Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 28. Mai 2024
Tipp
19.05.2024
SÜFFA-Messe 2024 mit frischen Ideen am Start

Neues und Bewährtes, immer „100 Prozent saustark”: Die 27. Ausgabe der Stuttgarter Metzgerei-Fachmesse ist Branchentreff, Wissensbörse und Event: 28.-30.9.2024

FOKUS SÜSSWAREN
Die letzten Beiträge:

Schokolade mit vollem Kakaofruchtgehalt entwickelt

Schweizer Zuckerwaren boomen im Export

Trends und Top-Innovationen der ISM 2024

Comeback der Bonbon-Kunst


* * * * * * *

Die besten Events
ab 2024



Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



News, Tipps, …
Druckansicht23.04.2023
KOMMENTAR: Gentechnik im Biolandbau weiterhin «No-Go»

Neue Züchtungsverfahren können zu Lösung beitragen – einfach nicht für Bio Bio Suisse stellt sich kategorisch gegen Gentechnik und hat eine entsprechende Resolution verabschiedet. Präsident Urs Brändli schliesst allerdings nicht aus, dass neue Züchtungsmethoden wie Genomeditierung in der konventionellen Landwirtschaft dereinst risikofrei eingesetzt werden könnten.

Bio Suisse hat kürzlich einen Richtungsentscheid gefällt: Auch die neuen gentechnischen Methoden haben keinen Platz auf Biohöfen. Die Versammlung verabschiedete eine Resolution, in welcher der Verband fordert, dass Schweizer Moratorium für gentechnisch veränderte Organismen in Landwirtschaft und Ernährung zu verlängern und die neuen Züchtungsverfahren wie CRISPR/Cas zu verbieten.

«Gentechnik und damit auch die neuen Züchtungstechnologien sind für den Biolandbau ein No-Go», führt Bio-Suisse-Präsident Urs Brändli aus. So laute ein Grundsatz des weltweiten Biolandbaus: Kein Eingriff in die Zelle. «Wir wollen nicht mit technischen Methoden Kreationen hervorbringen, von denen wir die Auswirkungen und Risiken noch nicht kennen», ergänzt er.

Allerdings wird in der Pflanzenzüchtung seit Jahrzehnten Strahlung und Chemie invasiv eingesetzt, um das Erbgut zu verändern. Und diese Art der Züchtung hat eine Vielzahl von Pflanzenzüchtungen hervorgebracht, die sowohl im konventionellen wie auch im Biolandbau eingesetzt werden. Steht dies nicht im Widerspruch zum Bio-Grundsatz, im Biolandbau keine zellveränderten Züchtungen zuzulassen? Es sei unbestritten, dass die heute eingesetzten Züchtungsmethoden den Zellkern auch veränderten, bekennt Urs Brändli. «Bei den bisherigen Methoden kennen wir aber die Auswirkungen und die haben bis jetzt noch nie zu Entwicklungen geführt, bei denen wir einsehen mussten, dass wir diese sofort stoppen müssen», meint der Bio-Suisse-Präsident weiter.

Biolandbau will alternative Lösungswege verfolgen

Es scheint also vor allem um noch nicht geklärte Risiken zu gehen. «Es kann sein, dass bei den neuen Züchtungsmethoden künftig genug Wissen vorhanden sein wird, um die Risiken als geprüft zu akzeptieren», räumt Urs Brändli ein. Das sei heute aber noch nicht der Fall. «Und für die Versprechungen der neuen Züchtungsmethoden – beispielsweise von trockenheitsresistenten Pflanzen – braucht’s Gentechnik nicht», ergänzt er. Dafür sei ein gesunder Boden die bessere Alternative als Gentechnik. Und bezüglich Pflanzenzüchtung brauche der Biolandbau nicht neue Technologien, sondern zusätzliche Mittel zur Erforschung neuer Sorten.

Damit die Landwirtschaft den Herausforderungen der Zukunft bestmöglich begegnen kann, braucht es aber dringend Lösungsansätze. Dass ist sich auch Bio Suisse durchaus bewusst: «Wir werden künftig alles brauchen, um die Weltbevölkerung zu ernähren», sagt Urs Brändli. Nicht jede Entwicklung, die sich allenfalls auch als nachhaltig herausstelle, müsse aber mit einem Bio-Stempel ausgezeichnet werden. (LID)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
28.05.2024
dTIPP: Food Festival Zürich 6.-16.6.2024
27.05.2024
dWISSEN: Chilischärfe vermutlich herzschonend aber kaum antibakteriell
26.05.2024
dTIPP: Eiweissbedarf pflanzlich decken mit den richtigen Kombinationen
24.05.2024
dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024
dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
20.05.2024dWISSEN: Die wichtigsten Hefearten
16.05.2024dNEWS: Damian Müller wird Präsident des Fleischfachverbandes
14.05.2024dNEWS: Bioproduktion liegt auch 2023 im Trend
13.05.2024dTIPP: Selbstgebackenes Brot vom Grill
12.05.2024dKOMMENTAR: wichtigste aktuelle Themen und Trends der Ernährung
09.05.2024dWISSEN: Warum Vollkorn gesund ist – nicht nur Brot
07.05.2024dTIPP: Solanin in Kartoffeln, Tomaten und Auberginen vermeiden
06.05.2024dKOMMENTAR: Laborfleisch künftig vom Bauernhof?
02.05.2024dFORSCHUNG: Ernährungs- und Klimainfos beeinflussen Fleischkonsum kaum
30.04.2024dTIPP: Liebstöckel – verkanntes Küchenkraut
29.04.2024dWISSEN: Biersorten und ihre Herstellung
28.04.2024dKOMMENTAR: Wie (un)gesund sind hochverarbeitete Bioprodukte?
25.04.2024dNEWS: Bio Suisse mit Rekordumsatz im 2023
23.04.2024dTIPPS: Gesunde Kost mit weniger Fleisch
22.04.2024dWISSEN: Korianderblatt – eigenwilliges Küchenkraut
21.04.2024dNEWS: Weinkonsum sinkt aber Schweizer Weine legen zu
18.04.2024dKOMMENTAR: Umstrittene WHO-Empfehlung zur Fettaufnahme
16.04.2024dTIPP: Käserinde essen - nicht nur Geschmacksfrage
15.04.2024dFORSCHUNG: Nutri-Score beeinflusst Kaufverhalten
14.04.2024dNEWS: Bundesrat empfiehlt Ablehnung der Stopfleber-Initiative
10.04.2024dWISSEN: Vanillin feiert heute 150 Jahre
09.04.2024dNEWS: Mit KI entwickelte Biere schneiden besser ab
08.04.2024dKOMMENTAR: Warum Food-Innovationen so lange brauchen
07.04.2024dTIPP: Hype um unnötige, teure High-Protein-Produkte
04.04.2024dNEWS: Prämierte innovative Neuheiten der Anuga FoodTec 2024 
Ecke für Profis
23.05.2024
.CONFISERIE: Schokolade mit vollem Kakaofruchtgehalt entwickelt

Die ETH hat eine Schokolade aus der ganzen Kakaofrucht entwickelt, die nachhaltiger und nährstoffreicher ist. Dank Kakaogelee statt Kristallzucker wird der Gesundheitswert verbessert.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland