Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 25. Mai 2024
Tipp
19.05.2024
SÜFFA-Messe 2024 mit frischen Ideen am Start

Neues und Bewährtes, immer „100 Prozent saustark”: Die 27. Ausgabe der Stuttgarter Metzgerei-Fachmesse ist Branchentreff, Wissensbörse und Event: 28.-30.9.2024


Die besten Events
ab 2024



Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



News, Tipps, …
Druckansicht09.08.2023
TIPP: Medizinisches Kochbuch zur mediterranen Ernährung

Das kürzlich erschienene Buch „Mediterrane Ernährung“ verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse der Universität Hohenheim mit leckeren Rezepten zur wohl gesündesten Ernährung der Welt. Hohenheimer Forscher belegen die gesundheitlichen Vorteile der mediterranen Ernährung

Die mediterrane Küche gilt als gesündeste Ernährung der Welt. Dass sie tatsächlich eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzt, haben Dr. Benjamin Seethaler und Prof. Dr. Stephan C. Bischoff von der Universität Hohenheim in Stuttgart in ihren Studien nachgewiesen. In einem populärwissenschaftlichen Ratgeber erklären sie jetzt, welche vorbeugende und heilende Kraft die Ernährungsweise hat – ebenso leicht verdaulich wie die wissenschaftlich fundierten Rezepte im Buch.

Wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in der eigenen Küche umsetzen: Das Buch „Mediterrane Ernährung“ ist der Auftakt der neuen Reihe Medical Cooking vom TRIAS-Verlag, einem Thieme Tochter-Verlag. Im ersten Teil des Buchs liefern Dr. Benjamin Seethaler und Prof. Dr. Stephan C. Bischoff vom Fachgebiet Ernährungsmedizin & Prävention der Universität Hohenheim wissenschaftliche Erkenntnisse zur mediterranen Ernährung. Im zweiten Teil folgen 110 Rezepte, die von der Ökotrophologin Bettina Snowdon extra für dieses Buch entwickelt wurden.

„Die Kombination ist ein wahres Erfolgsrezept“, so Prof. Bischoff. „Die Leser:innen erfahren, wie sie ganz konkret etwas für ihre Gesundheit machen können. Die mediterrane Ernährung schmeckt gut und ist einfach und langfristig umzusetzen.“

„In unseren Studien konnten wir nachweisen, dass eine mediterrane Ernährung zu besseren Blutwerten und einer verbesserten Magen-Darm-Gesundheit führt“, erklärt Dr. Benjamin Seethaler. Er hat die positiven gesundheitlichen Effekte der Mittelmeerküche im Rahmen seiner Promotion in Hohenheim erforscht. Die Erkenntnis: Eine mediterrane Ernährung schützt aktiv vor Herzinfarkt, Arteriosklerose, Krebs und Diabetes.

Für das erste deutschsprachige populärwissenschaftliche Buch zu diesem Thema haben die Wissenschaftler der Universität Hohenheim ihre Erkenntnisse leicht verständlich aufbereitet: Sie geben einen spannenden Einblick tief in den Körper und erklären, wie sich die Ernährung auf den Blutdruck, den Fettstoffwechsel, die Blutgefäße und als Schutz vor Krebsentstehung auswirkt.

„Mit dem Buch zeigen wir, dass man durch die Ernährung effektiv die eigene Gesundheit verbessern kann“, betont der Arzt Prof. Bischoff. Für die Praxis hält das Buch über 100 Rezepte bereit, die aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt wurden. „Kurzfristige Diät- und Ernährungstrends haben in aller Regel keinen gesundheitlichen Mehrwert. Damit ein Ernährungs- und Lebensstil gesundheitsfördernd wirkt, muss man langfristig am Ball bleiben. Aber wenn’s – wie bei der mediterranen Ernährung - schmeckt, fällt das leicht“, so Bischoff.

Leckere Rezepte für gesunden Lebensstil

Ein Vorteil der mediterranen Küche: Sie ist so vielfältig, dass für jeden etwas dabei ist. „Die mediterrane Ernährung hat viele unterschiedliche Facetten und ist für Menschen jeden Alters, jeder sportlichen Aktivität und jeder Ernährungsform geeignet“, sagt Dr. Seethaler. Welche Lebensmittel zur mediterranen Ernährung gehören, listen die Forscher übersichtlich im ersten Teil des Buchs auf. Mit Hilfe anschaulicher Ernährungs-Pyramiden können sie die Leser:innen nach eigenem Geschmack kombinieren – und direkt nachkochen.

Gefülltes Omelette, Paella oder Walnuss-Aufstrich: In engem Austausch mit den Wissenschaftlern hat die Rezept-Entwicklerin Bettina Snowdon praktische Gerichte für den Alltag kreiert. Dass die Rezepte schmecken, kann Dr. Seethaler bestätigen: Er hat einige der Rezepte bereits selbst getestet. „Wenn ich ein Rezept empfehlen darf, dann auf jeden Fall den Bohnen-Walnuss-Aufstrich“, so der Forscher.

Ausblick: Mikroalgen statt Fisch

Die Forschenden der Universität Hohenheim beschäftigt außerdem, wie man die Ernährungsweise künftig noch nachhaltiger gestalten kann. Denn wegen der gesunden Omega-3-Fettsäuren spielt Fisch eine wichtige Rolle in der mediterranen Küche. „Fische enthalten diese gesundheitsfördernden Fettsäuren, da sie sich zum Teil von Mikroalgen ernähren, die eben diese enthalten“, erklärt Dr. Seethaler. Die Überlegung der Forschenden ist nun: Können Menschen auch direkt von den Mikroalgen profitieren, ohne Fisch „als Zwischenstation der Omega-3-Fettsäuren“ zu verzehren?

„Aus ernährungsmedizinischer Sicht erscheint es sehr vernünftig, den Speiseplan um Mikroalgen zu erweitern, die in kontrollierten Bedingungen wachsen und dadurch praktisch frei von Schadstoffen sind. Aber vor allem unter Nachhaltigkeits-Aspekten ist es Vorteilhafter, Algen in Aquakultur zu züchten als Fische“, so die schnelle Antwort von Prof. Dr. Bischoff. (Universität Hohenheim)

Mediterrane Ernährung
Aktiver Schutz vor Herzinfarkt, Arteriosklerose, Krebs und Diabetes.
Mit 110 Rezepten
Von Benjamin Seethaler, Stephan C. Bischoff, Bettina Snowdon
Trias-Verlag
ISBN: 9783432116853
https://shop.thieme.de/Mediterrane-Ernaehrung/9783432116853

Stichwort: .Ernährung:
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
24.05.2024
dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024
dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
20.05.2024
dWISSEN: Die wichtigsten Hefearten
16.05.2024
dNEWS: Damian Müller wird Präsident des Fleischfachverbandes
14.05.2024
dNEWS: Bioproduktion liegt auch 2023 im Trend
13.05.2024dTIPP: Selbstgebackenes Brot vom Grill
12.05.2024dKOMMENTAR: wichtigste aktuelle Themen und Trends der Ernährung
09.05.2024dWISSEN: Warum Vollkorn gesund ist – nicht nur Brot
07.05.2024dTIPP: Solanin in Kartoffeln, Tomaten und Auberginen vermeiden
06.05.2024dKOMMENTAR: Laborfleisch künftig vom Bauernhof?
02.05.2024dFORSCHUNG: Ernährungs- und Klimainfos beeinflussen Fleischkonsum kaum
30.04.2024dTIPP: Liebstöckel – verkanntes Küchenkraut
29.04.2024dWISSEN: Biersorten und ihre Herstellung
28.04.2024dKOMMENTAR: Wie (un)gesund sind hochverarbeitete Bioprodukte?
25.04.2024dNEWS: Bio Suisse mit Rekordumsatz im 2023
23.04.2024dTIPPS: Gesunde Kost mit weniger Fleisch
22.04.2024dWISSEN: Korianderblatt – eigenwilliges Küchenkraut
21.04.2024dNEWS: Weinkonsum sinkt aber Schweizer Weine legen zu
18.04.2024dKOMMENTAR: Umstrittene WHO-Empfehlung zur Fettaufnahme
16.04.2024dTIPP: Käserinde essen - nicht nur Geschmacksfrage
15.04.2024dFORSCHUNG: Nutri-Score beeinflusst Kaufverhalten
14.04.2024dNEWS: Bundesrat empfiehlt Ablehnung der Stopfleber-Initiative
10.04.2024dWISSEN: Vanillin feiert heute 150 Jahre
09.04.2024dNEWS: Mit KI entwickelte Biere schneiden besser ab
08.04.2024dKOMMENTAR: Warum Food-Innovationen so lange brauchen
07.04.2024dTIPP: Hype um unnötige, teure High-Protein-Produkte
04.04.2024dNEWS: Prämierte innovative Neuheiten der Anuga FoodTec 2024 
02.04.2024dFORSCHUNG: Neuartiger elektronischer Sensor erkennt Mikroben
01.04.2024dTREND: Mehr Frischkäse-Konsum, Halbhartkäse abnehmend
31.03.2024dTIPP: Kaninchen-Kochtipps von Spitzenköchen
Ecke für Profis
23.05.2024
.CONFISERIE: Schokolade mit vollem Kakaofruchtgehalt entwickelt

Die ETH hat eine Schokolade aus der ganzen Kakaofrucht entwickelt, die nachhaltiger und nährstoffreicher ist. Dank Kakaogelee statt Kristallzucker wird der Gesundheitswert verbessert.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland