Foodfachzeitung im Internet
Montag, 4. Juli 2022
Tipp
18.04.2022
Bio Marché 2022 im Juni in Zofingen

Der Bio Marché ist das führende Schweizer Biofest und eine einmalige Mischung aus Markt, Festival und nationaler Bio-Plattform. Vom 17. bis 19. Juni 2022 in der Altstadt von Zofingen.
News, Tipps, …
Druckansicht15.02.2021
TIPP: Proteinpräparate sind auch für Sportler meistens unnötig

Sportler brauchen ausreichend Eiweiss, um leistungsfähig zu sein und optimal trainieren zu können. Die nötigen Mengen lassen sich durch eine ausgewogene Ernährung gut erreichen. Eine Ergänzung durch Nährstoffpräparate ist in der Regel nicht notwendig, betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die DGE hat kürzlich ein Positionspapier zur Proteinzufuhr im Sport veröffentlicht, das die aktuelle wissenschaftliche Datenlage zusammenfasst.

Eiweisse haben im menschlichen Körper viele Aufgaben. Sie sind Bausteine für Muskeln, Knochen, Sehnen und Bänder, aber auch am Zellstoff- und Energiestoffwechsel, Hormonhaushalt und Immunsystem beteiligt. Eine angepasste Proteinzufuhr kann den Trainingsprozess im Sport sinnvoll unterstützen. Wer maximal fünf Stunden pro Woche trainiert, 19 bis 65 Jahre alt und gesund ist, hat aber keinen erhöhten Proteinbedarf.

Es gilt der D-A-CH-Referenzwert für die empfohlene Proteinzufuhr von 0,8 g pro kg Körpergewicht pro Tag. Das heisst, dass ein Mensch mit 80 kg auf der Waage täglich 64 g Proteine benötigt. Das ist mit einer normalen Ernährung kein Problem. So haben eine nackte Portion Nudeln mit 200 g schon alleine 10 g Protein. Das Frühstück mit zwei Käsebroten landet bei etwa 20 bis 25 g Protein.

Für über 65-Jährige, die gesund und normalgewichtig sind, liegt der Schätzwert bei 1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag. Sportler, die mehr als fünf Stunden pro Woche aktiv sind, brauchen auch etwas mehr Eiweiss. Es wird eine Menge von 1,2 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag empfohlen, die an Sportart, Ziel, Intensität und Umfang des Trainings angepasst werden sollte. Dabei darf die Zufuhr kurzfristig auch über dem Maximalwert liegen – etwa zu Beginn einer Krafttrainingsphase oder bei geplanter Gewichtsreduktion, um die Muskelmasse zu erhalten. Allerdings sollte zuvor die Nierenfunktion geprüft und auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung geachtet werden.

Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Proteins muss stimmen. Das Ziel ist, den Körper mit möglichst vielen essentiellen Aminosäuren zu versorgen. Ein hoher Anteil an pflanzlichen Eiweissen hat den Vorteil, dass meist weniger gesättigte Fettsäuren und mehr Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Vitamine zugeführt werden.

Auch Energiegehalt, Fett- und Kohlenhydratanteil, der Gehalt an Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sind zu beachten. Sportlern wird geraten, verschiedene Proteinquellen im Speiseplan zu kombinieren – wie es bei einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung der Fall ist. Nährstoffpräparate sind nach Ansicht der DGE nur selten erforderlich, wenn zum Beispiel Lebensmittelunverträglichkeiten bestehen, eine geringe Energiezufuhr notwendig ist oder besonders intensive und neue Trainingsinhalte anstehen. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
03.07.2022
dTIPPS: Obst und Gemüse schälen oder mit Schale essen?
29.06.2022
dWISSEN: Honigsorten und -Gewinnungsarten
28.06.2022
dFORSCHUNG: Die wahren Kaufmotive für Fleischersatz
27.06.2022
dTIPPS: schäumbare Vegan-Milchalternativen für Kaffee
26.06.2022
dTIPP: Laugengebäck do it yourself
22.06.2022dFORSCHUNG: Hohe CO2-Emissionen durch Fern-Transporte
21.06.2022dNEWS: Im 2022 mehr als 2500 Tonnen Schweizer Kirschen
20.06.2022dTIPP: Kartoffelkroketten do it yourself
16.06.2022dNEWS: Migros bleibt schweizweit alkoholfrei
15.06.2022dFORSCHUNG: Schnelle, mobile Lebensmittelanalyse, sogar mit Smartphone
14.06.2022dKOMMENTAR: Moderne Pflanzenzuchtmethoden angstfrei objektiv beurteilen
13.06.2022dNEWS: Eigenbrötler Backwerke gewinnt «Bäckerkrone 2022»
12.06.2022dNEWS: GalloSuisse plant Geschlechtbestimmung im Brutei
08.06.2022dNEWS: Erste Schweizer Bio-Kakaofabrik startet
07.06.2022dTIPPS: Garstufen für das perfekt gegarte Steak
05.06.2022dWISSEN: Yuzu – japanische Zitrusfrucht
02.06.2022dFORSCHUNG: Biertreber als gesunde Brotzutat
31.05.2022dKOMMENTAR: Werbeverbot ist sinnvoll bei Tabak aber nicht bei Fleisch
30.05.2022dTIPP: Teigwaren do it yourself ohne Maschine
29.05.2022dNEWS: Gute Erdbeer-Saison steht bevor
25.05.2022dNEWS: Anteil an tierfreundlichem Labelfleisch geht zurück
24.05.2022dForschung: Resveratrol im Rotwein ist Nervenmedizin
23.05.2022dKOMMENTAR: Industrie senkt Fett, Zucker und Salz aber nicht überall
22.05.2022dTIPPS: Gemüse richtig grillieren
18.05.2022dFORSCHUNG: Nicht weniger produzieren sondern anders für mehr Nachhaltigkeit
17.05.2022dKOMMENTAR: Folgen von Adipositas werden unterschätzt
16.05.2022dNEWS: Aldi Suisse lanciert neues Bio-Label
11.05.2022dFORSCHUNG: Zucker kann Entzündungen fördern
10.05.2022dTIPPS und Wissenswertes über Kräuter
09.05.2022dFORSCHUNG: Fleischersatz aus Pilzkulturen bietet Ökologievorteile
Ecke für Profis
01.07.2022
.TECHNOLOGIE: Algen als ökologischer Rohstoff der Zukunft

Neben Fleisch-Ersatz aus Pflanzen, Pilzen, Insekten, Fermentation und Kultur haben auch Algen einen Platz im künftigen Lebensmittel-Mix. Aquakultur von Meeresalgen zählen zu den am schnellsten wachsenden Lebensmittelsektoren.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland