Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 20. Januar 2026
News, Tipps, …
Druckansicht18.12.2025
TIPPS: Bei Kaki auf Reifegrad achten

In der kalten Jahreszeit bringt die Kaki Abwechslung auf den Obstteller. Ihr saftig-süsses Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Aprikose und Honigmelone mit einer zarten Vanillenote. Das exotische Obst schmeckt pur ebenso gut wie in Müesli, Joghurt oder Smoothies. In Gebäck, Kompott und Konfitüre lässt es sich wunderbar mit Zitrusfrüchten und Nüssen kombinieren.

Die Frucht vor dem Essen gründlich unter fliessendem Wasser waschen, halbieren und von Stielansatz und eventuell vorhandenen braunen oder matschigen Stellen befreien. Anschliessend wie eine Kiwi auslöffeln oder die dünne Schale abziehen und das Fruchtfleisch klein schneiden.

Ihr optimales Aroma entfalten sie erst voll ausgereift, wenn die Schale auf leichten Druck nachgibt und das saftige, weiche Fruchtfleisch glasig durchschimmert. Unreife, harte Früchte schmecken durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen (Tanninen) bitter-herb und hinterlassen ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge. Sie können bei Zimmertemperatur nachreifen, während reife Früchte sich gekühlt ein bis zwei Tage lang halten. Druckstellen möglichst vermeiden, da die empfindlichen Früchte dort schnell schimmeln können.

Neben der klassischen Kaki als Ursprungsfrucht mit verschiedenen Sorten, wie etwa „Tipo“, werden im Handel auch weitere Zuchtformen angeboten. Aus Spanien kommt unter dem Handelsnamen Persimon ® die Sorte „Rojo Brillante“. Sie hat einen geringeren Gerbstoffgehalt und ist sogar unreif geniessbar – wie ein Apfel, mit Schale und festerem Fruchtfleisch. Das gilt ebenso für die tomatenähnlich abgeplattete Sharonfrucht (z.B. die Sorte „Triumph“), die aus Israel stammt. Der Name geht auf das dortige Anbaugebiet, die Sharon-Ebene, zurück. Sie kommt auch aus Südafrika zu uns.

Kakis enthalten heute in der Regel keine schwarzen Kerne mehr, die früher vorkamen. Unabhängig von der Sorte enthält die Frucht reichlich Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und Phosphor, Carotinoide wie Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C, aber auch weitere wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole.

Ursprünglich stammt die Kaki (Diospyros kaki) aus Zentralchina. Die rot- bis gelb-orangen Beerenfrüchte wachsen an bis zu 15 Meter hohen Bäumen und sind an ihren vier grossen Kelchblättern am Stielansatz und einer dünnen, glatten und glänzenden Schale zu erkennen.

Kakis sind das ganze Jahr über erhältlich. Besonders empfehlenswert sind Bio-Früchte, die unter anderem ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln angebaut werden. Von Oktober bis Dezember kommen die exotischen Früchte vor allem aus den europäischen Ländern Spanien und Italien. Israel liefert von Oktober bis Anfang März Sharonfrüchte. Im Frühjahr und Sommer werden Kakis meist aus Übersee eingeführt. Dann haben sie aufgrund der langen Transportwege eine deutlich schlechtere CO2-Bilanz. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
17.01.2026
dKOMMENTAR: Gibt es gesunde Zuckeralternativen und Süssstoffe?
16.01.2026
d FORSCHUNG: Geheimnisse des Schneidens weicher Materialien
12.01.2026
dWISSEN: Kichererbse – proteinreich aber giftig wenn roh
09.01.2026
dTIPP: Mango gekonnt schälen und schneiden
07.01.2026
dNEWS: Coop verzeichnet Umsatzrekord im 2025
06.01.2026dFORSCHUNG: Lebensmittelverteuerung schadet Gesundheit von Kindern
02.01.2026dTIPP: Dreikönigskuchen do it yourself
30.12.2025dNEWS: Kinderwerbung für Ungesundes reduzieren - Selbstverpflichtung der Branche
29.12.2025dFORSCHUNG: Wie gesund sind Paranüsse wirklich?
26.12.2025dWISSEN: aromatische und farblich attraktive Kiwi
22.12.2025dSAISON: vitaminreicher Rotkohl
21.12.2025dTIPP: Deutsche Nährwerttabellen jetzt lizenzfrei
18.12.2025dTIPPS: Bei Kaki auf Reifegrad achten
17.12.2025dFORSCHUNG: Pilz verarbeitet Karottenreste zu schmackhaftem Protein
14.12.2025dKOMMENTAR: WHO auf dem Holzweg bei absoluter Alkoholwarnung
12.12.2025dWissen: Vitaminreicher Rosenkohl
09.12.2025dTIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker
03.12.2025dKOMMENTAR: Hochverarbeitete Produkte vs. Unausgewogene Ernährung
30.11.2025dSAISON: Schwarzwurzel, eine Winterrarität
28.11.2025dTREND: Alkoholfreie und Craft-Biere legen zu
25.11.2025dNEWS: Tasse Kaffee wird nochmals teurer
20.11.2025dNEWS: Markus Roten ist «Metzger des Jahres 2025»
18.11.2025dTIPP: Halbdörrfrüchte als natürliches Süssungsmittel
16.11.2025dWISSEN: Süsse Vielfalt der Birnen
14.11.2025d NEWS: Schweiz triumphiert an World Cheese Awards
12.11.2025dNEWS: Barry Callebaut setzt auf kakaofreie Schokolade
07.11.2025dSAISON: Kardy – Gemüse-Geheimtipp aus der Westschweiz
04.11.2025dTIPP: Igeho-Messe 15.-19.11.2025 in Basel
03.11.2025dFORSCHUNG: Herkunft kann über Umweltfreundlichkeit täuschen
29.10.2025dWISSEN: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland