Foodfachzeitung im Internet
Montag, 17. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
News, Tipps, …
Druckansicht06.07.2021
SAISON: Vielseitige Artischocke

Artischocken haben einen zartbitteren, leicht nussigen und manchmal sogar süsslichen Geschmack. Den Genuss der zarten Blätter und vor allem des sogenannten Artischockenbodens – auch Artischockenherz genannt – muss verdient sein. Eine Artischocke zuzubereiten ist nicht ganz einfach und braucht viel Fingerspitzengefühl mit dem Messer: Die äusseren Blätter der Artischockenknospe sind etwas zäh und das Innere, das auch als Heu bezeichnet wird, etwas faserig. Gutes Rüsten ist deshalb das A und O. Danach ist die Artischocke allerdings eines der vielseitigsten Gemüse überhaupt.

Artischocken sind appetitanregend, verdauungsfördernd und haben eine cholesterinsenkende Wirkung. Der in der Artischocke enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an und Artischockensaft wird auch heute noch als Naturheilmittel gegen Rheuma, Gallensteine und zu viel Harnsäure eingesetzt. Die Blätter werden in Säften, Tees, Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Daneben werden Artischocken auch zur Herstellung des italienischen Likörs Cynar verwendet.

Dünn aufgeschnitten mit frischen Kräutern und Käse schmeckt eine Artischocke sogar als Salat. Sie mundet aber auch pur mit einem Dip oder einer Vinaigrette, gekocht, gegrillt, gefüllt oder überbacken. Als Belag für die Pizza sowie zu Pasta eignen sich vor allem die Artischockenherzen. Diese eignen sich auch besonders gut zum Einlegen. Gegessen werden nur die Blütenköpfe der Artischocke – der essbare Anteil beträgt so höchstens ein Drittel. Die Blütenköpfe werden geerntet, wenn sie noch geschlossen sind und die äussersten Schuppen oder Blätter leicht abstehen. Verpasst man den Erntezeitpunkt, öffnet sich die Artischocke und blüht violett.

Die Artischocke ist eine distelartige Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die als Blütengemüse verzehrt wird. Sie gehört in der Schweiz allerdings auch nicht zum beliebtesten Gemüse. Pro Kopf werden pro Jahr nur rund 200 Gramm Artischocken verspeist – das Rüebli kommt im Vergleich auf fast 9 Kilogramm. Und das obwohl es viele Gründe gibt, häufiger Artischocken zu essen: Das Gemüse ist schmackhaft und sehr gesund: Artischockenblätter sind reich an Mineralien, Vitaminen und Antioxidantien. Schon im Römischen Reich und im antiken Griechenland war ausserdem die medizinische Wirkung der Artischocke bekannt und im Mittelalter war es eines der teuersten Heilmittel.

Der Ursprung der frostempfindlichen Artischocke liegt im Mittelmeerraum und bis heute wird das Blütengemüse vor allem rund ums Mittelmeer angebaut. Hauptanbaugebiete sind heute Italien, Spanien, Ägypten und Frankreich sowie die USA und Argentinien, welche die Artischocken nach Europa exportieren. In der Schweiz haben Artischocken zwischen Juli und Oktober Saison, sie werden hierzulande aber nur selten und in ganz kleiner Menge angebaut: Letztes Jahr wurden in der Schweiz zwei Tonnen Artischocken geerntet und rund 1’635 Tonnen importiert. (LID)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
13.01.2022
dTIPPS: Altbackenes Brot gekonnt aufbacken
12.01.2022
dTIPP: vereinfachte Ernährungstipps bei Diabetes
11.01.2022
dTIPPS: Zwiebeln sind auch eine funktionelle Zutat
10.01.2022
dKOMMENTAR: Pflanzliche Fleischalternativen sind hoch verarbeitet
09.01.2022
dTIPP: Comeback der Pastinake, Winterwurzel mit feiner Süsse
05.01.2022dFORSCHUNG: neuartige Cellulose-Schutzschicht für Früchte
04.01.2022dTREND: Online-Handel verdrängt Läden immer mehr
03.01.2022dKOMMENTAR: Werden Teigwaren teurer Luxus?
02.01.2022dTIPPS: Pilze richtig verarbeiten
29.12.2021dFORSCHUNG: Risiko-Wissen beeinflusst Fleischkonsum nicht
28.12.2021dFORSCHUNG: Mit Flavonoiden den Blutdruck senken
27.12.2021dTIPP: Mango küchenfertig machen
22.12.2021dTIPPS: Heisse Schokolade in kreativen Varianten
21.12.2021dNEWS: Welsche Saucisson Boutefas ist nun geschützt
20.12.2021dTIPP: Damit Fondue-chinoise-Fleisch nicht krank macht
18.12.2021dKOMMENTAR: 2G bringt Gastronomie zusätzlich in Bedrängnis
15.12.2021dNEWS: Nationalrat will mehr tun gegen Lebensmittelbetrug
14.12.2021dKOMMENTAR: doppelte Moral bei Zusatzstoffen
13.12.2021dSAISON: vielseitige Kastanien – Wissenswertes und Tipps
12.12.2021dNEWS: Töten männlicher Küken beenden dank Geschlechtsbestimmung im Ei
08.12.2021dFORSCHUNG: Fleischarme Kost hat viele Vorteile
06.12.2021dNEWS: Schweizer Café-Branche in grosser Not wegen Corona
02.12.2021dTIPP: Joghurt oder Sauermilch?
01.12.2021dTIPP: Wie frisch ist der Fisch?
30.11.2021dNEWS: Mit «MHD+» gegen Lebensmittelverschwendung
29.11.2021dKOMMENTAR: Weitere Corona-Massnahmen würde Gastronomie nicht verkraften
25.11.2021dKOMMENTAR: Tricks für fettarme Backwaren
25.11.2021dTIPP: Ungesunde Transfette vermeiden aber wie?
24.11.2021dNEWS: Lebensmittelbetrug mit molekularen Fingerabdrücken nachweisen
23.11.2021dKOMMENTAR: Übergewicht durch Gluten ist Fake news
Ecke für Profis
15.01.2022
.BÄCKEREI: Getreideproduzenten wollen von Brotverteuerung profitieren

Hohe Energie- und Rohstoffpreise verteuern aktuell Backwaren. Laut den Getreide-Produzenten hat die Getreideproduktion davon allerdings noch nichts gespürt und verlangt nun einen Anteil am Kuchen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland