Foodfachzeitung im Internet
Montag, 17. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
News, Tipps, …
Druckansicht11.05.2021
NEWS: Max Havelaar wächst trotz Corona

Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar erfreuen sich trotz Corona weiterhin grosser Beliebtheit. Der Umsatz stieg um 5.6% auf 860 Millionen Franken. Der Pro-Kopf-Konsum kletterte auf 99 Franken, was Weltrekord bedeutet! Davon profitierten Kleinbauern und Arbeiterinnen in Entwicklungsländern, die zusätzlich zu einem fairen Preis über 12 Millionen Dollar an Fairtrade-Prämien erhielten. Auf dem Schweizer Markt baut Fairtrade Max Havelaar sein Angebot mit zusätzlichen Dienstleistungen weiter aus.

Das Ziel von einem jährlichen Pro-Kopf-Konsum von 100 Franken schien noch vor wenigen Jahren utopisch. Nun ist es zum Greifen nah: Letztes Jahr haben die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz durchschnittlich 99 Franken für Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar ausgegeben: Das ist Weltrekord! Zum Vergleich: In Deutschland und Österreich liegt der Pro-Kopf-Konsum von Fairtrade-Produkten bei umgerechnet 25 Franken resp. 48 Franken.

Insgesamt stieg im Jahr 2020 der Umsatz mit Fairtrade-Produkten um 5.6% auf rund 860 Millionen Franken. Über diese positive Entwicklung freut sich auch Renato Isella, Geschäftsleiter der Max Havelaar-Stiftung: «Ein solches Wachstum in diesen schwierigen Zeiten ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Für die Kleinbauern und Arbeiterinnen im globalen Süden bedeutet Fairtrade gerade jetzt eine enorm wichtige Grundlage für eine bessere Zukunft.»

Die Jahreszahlen der Max Havelaar-Stiftung sind stark geprägt von Corona. Einerseits hat die Pandemie hat bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu einem veränderten Einkaufsverhalten geführt. Während des Lockdowns erlebten nachhaltige Produkte einen wahren Boom. So nahm die Nachfrage nach Fairtrade-Produkten insbesondere im Detailhandel sowie in Online-Shops zu.

Zu Einbussen kam es hauptsächlich bei Blumen und Pflanzen aufgrund der verordneten Schliessung der Blumenläden im Frühling. Die Corona-bedingten Umsatzeinbussen in der Gastronomie haben sich für Fairtrade insbesondere beim Kaffee, Fruchtsaft und bei den Backwaren negativ ausgewirkt. Diesen Rückgang konnte das Plus im Detailhandel jedoch mehr als kompensieren. Besonders hervorzuheben sind Produkte für den Vorrat (wie Trockenfrüchte und Nüsse), aber auch frische Früchte und Genussprodukte (wie Biskuits oder Glace).

Mit Prämie und Hilfsfonds gegen die Krise

Die Pandemie hat die grosse Bedeutung der Fairtrade-Prämie bewiesen. Diese ist ein zusätzlicher Betrag zum Verkaufspreis, den die Produzentenorganisationen bei jedem Fairtrade-Verkauf erhalten und den sie in Projekte gemäss ihren Bedürfnissen zum Nutzen ihrer Kooperativen oder Gemeinden investieren. Wegen der Pandemie erlaubte Fairtrade, die Prämien als direkte Barauszahlungen an die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie für den Einkauf von Lebensmitteln zu nutzen. Durch Fairtrade-Verkäufe allein in der Schweiz wurden 12.2 Mio. Dollar an Prämien erwirtschaftet.

Insgesamt 15 Mio. Euro stellt Fairtrade zudem mit den beiden Corona-Hilfsfonds für Nothilfe und Resilienz zur Verfügung – Gelder aus Eigenmitteln des globalen Fairtrade Netzwerks und von externen Geldgebern, darunter das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Davon haben eine halbe Million Menschen in 900 Produzentenorganisationen aus rund 60 Ländern profitiert.

Weitere Dienstleistungen für Unternehmen

Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig Unterstützung vor Ort ist. Damit Unternehmen die Fairtrade-Kleinbauern und -Arbeiterinnen in Entwicklungsländern über die Zertifizierung hinaus stärken können, hat Fairtrade Max Havelaar die Angebotspalette erweitert. Dazu gehören Programme, Lieferketten-Dienstleistungen sowie ein ganzheitlicher Ansatz, um existenzsichernde Einkommen und Löhne zu ermöglichen.

So hat Coop in Zusammenarbeit mit Fairtrade Max Havelaar in wegweisenden Projekten in der Dominikanischen Republik bei Fairtrade-Bananenplantagen und in Ghana bei einer Kakao-Kooperative die Einkommen von Kleinbauern und Arbeiterinnen weiter angehoben. Damit wird die Lücke zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen weiter verkleinert.

Die wichtigsten Zahlen zu Fairtrade Max Havelaar im 2020 auf einen Blick:
●Umsatz mit Fairtrade-Produkten: 860 Mio. Franken
●Pro-Kopf-Konsum: 99 Franken
●Anzahl Fairtrade-Produkte: 3000
●Fairtrade-Prämie für Kleinbauern und Arbeiterinnen: 12.2 Mio. Dollar
Alle Angaben beziehen sich auf den Handel von Produkten mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar in der Schweiz

Max Havelaar in Kürze

Wer Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar kauft, ermöglicht Kleinbauernfamilien und Angestellten in Entwicklungsländern ein besseres Einkommen und gute Arbeitsbedingungen. Diese erhalten einen stabilen Preis und zusätzlich eine Fairtrade-Prämie sowie Beratung vor Ort. Einen Teil des Verkaufserlöses investieren sie in Projekte, die der ganzen Gemeinschaft zu Gute kommen – wie in den Bau von Brunnen, Schulen und Spitälern.

Gegründet wurde Fairtrade Max Havelaar 1992 von den Hilfswerken Brot für alle, Caritas, Fastenopfer, HEKS, Helvetas und Swissaid. Von Bananen aus Peru über Kaffee aus Äthiopien bis hin zu Reis aus Indien – heute gibt es in der Schweiz 3000 Produkte mit dem Label von Fairtrade Max Havelaar zu kaufen. Für alle diese Produkte gelten die strengen Fairtrade-Standards bezüglich Anbau, Arbeiterrechten, Verarbeitung und Handel. (Text: Max Havelaar)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
13.01.2022
dTIPPS: Altbackenes Brot gekonnt aufbacken
12.01.2022
dTIPP: vereinfachte Ernährungstipps bei Diabetes
11.01.2022
dTIPPS: Zwiebeln sind auch eine funktionelle Zutat
10.01.2022
dKOMMENTAR: Pflanzliche Fleischalternativen sind hoch verarbeitet
09.01.2022
dTIPP: Comeback der Pastinake, Winterwurzel mit feiner Süsse
05.01.2022dFORSCHUNG: neuartige Cellulose-Schutzschicht für Früchte
04.01.2022dTREND: Online-Handel verdrängt Läden immer mehr
03.01.2022dKOMMENTAR: Werden Teigwaren teurer Luxus?
02.01.2022dTIPPS: Pilze richtig verarbeiten
29.12.2021dFORSCHUNG: Risiko-Wissen beeinflusst Fleischkonsum nicht
28.12.2021dFORSCHUNG: Mit Flavonoiden den Blutdruck senken
27.12.2021dTIPP: Mango küchenfertig machen
22.12.2021dTIPPS: Heisse Schokolade in kreativen Varianten
21.12.2021dNEWS: Welsche Saucisson Boutefas ist nun geschützt
20.12.2021dTIPP: Damit Fondue-chinoise-Fleisch nicht krank macht
18.12.2021dKOMMENTAR: 2G bringt Gastronomie zusätzlich in Bedrängnis
15.12.2021dNEWS: Nationalrat will mehr tun gegen Lebensmittelbetrug
14.12.2021dKOMMENTAR: doppelte Moral bei Zusatzstoffen
13.12.2021dSAISON: vielseitige Kastanien – Wissenswertes und Tipps
12.12.2021dNEWS: Töten männlicher Küken beenden dank Geschlechtsbestimmung im Ei
08.12.2021dFORSCHUNG: Fleischarme Kost hat viele Vorteile
06.12.2021dNEWS: Schweizer Café-Branche in grosser Not wegen Corona
02.12.2021dTIPP: Joghurt oder Sauermilch?
01.12.2021dTIPP: Wie frisch ist der Fisch?
30.11.2021dNEWS: Mit «MHD+» gegen Lebensmittelverschwendung
29.11.2021dKOMMENTAR: Weitere Corona-Massnahmen würde Gastronomie nicht verkraften
25.11.2021dKOMMENTAR: Tricks für fettarme Backwaren
25.11.2021dTIPP: Ungesunde Transfette vermeiden aber wie?
24.11.2021dNEWS: Lebensmittelbetrug mit molekularen Fingerabdrücken nachweisen
23.11.2021dKOMMENTAR: Übergewicht durch Gluten ist Fake news
Ecke für Profis
15.01.2022
.BÄCKEREI: Getreideproduzenten wollen von Brotverteuerung profitieren

Hohe Energie- und Rohstoffpreise verteuern aktuell Backwaren. Laut den Getreide-Produzenten hat die Getreideproduktion davon allerdings noch nichts gespürt und verlangt nun einen Anteil am Kuchen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland