Foodfachzeitung im Internet
Donnerstag, 27. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
News, Tipps, …
Druckansicht20.12.2020
KOMMENTAR: «Tierschutz» fordert bessere Preise für Bauern

Geht's dem Bauern gut, geht's den Tieren gut - und umgekehrt. Wollen wir mehr Tierwohl in den Ställen, müssen den Landwirten die dafür erbrachten Mehrleistungen über Labelprämien und Direktzahlungen kostendeckend abgegolten werden. Das ist heute nicht der Fall, wie eine neue von Schweizer Tierschutz STS und IP-SUISSE in Auftrag gegebene Agroscope-Studie bestätigt.

In mehreren Studien im Rahmen der Kampagne «Absatzoffensive Labelfleisch und Eier» hat der Schweizer Tierschutz STS aufzeigen können, dass die Produzentenanteile an der Gesamtwertschöpfung bei Labelprodukten deutlich geringer sind als im konventionellen Sortiment und sich die landwirtschaftlichen Produzenten nicht proportional am Markterfolg beteiligen können. Die vorliegende Studie «Betriebszweiganalyse» von Agroscope - eine Auftragsstudie vom Schweizer Tierschutz STS und IP-SUISSE - zeigt darüber hinaus, dass Labelproduzenten in den Bereichen Rind- und Schweinefleisch ihre Kosten für Tierwohlmehrleistungen nicht decken können.

Anhand der Agroscope-Betriebszweiganalyse lässt sich im Rahmen einer detaillierten Vollkostenrechnung erstmals die monetäre Erfassung von Tierwohlleistungen, die über die Minimalforderungen der Tierschutzverordnung hinausgehen, aufzeigen. Ganz prekär sind die Ergebnisse bei der Rindfleisch-Labelproduktion. Gut ein Viertel der Aufwendungen für das Tierwohl werden nicht entschädigt (Studie basiert auf Preiszuschlag Label 0,55 CHF/kg Schlachtgewicht). Bei IP-Suisse Mastschweinebetrieben werden die Aufwendungen etwas besser gedeckt, aber auch hier nur zu rund 90 % (Studie basiert auf Preiszuschlag Label 0,275 CHF/kg Schlachtgewicht).

Tierwohlprämien sind zu erhöhen

Die Tierwohlprämie umfasst in der Regel zu rund zwei Dritteln die Labelprämie der Abnehmer und zu rund einem Drittel die Direktzahlungen vom Bund für die freiwilligen Tierwohlprogramme (BTS und RAUS). Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass die Labelprämie bei der Rindermast um knapp 60 %, bei der Schweinemast um 16 % erhöht werden müsste. Werden die Prämien nicht erhöht bzw. die für das Wohl der Tiere erbrachten Mehrleistungen nicht fair entschädigt, geht das zu Lasten der Tiere. Werden aufgrund der ungenügenden Abgeltung Direktkosten gesenkt, zum Beispiel weniger Stroh eingestreut, Arbeitszeit, auch in der Tierbetreuung reduziert, und langfristig nicht in tierfreundliche Ställe investiert, dann haben die Tiere darunter zu leiden.

Wenn der Bund seine Rolle in Richtung einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion wahrnehmen will, muss die Labelproduktion zusätzlich kräftig gefördert werden. Für die Produzenten soll nicht nur eine Kostendeckung resultieren, sondern mit einem zusätzlichen finanziellen Anreiz eine Besserstellung der Labelproduktion und damit insgesamt mehr Tierwohl erreicht werden. (Schweizer Tierschutz STS)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
26.01.2022
dTIPP: Frühlingsrollen selbst gemacht
25.01.2022
dFORSCHUNG: Länger leben dank Olivenöl?
24.01.2022
dNEWS: Vertical-Farming-Pilotanlage von Fenaco startet
23.01.2022
dTIPPS: Avocado richtig verarbeiten
19.01.2022
dNEWS: BIOFACH-Messe findet 2022 erst 26.- 29. Juli statt
18.01.2022dTIPPS: Immunsystem unterstützen mit angepasster Ernährung
17.01.2022dTREND: Schweizer Pilze auf Wachstumskurs
13.01.2022dTIPPS: Altbackenes Brot gekonnt aufbacken
12.01.2022dTIPP: vereinfachte Ernährungstipps bei Diabetes
11.01.2022dTIPPS: Zwiebeln sind auch eine funktionelle Zutat
10.01.2022dKOMMENTAR: Pflanzliche Fleischalternativen sind hoch verarbeitet
09.01.2022dTIPP: Comeback der Pastinake, Winterwurzel mit feiner Süsse
05.01.2022dFORSCHUNG: neuartige Cellulose-Schutzschicht für Früchte
04.01.2022dTREND: Online-Handel verdrängt Läden immer mehr
03.01.2022dKOMMENTAR: Werden Teigwaren teurer Luxus?
02.01.2022dTIPPS: Pilze richtig verarbeiten
29.12.2021dFORSCHUNG: Risiko-Wissen beeinflusst Fleischkonsum nicht
28.12.2021dFORSCHUNG: Mit Flavonoiden den Blutdruck senken
27.12.2021dTIPP: Mango küchenfertig machen
22.12.2021dTIPPS: Heisse Schokolade in kreativen Varianten
21.12.2021dNEWS: Welsche Saucisson Boutefas ist nun geschützt
20.12.2021dTIPP: Damit Fondue-chinoise-Fleisch nicht krank macht
18.12.2021dKOMMENTAR: 2G bringt Gastronomie zusätzlich in Bedrängnis
15.12.2021dNEWS: Nationalrat will mehr tun gegen Lebensmittelbetrug
14.12.2021dKOMMENTAR: doppelte Moral bei Zusatzstoffen
13.12.2021dSAISON: vielseitige Kastanien – Wissenswertes und Tipps
12.12.2021dNEWS: Töten männlicher Küken beenden dank Geschlechtsbestimmung im Ei
08.12.2021dFORSCHUNG: Fleischarme Kost hat viele Vorteile
06.12.2021dNEWS: Schweizer Café-Branche in grosser Not wegen Corona
02.12.2021dTIPP: Joghurt oder Sauermilch?
Ecke für Profis
21.01.2022
ERNÄHRUNG: Sind Stoffwechsel-Diäten seriös?

Es gibt weit über hundert Diäten, von wissenschaftlich fundierten über esotherische und wirkungslose bis hin zu riskanten. Und intensiv geforscht wird am Einfluss der genetischen Veranlagung auf den Stoffwechsel. Eine Standortbestimmung.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland