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TREND: vielseitige Süsskartoffel legt stetig zu

Ein Hauptgrund für die Beliebtheit der Süsskartoffeln ist ihre enorme Wandlungsfähigkeit in der Küche. Sie können wie Kartoffeln geschält und verarbeitet werden: gekocht, gebacken, fritiert, grilliert oder gebraten. Sie brauchen aber nur ein Drittel der Garzeit im Vergleich zu Kartoffeln. Und sie sind im Gegensatz zur Kartoffel auch roh essbar und schmecken gut.

Die Süsskartoffel hat sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem Trendgemüse entwickelt. Die leicht mehlige Knolle mit süsslichem bis fein-nussigem Aroma wird besonders gerne als knusprige Pommes oder cremiges Püree serviert. Darüber hinaus gibt es in der Küche noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten – etwa in Salaten, Suppen, Pasta-Gerichten, süssen Desserts und Kuchen.

Ursprünglich stammt die Süsskartoffel (Ipomoea batatas), auch Batate genannt, aus Mittel- und Südamerika und gilt in vielen Regionen der Welt als wichtiges Grundnahrungsmittel. Die Pflanze bildet lange Ranken mit tiefgrünem Laub und entwickelt später zart rosafarbene Blüten. Trotz ihres Namens ist die Süsskartoffel mit der heimischen Kartoffel nicht verwandt: Während diese zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) zählt, gehört die Süsskartoffel zur Pflanzenfamilie der Windengewächse (Convolvulaceae). Zwar bilden beide Pflanzen unterirdische Knollen, aber bei der Süsskartoffel sind sie grösser, länglicher und unregelmässiger geformt.

Auf dem europäischen Markt ist „Beauregard“ eine der häufigsten Sorten. Sie zeichnet sich durch eine orange-braune Schale und orangefarbenes Fleisch mit feinsüsslichem Aroma aus. Daneben gibt es zahlreiche weitere Sorten mit violetter, rosa- oder beigefarbener Schale und weissem, gelbem oder violettem Fleisch.

Beim Einkauf auf feste Knollen mit unversehrter Schale achten, die nicht keimen. Süsskartoffeln mögen es trocken, dunkel und nicht zu kalt. Ideal sind Lagertemperaturen um die 12 bis 15 Grad Celsius, so halten sie sich mehrere Wochen lang. Süsskartoffeln sind mittlerweile ganzjährig im Handel verfügbar und werden etwa aus den USA und Ägypten, Portugal und Spanien eingeführt.

Die Süsskartoffel liefert wertvolle Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, Kohlenhydrate und sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide und Anthocyane. Darüber hinaus enthält sie Mineralstoffe wie Kalium und Zink sowie Vitamine, darunter B-Vitamine, Vitamin C und E. (BZfE)

In der Süsskartoffel stecken wesentlich mehr Kohlenhydrate als in der normalen Kartoffel. Eine Süsskartoffel hat mit 24 g Kohlenhydraten ungefähr 10 g mehr als die Kartoffel. Von den 24 g liegen in der rohen Süsskartoffel nur 3 g als Zucker vor, der Rest ist Stärke.

Nährstoffgehalte in Prozent:
Kohlenhydrate (Stärke) 24,1 % (davon ca 3% Zucker)
Protein 1,6 %
Fett 0,6 %
Ballaststoffe 3,1 %
Wasser 68,9 %
Energie 111,0 kcal

Der richtig süsse Geschmack entsteht erst beim Garen der Süsskartoffel, denn dann wird weitere Stärke in Zucker umgewandelt. Aufgrund des höheren Stärke- und Zuckergehalts hat eine Süsskartoffel natürlich auch mehr Kalorien als Kartoffeln (73 kcal pro 100g). (GB, LID, BZfE, KochWiki, naehrwertrechner.de, plantura.garden)
(gb)

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