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TIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker


Der rot leuchtende Salat fällt schon farblich zwischen seinen grünen Kollegen auf. Er ist verwandt mit Chicorée und hat ein herb-bitteres Aroma. Einige kennen ihn vielleicht unter dem Namen Radicchio.


Meist bekannt ist Cicorino Rosso als dunkelroter Farbtupfer im Salat. Doch das knackige Blattgemüse ist weit mehr als nur ein Salat. Er kann vielfältig verwendet werden: Beispielsweise gegart im Risotto oder an Gnocchi. Aber auch gebraten oder gebacken, etwa mit Knoblauch und Parmesan oder Mozzarella verfeinert, erweitert der Cicorino Rosso unsere Küche. Beim Kochen verliert er seinen bitteren Geschmack.

Im Salat ergänzt er sich gut mit Äpfeln und Nüssen. Wenn man ihn eine Zeit lang in lauwarmes Wasser einlegt, schmeckt er nicht mehr bitter. Wobei gerade die Bitterstoffe besonders gesund sind. Cicorino Rosso enthält den Bitterstoff Lactucopikrin – früher Intybin genannt. Bitterstoffe haben eine anregende Wirkung auf Blutgefässe und regen die Verdauung und die Produktion von Gallensäften an. Seine rote Farbe verdankt der Cicorino Rosso den physiologisch wichtigen Anthocyanen. Ausserdem ist Cicorino Rosso reich an Eisen, Folsäure, Kalium sowie den Vitaminen A, B1, B2 und C.

Wie andere Salatsorten hält sich Cicorino Rosso am besten, wenn er in ein feuchtes Tuch eingewickelt wird. Zusätzlich im Kühlschrank verstaut, bleibt er erstaunlich lange frisch. Schweizer Cicorino Rosso hat von Juni bis Februar Saison – zwischen Dezember und Februar kommt er aus dem Lager.

Radicchio ist eine Kulturform der gemeinen Wegwarte. Sie gehört zur Pflanzengattung Cichorum, also zu den Zichoriengewächsen und zur Familie der Korbblütler. Zu ihnen gehören auch Zuckerhut, Endive, Chicorée – wobei Chicorée noch jünger ist als Endivie. Der Radicchio, wovon sich bei uns vor allem die Sortengruppe des runden roten und weissen Cicorino Rosso di Chioggia durchgestetzt hat, stammt ursprünglich aus Italien. In der Deutschschweiz wird Radicchio erst seit Mitte der 1980er-Jahre angebaut, als sich nordeuropäische Züchter aufgemacht haben, Sorten für den Anbau nördlich der Alpen anzubieten. (LID)
(gb)

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