​
Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 6. Oktober 2026
Tipp
07.09.2026
Premiere NovaFood 26.-27.10. 2026 in Luzern

Vom 26.-27.10. 2026 wird Luzern Treffpunkt der Schweizer Lebensmittelproduktion. An der neuen Fachmesse stellen Hersteller und Dienstleister für Produktionstechnik, Betriebsmittel, Rohstoffe und Halbfabrikate aus.
News, Tipps, …
Druckansicht19.10.2025
TIPP: Bittere Kürbisse und Zucchetti nicht essen

Im Herbst freuen sich Hobbygärtner über eine reiche Kürbis- und Zucchiniernte. Die meisten Kürbisse sind geniessbar und frei von schädlichen Bitterstoffen. Manche enthalten aber sogenannte Cucurbitacine, giftige Bitterstoffe, welche die Pflanze als Schutz vor Fressfeinden bildet. Daher am besten von allen Feldfrüchten aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), dazu gehören Kürbisse, Zucchini, Gurken und Melonen, vor dem Verarbeiten immer ein kleines, frisches Stückchen roh probieren. Wenn es bitter schmeckt, sofort ausspucken und das Gemüse entsorgen.

Auch Erhitzen wie Kochen, Braten, Einmachen und Backen zerstört die giftigen Bitterstoffe nicht. Nach dem Essen kann es zu Symptomen wie Schleimhautreizungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Aufstossen, Durchfall oder Magenkrämpfen kommen. Gefährdet sind vor allem Kinder, alte oder kranke Menschen durch ihre kleine Körpergrösse bzw. geschwächten Abwehrkräfte.

Aber wie kann es dazu kommen, dass Kürbisse und Zucchini bitter schmecken? Eigentlich produzieren nur Wildformen der Kürbisgewächse Cucurbitacin, Zuchtformen bilden den Bitterstoff in der Regel nicht mehr. Aber durch bestimmte Bedingungen wie klimatischen Pflanzenstress, den Eintrag von Pollen (Kreuzungen) oder Spontanmutationen können auch Zuchtformen wieder den Bitterstoff bilden.

Meist entsteht das Gift unbeabsichtigt im Hobbygarten, wenn sich essbare Kürbisarten mit nicht essbaren Zierkürbissen kreuzen. Insekten transportieren die Zierkürbis-Pollen sogar über Entfernungen bis zu einem Kilometer hinweg. Die direkt daraus entstehenden Feldfrüchte schmecken nach der Ernte noch ganz normal und sind geniessbar. Doch wenn deren Samen für die nächste Saison verwendet werden, können bittere und giftige Nachkommen entstehen.

Besonders betroffen sind alle Cucurbita-pepo-Arten und -Sorten. Dazu gehören zum Beispiel Zucchini, Spaghetti-Kürbis und der Ufo-Kürbis. Diese lassen sich besonders leicht mit nicht essbaren Zierkürbissen kreuzen, die oft hohe Cucurbitacin-Werte enthalten. Damit die Ernte sicher essbar bleibt, sollte kein Saatgut aus eigener Ernte verwendet werden, wenn Zierkürbisse in der Nähe wachsen. Am besten jedes Jahr neues Saatgut oder Setzlinge im Fachhandel kaufen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt Kürbisse, die sich nicht mit Zierkürbissen kreuzen. Beim Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbis besteht somit keine Gefahr, dass sie bitter und giftig werden. In Läden oder auf Wochenmärkten erhältliche Gurken, Zucchini und Speisekürbisse enthalten normalerweise keine Bitterstoffe mehr und schmecken in vielen leckeren Rezepten. Ein kurzer Knabber-Test beim Schneiden ist bei der grossen Kürbisfamilie aber immer ratsam und bringt neben leckerem auch sicheren Genuss. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
04.10.2026
dTREND: Food Radar von Betty Bossi
27.09.2026
dNEWS: Metzgerei Jenzer gewinnt Preise für beste Metzgete
24.09.2026
dNEWS: Tag der Pilze 26.9.2026
20.09.2026
dWISSEN: Milde, vielseitige Schalotte für die feine Küche
11.09.2026
dNEWS: Nationale Woche gegen Food Waste 12.-20.9.2026
08.09.2026dTIPP: Schweizer Genusswoche 2026
31.08.2026d SAISON: Wassermelone richtig verarbeiten
28.08.2026dKOMMENTAR: Erhitzen zerstört Schimmelpilzgifte nicht
23.08.2026d FORSCHUNG: Übergewicht-Einfluss auf Krebsrisiko
09.08.2026dWISSEN: Chili oder Cayennepfeffer - feurige Würze
03.08.2026dTIPP: Trendgemüse Kürbis - vom Acker bis zum Teller
27.07.2026dFORSCHUNG: Quantensensorik erkennt Lebensmittelbetrug
23.07.2026dKOMMENTAR: Wie sinnvoll sind Near-Water-Getränke?
21.07.2026dWISSEN: Matjes auf holländische oder nordische Art
13.07.2026d FORSCHUNG: Hülsenfrüchte gegen Bluthochdruck
06.07.2026dTIPP: Liebstöckel - intensiv-würziges Maggikraut
02.07.2026dWISSEN: Erbsen als Proteinbombe
26.06.2026dFORSCHUNG: Luzerne-Drink als nachhaltige Milchalternative
22.06.2026d TIPP: Vielseitiger Thymian - vom Schmorgericht bis Dessert
17.06.2026dKOMMENTAR: Nahrungsergänzung ist sinnlos bei Omega-3-Fettsäuren
10.06.2026dNEWS: Basler Bäckerei Jetzer gewinnt «Bäckerkrone 2026»
08.06.2026d FORSCHUNG: KI erkennt ultraverarbeitete Produkte
02.06.2026dTIPP: Bio Marché in Zofingen 19.-21.6.2026
27.05.2026d NEWS: BLV-Vorschlag für Reduktion der Kinderwerbung
26.05.2026dWISSEN: Macht Kreatin wirklich starke Muskeln?
19.05.2026d TIPPS: Grillgenuss ohne Risiko - 10 Hygieneregeln
15.05.2026dNEWS: Ernährungsstrategie 2025-2032 und geplante Umsetzung
01.05.2026dFORSCHUNG: Sauberkeit im Kühlschrank schlägt Temperaturkontrolle.
27.04.2026d KOMMENTAR: Bezeichnung „Urgetreide“ irreführend
24.04.2026dNEWS: Heute ist Tag des Schweizer Bieres 2026
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland