Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 18. Januar 2026
News, Tipps, …
Druckansicht23.10.2024
WISSEN: Maniok und Yamswurzel richtig verarbeiten



Maniok (Bild) und Yamswurzel sind in tropischen Ländern ähnlich beliebt, wie bei uns die Kartoffel. Aber wie unterscheiden sich die stärkereichen Knollen?


Maniok, auch Cassava oder Yuca genannt, hat seine Heimat in Brasilien. Die Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse wird aber auch in den Tropen Westafrikas und Asiens angebaut. Im Vergleich zur Kartoffel sind die bräunlich gefärbten Wurzelknollen deutlich grösser. Vor der Zubereitung werden sie geschält und vom harten Strang im Zentrum befreit. Da alle Pflanzenteile giftige Blausäureglykoside enthalten, darf Maniok nur gut durcherhitzt verzehrt werden.

Dagegen ist die Yamwurzel (Bild) die Wurzelknolle einer subtropischen Kletterpflanze. Es gibt verschiedene Arten, von denen einige ursprünglich aus Asien und andere aus Afrika stammen. Die Knollen können länglich oder rundlich wie eine Keule geformt sein. Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch weiss, gelb, rosa oder lila gefärbt.

Maniok hat kaum Eigenaroma, während Yams eine süssliche oder leicht bittere Note in das Essen bringt. Auch in den Inhaltsstoffen gibt es Unterschiede: Maniok (130-160 kcal pro 100 g) und Yams (112 kcal) sind energiereicher als die Kartoffel (73 kcal). Der Ballaststoffgehalt ist in der Yamswurzel am höchsten, während Maniok deutlich mehr Vitamin C (30 mg) als Kartoffel (17 mg) und Yamswurzel (10 mg) aufweist. Weitere positive Inhaltsstoffe der Knollen sind unter anderem B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium.

In der westlichen Küche können die stärkereichen Knollen ähnlich wie die Kartoffel genutzt werden – etwa im Auflauf oder als Einlage für Suppen und Eintöpfe. Für cremige Pürees und Desserts bietet sich die mehlige Yamswurzel an. In Afrika ist „Fufu“ ein traditionelles Gericht, das aus Maniok oder Yams und Kochbanane zubereitet und üblicherweise mit den Händen gegessen wird: eine Portion abzupfen, zu einer Kugel formen und in Eintopf oder Sauce tunken.

Da Maniok nicht gut lagerfähig ist, werden die Knollen häufig zu Mehl („Farinha“) verarbeitet. Es eignet sich als glutenfreie Alternative zu Weizenmehl in Brot, Kuchen und Plätzchen. Als Nebenprodukt der Mehlherstellung fällt Stärke („Tapioka“) an, die zum Andicken von Pudding und Saucen oder für die Perlen im Bubble Tea verwendet wird.

Maniok und Yamswurzel gibt es ganzjährig zu kaufen. Achten Sie auf feste Knollen mit einer glatten Schale, die keine Faulstellen aufweisen. Yamswurzel kann ähnlich wie die Kartoffel kühl und dunkel mehrere Wochen lang gelagert werden, während Maniok sich im Kühlschrank rund zwei Wochen lang hält. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
17.01.2026
dKOMMENTAR: Gibt es gesunde Zuckeralternativen und Süssstoffe?
16.01.2026
d FORSCHUNG: Geheimnisse des Schneidens weicher Materialien
12.01.2026
dWISSEN: Kichererbse – proteinreich aber giftig wenn roh
09.01.2026
dTIPP: Mango gekonnt schälen und schneiden
07.01.2026
dNEWS: Coop verzeichnet Umsatzrekord im 2025
06.01.2026dFORSCHUNG: Lebensmittelverteuerung schadet Gesundheit von Kindern
02.01.2026dTIPP: Dreikönigskuchen do it yourself
30.12.2025dNEWS: Kinderwerbung für Ungesundes reduzieren - Selbstverpflichtung der Branche
29.12.2025dFORSCHUNG: Wie gesund sind Paranüsse wirklich?
26.12.2025dWISSEN: aromatische und farblich attraktive Kiwi
22.12.2025dSAISON: vitaminreicher Rotkohl
21.12.2025dTIPP: Deutsche Nährwerttabellen jetzt lizenzfrei
18.12.2025dTIPPS: Bei Kaki auf Reifegrad achten
17.12.2025dFORSCHUNG: Pilz verarbeitet Karottenreste zu schmackhaftem Protein
14.12.2025dKOMMENTAR: WHO auf dem Holzweg bei absoluter Alkoholwarnung
12.12.2025dWissen: Vitaminreicher Rosenkohl
09.12.2025dTIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker
03.12.2025dKOMMENTAR: Hochverarbeitete Produkte vs. Unausgewogene Ernährung
30.11.2025dSAISON: Schwarzwurzel, eine Winterrarität
28.11.2025dTREND: Alkoholfreie und Craft-Biere legen zu
25.11.2025dNEWS: Tasse Kaffee wird nochmals teurer
20.11.2025dNEWS: Markus Roten ist «Metzger des Jahres 2025»
18.11.2025dTIPP: Halbdörrfrüchte als natürliches Süssungsmittel
16.11.2025dWISSEN: Süsse Vielfalt der Birnen
14.11.2025d NEWS: Schweiz triumphiert an World Cheese Awards
12.11.2025dNEWS: Barry Callebaut setzt auf kakaofreie Schokolade
07.11.2025dSAISON: Kardy – Gemüse-Geheimtipp aus der Westschweiz
04.11.2025dTIPP: Igeho-Messe 15.-19.11.2025 in Basel
03.11.2025dFORSCHUNG: Herkunft kann über Umweltfreundlichkeit täuschen
29.10.2025dWISSEN: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland