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SAISON: Hagebutte richtig verarbeiten

Sauer und zugleich fruchtig-süss – so schmeckt die Hagebutte, die zwischen September und November reift und bis ins Frühjahr des Folgejahres geerntet werden kann. Es sind ungiftige Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten. Besonders häufig findet man bei uns die Früchte der Hundsrose (Rosa canina). Ihre Blüten öffnen sich meist im Juni und verströmen einen intensiven, markanten Duft. Sobald die Früchte reif sind, leuchten sie in kräftigem Rot, lassen sich leicht pflücken und geben bei sanftem Druck etwas nach. Wichtig ist, Hagebutten rasch zu verarbeiten, denn sie werden schnell weich oder runzlig.

Besonders beliebt ist die Hagebutte als Tee oder Aufguss. Dank ihres hohen Gehalts an Vitamin C, Pflanzensäuren und Pektinen wirken diese nicht nur erfrischend, sondern auch leicht harntreibend und abführend – eine bewährte Unterstützung bei Blasen- und Nierenbeschwerden sowie bei Erkältungen.

Auch in der Küche hat die Frucht ihren festen Platz: Aus ihr lassen sich aromatische Konfitüren und Mus zubereiten, sie passt hervorragend zu Wildgerichten und wird in Schweden sogar als süsse Hagebuttensuppe serviert. Auch zu Hagebuttenessig, Hagebuttensenf oder Hagebuttenpulver lassen sich viele Rezepte finden.

Wer die Hagebutte roh geniessen möchte, sollte die im Inneren enthaltenen Nüsschen entfernen. Diese sind von feinen Härchen umgeben, die Juckreiz verursachen können. Die Samen lassen sich jedoch zu Hagebuttenkernöl verarbeiten, das in Hautpflegeprodukten Anwendung findet.

Das Fruchtfleisch der Hagebutte entsteht aus dem fleischigen Blütenboden der Rose und überzeugt durch seinen hohen Vitamin-C-Gehalt, der an sonnigen, trockenen Tagen besonders ausgeprägt ist. Darüber hinaus liefert die Hagebutte wichtige B-Vitamine sowie die Pflanzenstoffe Beta-Carotin und Lycopin. Diese beiden sorgen nicht nur für die markante rote Farbe der Frucht, sondern wirken auch antioxidantisch. (LID)
(gb)

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