Foodfachzeitung im Internet
Mittwoch, 19. Juni 2024
Tipp
19.05.2024
SÜFFA-Messe 2024 mit frischen Ideen am Start

Neues und Bewährtes, immer „100 Prozent saustark”: Die 27. Ausgabe der Stuttgarter Metzgerei-Fachmesse ist Branchentreff, Wissensbörse und Event: 28.-30.9.2024
News, Tipps, …
Druckansicht08.06.2021
TIPP: Proteinpräparate sind auch für Sportler meist unnötig

Sportler brauchen ausreichend Eiweiss, um leistungsfähig zu sein und optimal trainieren zu können. Die nötigen Mengen lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung gut erreichen. Eine Ergänzung durch Nährstoffpräparate ist in der Regel nicht notwendig, betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Eiweisse haben im menschlichen Körper viele Aufgaben. Sie sind Bausteine für Muskeln, Knochen, Sehnen und Bänder, aber auch am Zellstoff- und Energiestoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem beteiligt. Eine angepasste Proteinzufuhr kann den Trainingsprozess im Sport sinnvoll unterstützen. Wer maximal fünf Stunden pro Woche trainiert, 19 bis 65 Jahre alt und gesund ist, hat aber keinen erhöhten Proteinbedarf.

Es gilt der D-A-CH-Referenzwert für die empfohlene Proteinzufuhr von 0,8 g pro kg Körpergewicht pro Tag. Das heisst, dass ein Mensch mit 80 kg auf der Waage täglich 64 g Proteine benötigt. Das ist mit einer normalen Ernährung kein Problem. So haben eine nackte Portion Nudeln mit 200 g schon alleine 10 g Protein. Das Frühstück mit zwei Käsebroten landet bei etwa 20 bis 25 g Protein.

Für über 65-Jährige, die gesund und normalgewichtig sind, liegt der Schätzwert bei 1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag. Sportler, die mehr als fünf Stunden pro Woche aktiv sind, brauchen auch etwas mehr Eiweiss. Es wird eine Menge von 1,2 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen, die an Sportart, Ziel, Intensität und Umfang des Trainings angepasst werden sollte. Dabei darf die Zufuhr kurzfristig auch über dem Maximalwert liegen – etwa zu Beginn einer Krafttrainingsphase oder bei geplanter Gewichtsreduktion, um die Muskelmasse zu erhalten. Allerdings sollte zuvor die Nierenfunktion geprüft und auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung geachtet werden.

Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Proteins muss stimmen. Das Ziel ist, den Körper mit möglichst vielen essentiellen Aminosäuren zu versorgen. Ein hoher Anteil an pflanzlichen Eiweissen hat den Vorteil, dass meist weniger gesättigte Fettsäuren und mehr Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Vitamine zugeführt werden. Auch Energiegehalt, Fett- und Kohlenhydratanteil, der Gehalt an Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind zu beachten.

Sportlern wird geraten, verschiedene Proteinquellen im Speiseplan zu kombinieren – wie es bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung der Fall ist. Nährstoffpräparate sind nach Ansicht der DGE nur selten erforderlich, wenn zum Beispiel Lebensmittelunverträglichkeiten bestehen, eine geringe Energiezufuhr notwendig ist oder besonders intensive und neue Trainingsinhalte anstehen. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
18.06.2024
dFORSCHUNG: Mann-Frau-Unterschiede beim Fleischkonsum
17.06.2024
dTIPP: Erdbeeren zu pikanten Produkten verarbeiten
16.06.2024
dKOMMENTAR: Influencer werben für ungeeignete Kinderlebensmittel
13.06.2024
dTIPP: Spargeln und Rhabarber vor Saisonende einfrieren
11.06.2024
dFORSCHUNG: Bei Zöliakie macht Gluten den Darm zu durchlässig
10.06.2024dWISSEN: Wie ungesund sind Nitrate wirklich?
09.06.2024dFORSCHUNG: gesündere, nachhaltigere Schokolade entwickelt
06.06.2024dNEWS: Bäckerkrone 2024 geht an «Piraten-Bäckerei»
04.06.2024dTIPP: Wasserglacé, Sorbet, Frozen Joghurt - do it yourself
03.06.2024dTREND: Konsum von Schweine-Frischfleisch geht zurück
02.06.2024dTIPP: Auberginen mit Schale aber nicht roh essen
30.05.2024dNEWS: Schweizer Salzkonsum immer noch 75% zu hoch
28.05.2024dTIPP: Food Festival Zürich 6.-16.6.2024
27.05.2024dWISSEN: Chilischärfe vermutlich herzschonend aber kaum antibakteriell
26.05.2024dTIPP: Eiweissbedarf pflanzlich decken mit den richtigen Kombinationen
24.05.2024dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
20.05.2024dWISSEN: Die wichtigsten Hefearten
16.05.2024dNEWS: Damian Müller wird Präsident des Fleischfachverbandes
14.05.2024dNEWS: Bioproduktion liegt auch 2023 im Trend
13.05.2024dTIPP: Selbstgebackenes Brot vom Grill
12.05.2024dKOMMENTAR: wichtigste aktuelle Themen und Trends der Ernährung
09.05.2024dWISSEN: Warum Vollkorn gesund ist – nicht nur Brot
07.05.2024dTIPP: Solanin in Kartoffeln, Tomaten und Auberginen vermeiden
06.05.2024dKOMMENTAR: Laborfleisch künftig vom Bauernhof?
02.05.2024dFORSCHUNG: Ernährungs- und Klimainfos beeinflussen Fleischkonsum kaum
30.04.2024dTIPP: Liebstöckel – verkanntes Küchenkraut
29.04.2024dWISSEN: Biersorten und ihre Herstellung
28.04.2024dKOMMENTAR: Wie (un)gesund sind hochverarbeitete Bioprodukte?
25.04.2024dNEWS: Bio Suisse mit Rekordumsatz im 2023
Ecke für Profis
14.06.2024
.BÄCKEREI: Gluten – Freispruch für modernen Weizen

Eine neue Studie klärte, ob moderne Weizensorten mehr unerwünschtes immunreaktives Eiweiss enthalten als frühere. Überraschenderweise hat das Wetter beim Anbau mehr Einfluss als züchterische Veränderungen.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland