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09.02.2026 BUCHTIPP: Deutsches Brot selbst zu backen, ist keine Kunst ![]() Der Band fasst zwei auf Deutsch veröffentlichte Bücher zusammen. Herausgegeben von der Uni Hohenheim. Gratis Download. News, Tipps, … Druckansicht05.03.2026 FORSCHUNG: höherer Kaffeekonsum senkt Demenzrisikio
Die zugrundeliegende Hypothese der aktuellen Studie [1] war, dass der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee mit einem geringeren Demenzrisiko und einer besseren kognitiven Funktion einhergeht. Ausgewertet wurden Daten der „Nurses’ Health Study“ (NHS) und der „Health Professionals Follow-up Study“ (HPFS), in denen prospektiv die Teilnehmenden bislang über 43 Jahre nachbeobachtet wurden. In diesem Zeitraum fanden wiederholt Erhebungen der Ernährungsgewohnheiten und des kognitiven Status (subjektiv und objektiv) statt, auch Untersuchungen auf Demenz. „Allein schon dadurch hebt sich die neue Studie positiv von anderen ab, in denen die Ernährungsgewohnheiten nur zu Beginn erhoben wurden und die oft nur einen kurzen Nachbeobachtungszeitraum hatten“, erklärt DGN-Generalsekretär Prof. Dr. Peter Berlit. Auch die Patientenselektion erfolgte mit der notwendigen Sorgfalt: es wurden nicht nur vorerkrankte Personen mit Tumorleiden, Parkinson oder Demenz ausgeschlossen, sondern auch diejenigen, die unplausible Angaben zu ihrer täglichen Kalorienzufuhr machten und sich somit als nicht zuverlässig bei der Dokumentation ihrer Ernährungsgewohnheiten auf den Fragebögen erwiesen. Insgesamt wurden 86.606 weibliche Teilnehmerinnen aus der NHS-Kohorte und 45.215 männliche Teilnehmer der HPFS-Kohorte in die Analyse einbezogen. Von den 131.821 Personen entwickelten 11.033 während des Follow-ups eine Demenz. Die Studienteilnehmenden waren je nach ihren Kaffeekonsum in Quantilen eingeteilt worden, anschliessend wurde statistisch ausgewertet, welches Quantile mit der geringsten Demenzinzidenz einherging. Um die Datenrobustheit sicherzustellen, wurden zwei multivariate Modelle genutzt. In Modell 1 wurde der Einfluss von demografischen Merkmalen, Familienanamnese und Gesamtenergiezufuhr herausgerechnet (letzteres u. a., um Unterschiede in Körpergrösse und Stoffwechseleffizienz zu berücksichtigen). Modell 2 bereinigte für Lebensstilfaktoren, Ernährungsqualität, soziale Faktoren und klinische Komorbiditäten. In der obersten Quartile nahmen Frauen durchschnittlich 4,5 Tassen pro Tag zu sich (1 Tasse wurde definiert als 237 ml koffeinhaltiger Kaffee oder Tee), Männer 2,5 Tassen pro Tag. In der untersten Quartile wurde keinerlei Kaffee oder Tee konsumiert, in der zweiten Quartile 0,43 Tassen (Frauen und Männer) und in der dritten Quartile 2,5 Tassen (Frauen) und 1,25 Tassen (Männern). Im Ergebnis zeigte sich, dass ein höherer Kaffeekonsum mit einem signifikant geringeren Demenzrisiko verbunden war (141 vs. 330 Fälle pro 100.000 Personenjahre beim Vergleich des vierten [höchsten] Quartils mit dem ersten [niedrigsten] Quartil; dies entspricht einer Hazard Ratio (HR) von 0,82 [95 % CI, 0,76 bis 0,89]). Es zeigte sich auch eine geringere Prävalenz subjektiver kognitiver Beeinträchtigungen (7,8 % gegenüber 9,5 %; HR 0,85 [95 % KI, 0,78 bis 0,93]). „Das heisst, wer koffeinhaltigen Kaffee trank, konnte sein Demenzrisiko um 18 % senken, was durchaus ein nennenswerter Effekt wäre“, hebt Prof. Berlit hervor. Coffeinfreie Getränke (Kaffee oder Tee) hatten hingegen keinen schützenden Effekt. Doch ist ein solcher Effekt plausibel? Welche Erklärungsansätze gibt es für einen möglichen demenzprotektiven Effekt von Kaffee? Nach Ansicht der Autorinnen und Autoren könnte dieser auf verschiedene Mechanismen zurückzuführen sein: - Coffein reduziert Beta-Amyloid (Aβ)-Ablagerungen im Gehirn. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass Koffein Aβ-Spiegel senkt, die β- und γ-Sekretase-Aktivität unterdrückt, die neuronale Plastizität verbessert und die Mitochondrienfunktion sowie andere Signalwege stimuliert. - Darüber hinaus kann Koffein proinflammatorischen Zytokine im Gehirn senken und Neuroinflammation als Treiber von kognitivem Verfall reduzieren. Neben Koffein enthalten Kaffee und Tee auch bioaktive Verbindungen wie Polyphenole, Chlorogensäure und Catechine, die oxidativen Stress reduzieren und die zerebrovaskuläre Funktion verbessern. - Auch die Fähigkeit von Koffein, die Insulinsensitivität zu verbessern und das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken, könnte zu seiner schützenden Wirkung auf die kognitive Gesundheit beitragen. Die Ergebnisse der Studie seien somit physiologisch plausibel, betont Prof. Berlit. „Allerdings handelt es sich nur um Beobachtungsdaten, auch wenn die Studie qualitativ sehr hochwertig gemacht ist.“ (Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.) (gb) News, Tipps, … – die neuesten Beiträge Ecke für Profis
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