteile
06.12.2021dNEWS: Schweizer Café-Branche in grosser Not wegen Corona
02.12.2021dTIPP: Joghurt oder Sauermilch?
Ecke für Profis
21.01.2022
ERNÄHRUNG: Sind Stoffwechsel-Diäten seriös?

Es gibt weit über hundert Diäten, von wissenschaftlich fundierten über esotherische und wirkungslose bis hin zu riskanten. Und intensiv geforscht wird am Einfluss der genetischen Veranlagung auf den Stoffwechsel. Eine Standortbestimmung.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland