Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 28. Mai 2022
Tipp
18.04.2022
Bio Marché 2022 im Juni in Zofingen

Der Bio Marché ist das führende Schweizer Biofest und eine einmalige Mischung aus Markt, Festival und nationaler Bio-Plattform. Vom 17. bis 19. Juni 2022 in der Altstadt von Zofingen.
News, Tipps, …
Druckansicht05.02.2020
FORSCHUNG: viel tierisches Protein könnte Diabetes fördern

Wissenschaftler analysierten den Zusammenhang zwischen der Proteinzufuhr aus tierischen und pflanzlichen Quellen und der Insulinresistenz sowie dem Risiko für Prädiabetes und Typ-2-Diabetes. Sie zeigten, dass es wichtig ist, die Herkunft der Proteine zu definieren. Denn nur bei Proteinen aus tierischen Quellen, nicht aber bei Proteinen aus pflanzlichen Quellen, konnten sie negative Zusammenhänge sehen.

Eine hohe Proteinzufuhr stand in einigen wissenschaftlichen Studien im Zusammenhang mit einem höheren Risiko für Typ-2-Diabetes. Allerdings ist bis dato weitestgehend unklar, ob dieser Zusammenhang von der Art der Proteinquelle abhängt. Wissenschaftler untersuchten aus diesem Grund, ob die Proteinzufuhr über verschiedene Lebensmittel einen Einfluss auf die Insulinresistenz und das Risiko für Prädiabetes und Typ-2-Diabetes nimmt.

Die Wissenschaftler schlossen 6822 Personen im Alter von 45 Jahren oder älter in ihre Studie ein. Alle Teilnehmer litten zu Beginn der Studie nicht an Diabetes. Mithilfe von Verzehrshäufigkeitsfragebogen bestimmten die Wissenschaftler die Proteinzufuhr der Teilnehmer.

Fazit: Hohe Zufuhr von tierischem Protein aus Milch, Fleisch und Fisch stand mit Diabetesrisiko im Zusammenhang. Zwischen 1993 und 2014 erkrankten 643 Teilnehmer an Typ-2-Diabetes. Bei 931 Personen wurde Prädiabetes festgestellt. Nach Adjustierung für Lebensstilfaktoren, Ernährungsfaktoren und soziodemografischen Merkmalen war eine hohe Gesamtproteinzufuhr mit einem höheren HOMA-IR assoziiert ebenso wie mit einem höheren Risiko für Prädiabetes und Typ-2-Diabetes.

Die beobachteten Zusammenhänge konnten hauptsächlich auf die Zufuhr von tierischem Protein zurückgeführt werden. Fleisch, Fisch und Milchprodukte trugen in ähnlichem Ausmass zu den beobachten negativen Zusammenhängen bei. Eine Adjustierung für den Taillenumfang der Teilnehmer schwächte den Zusammenhang zwischen der Proteinzufuhr (gesamt und tierisches Protein) und dem HOMA-IR sowie dem Risiko für Prädiabetes ab. Der Zusammenhang blieb allerdings statistisch signifikant.

Pflanzliches Protein (gesamt) und Proteine aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse isoliert betrachtet standen mit keinem der untersuchten Outcomes in einem Zusammenhang. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass sich eine höhere Proteinzufuhr aus tierischen Quellen wie Fleisch, Fisch und Milchprodukten negativ auf die Insulinresistenz und das Risiko für Prädiabetes und Typ-2-Diabetes auswirken könnte.

Bei Proteinen aus pflanzlichen Quellen konnten keine negativen Effekte beobachtet werden. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, zwischen Proteinen aus tierischen und pflanzlichen Quellen zu differenzieren, wenn die Auswirkungen auf das Diabetesrisiko untersucht werden. Die hier präsentierten Ergebnisse zeigen, dass sich eine hohe Zufuhr von tierischem Protein bereits in frühen Stadien negativ auf das Typ-2-Diabetesrisiko auswirken könnte.

Autor: Chen Z, Franco OH, Lamballais S, Ikram MA, Schoufour JD, Muka T, Voortman T. Associations of specific dietary protein with longitudinal insulin resistance, prediabetes and type 2 diabetes: The Rotterdam Study. Clin Nutr. 2020 Jan;39(1):242-249. doi: 10.1016/j.clnu.2019.01.021. Epub 2019 Jan 31.
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
25.05.2022
dNEWS: Anteil an tierfreundlichem Labelfleisch geht zurück
24.05.2022
dForschung: Resveratrol im Rotwein ist Nervenmedizin
23.05.2022
dKOMMENTAR: Industrie senkt Fett, Zucker und Salz aber nicht überall
22.05.2022
dTIPPS: Gemüse richtig grillieren
18.05.2022
dFORSCHUNG: Nicht weniger produzieren sondern anders für mehr Nachhaltigkeit
17.05.2022dKOMMENTAR: Folgen von Adipositas werden unterschätzt
16.05.2022dNEWS: Aldi Suisse lanciert neues Bio-Label
11.05.2022dFORSCHUNG: Zucker kann Entzündungen fördern
10.05.2022dTIPPS und Wissenswertes über Kräuter
09.05.2022dFORSCHUNG: Fleischersatz aus Pilzkulturen bietet Ökologievorteile
08.05.2022dFORSCHUNG: Regionalprodukte erscheinen attraktiver als Bioprodukte
04.05.2022dTipps und Wissenswertes über den trendigen Ziegenkäse
03.05.2022dFORSCHUNG: Mehrheit würde Laborfleisch zumindest probieren
02.05.2022dKOMMENTAR: GDI fordert Aussteig aus konventioneller Fleischproduktion
01.05.2022dNEWS: Die offiziell besten Schweizer Biere
27.04.2022dKOMMENTAR: 75% weniger Fleisch aber kein Massen-Veganismus
26.04.2022dNEWS: Weinkonsum steigt nach Corona-Einbruch wieder
24.04.2022dFORSCHUNG: kalorianarme Diät stärkt Immunabwehr
20.04.2022dExperten-Tipps für Grillmarinaden
19.04.2022dKOMMENTAR: Bio allein kann die Welt nicht ernähren
13.04.2022dNEWS: Rekordkonsum von Eiern im 2021
12.04.2022dNEWS: Sablier Rooftop ist offiziell bestes Schweizer Restaurant 2022
11.04.2022dNEWS: Onlinehandel flacht ab ausser bei Food
10.04.2022dFORSCHUNG: Mit Hanf statt Hopfen nachhaltiges Bier brauen
06.04.2022dKOMMENTAR: Töten männlicher Legehennen-Küken, eine Gratwanderung
05.04.2022dTIPPS: Salatgurke auch gekocht, als Sauce oder Dessert
04.04.2022dNEWS: 2021 war wieder ein Käsekonsum-Rekordjahr
01.04.2022dKEIN APRILSCHERZ: Fondue-Roboter gibt es wirklich
30.03.2022dNEWS: Migros prosperierte weiter im 2021
29.03.2022dTIPP: Pak-Choi: Asia-Gemüse, auch roh essbar und zum grillieren
Ecke für Profis
27.05.2022
.TECHNOLOGIE: Roboter-Megatrend in der Fleischindustrie

Roboter in der Fleischindustrie sind noch nicht vergleichbar mit jenen in der Autoindustrie. Aber der Umstieg von Spezialmaschinen auf Industrieroboter ist in vollem Gange. Dennoch gibt es Vorbehalte.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland