Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 18. Januar 2026
News, Tipps, …
Druckansicht19.04.2025
NEWS: Bund legt Ernährungsstrategie 2025-2032 fest

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat die Ernährungsstrategie 2025-2032 auf der Basis der Evaluierung der vorangegangenen Strategie 2017-2024 erarbeitet. Im Zentrum steht, zur Vorbeugung nichtübertragbarer Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs beizutragen.

Gleichzeitig fördert die neue Ernährungsstrategie die Nachhaltigkeit des Ernährungssystems. Sie führt die in der Strategie 2017-2024 eingeschlagenen Stossrichtungen fort, ist aber noch breiter abgestützt. So baut sie neben der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) auch auf der Klimastrategie der Schweiz 2050 auf. Diese ganzheitliche Perspektive verbreitert ihre Wirksamkeit.

In der Schweiz sind rund 2,2 Millionen Menschen von einer nichtübertragbaren Krankheit betroffen, Tendenz steigend. Eine ausgewogene Ernährung sowie Bewegung und Normalgewicht tragen massgeblich zur Prävention von Krankheiten wie Diabetes bei. Die Schweizer Bevölkerung ernährt sich jedoch unausgewogen: Auf dem Speiseplan stehen zu viel Süsses, Salziges und Fettiges und zu wenig Früchte, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Das hat Folgen: Rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 43 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz sind übergewichtig oder fettleibig. Gleichzeitig belastet unsere Ernährungsweise die Umwelt, insbesondere durch weggeworfene Lebensmittel, den so genannten Food Waste. Die Schweiz produziert davon jährlich rund 2,8 Millionen Tonnen.

Die Ernährungsstrategie 2025-2032 fördert sowohl die Gesundheit der Bevölkerung wie auch die Nachhaltigkeit der Ernährung in vier Handlungsfeldern:

1. Information und Bildung

Der die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit versteht, kann eine bewusste Lebensmittelwahl treffen. Deshalb wird der Bund das Wissen von Kindern und Erwachsenen über Ernährung in den kommenden Jahren weiter stärken. Massnahmen für eine gesunde Ernährungsweise, dazu gehört zum Beispiel die weitere Bekanntmachung der Schweizer Ernährungsempfehlungen, werden ebenso gefördert wie solche für mehr Bewegung. Der Bund arbeitet dafür mit den Kantonen und anderen Akteuren wie Ernährungsberatungen zusammen.

2. Ernährungsumfeld und Rahmenbedingungen

Faktoren wie die Zusammensetzung von Lebensmitteln, Werbung oder das Lebensmittelangebot beeinflussen das Essverhalten. Die Verantwortung für ein gesundheitsförderndes und umweltfreundliches Ernährungsumfeld tragen Politik, Wirtschaft und private Organisationen gleichermassen. Gemeinsam mit diesen Akteuren soll der Zucker- und Salzgehalt in Lebensmitteln weiter reduziert werden. Kinder sollen Werbung für zu süsse, salzige und fettige Produkte künftig weniger stark ausgesetzt sein. In der Gemeinschaftsgastronomie an Schulen und Unternehmen sollen gesundheitsfördernde und nachhaltige Standards etabliert werden. Auch die Reduktion der Lebensmittelverschwendung ist Teil dieses Handlungsfelds.

3. Koordination und Kooperation

Die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Städten soll ausgebaut werden. Mit internationalen Institutionen arbeitet die Schweiz weiterhin zusammen. Dazu gehören etwa die Weltgesundheitsorganisation oder die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA.

4. Monitoring und Forschung

Eine wirkungsvolle, zeitgemässe Ernährungsstrategie basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen. Der Bund wird weitere Daten in den Bereichen Ernährung und Lebensmittel erheben und diese der Forschung und Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Ein Schwerpunkt liegt auf der nationalen Erhebung «menuCH», die das Ernährungsverhalten von Erwachsenen und Kindern abbildet.

Zur Umsetzung der Ernährungsstrategie erarbeitet das BLV bis Ende 2025 einen Aktionsplan mit Massnahmen und messbaren Zielen in den vier Handlungsfeldern. (Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
17.01.2026
dKOMMENTAR: Gibt es gesunde Zuckeralternativen und Süssstoffe?
16.01.2026
d FORSCHUNG: Geheimnisse des Schneidens weicher Materialien
12.01.2026
dWISSEN: Kichererbse – proteinreich aber giftig wenn roh
09.01.2026
dTIPP: Mango gekonnt schälen und schneiden
07.01.2026
dNEWS: Coop verzeichnet Umsatzrekord im 2025
06.01.2026dFORSCHUNG: Lebensmittelverteuerung schadet Gesundheit von Kindern
02.01.2026dTIPP: Dreikönigskuchen do it yourself
30.12.2025dNEWS: Kinderwerbung für Ungesundes reduzieren - Selbstverpflichtung der Branche
29.12.2025dFORSCHUNG: Wie gesund sind Paranüsse wirklich?
26.12.2025dWISSEN: aromatische und farblich attraktive Kiwi
22.12.2025dSAISON: vitaminreicher Rotkohl
21.12.2025dTIPP: Deutsche Nährwerttabellen jetzt lizenzfrei
18.12.2025dTIPPS: Bei Kaki auf Reifegrad achten
17.12.2025dFORSCHUNG: Pilz verarbeitet Karottenreste zu schmackhaftem Protein
14.12.2025dKOMMENTAR: WHO auf dem Holzweg bei absoluter Alkoholwarnung
12.12.2025dWissen: Vitaminreicher Rosenkohl
09.12.2025dTIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker
03.12.2025dKOMMENTAR: Hochverarbeitete Produkte vs. Unausgewogene Ernährung
30.11.2025dSAISON: Schwarzwurzel, eine Winterrarität
28.11.2025dTREND: Alkoholfreie und Craft-Biere legen zu
25.11.2025dNEWS: Tasse Kaffee wird nochmals teurer
20.11.2025dNEWS: Markus Roten ist «Metzger des Jahres 2025»
18.11.2025dTIPP: Halbdörrfrüchte als natürliches Süssungsmittel
16.11.2025dWISSEN: Süsse Vielfalt der Birnen
14.11.2025d NEWS: Schweiz triumphiert an World Cheese Awards
12.11.2025dNEWS: Barry Callebaut setzt auf kakaofreie Schokolade
07.11.2025dSAISON: Kardy – Gemüse-Geheimtipp aus der Westschweiz
04.11.2025dTIPP: Igeho-Messe 15.-19.11.2025 in Basel
03.11.2025dFORSCHUNG: Herkunft kann über Umweltfreundlichkeit täuschen
29.10.2025dWISSEN: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland