Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 22. Juni 2024
Tipp
19.05.2024
SÜFFA-Messe 2024 mit frischen Ideen am Start

Neues und Bewährtes, immer „100 Prozent saustark”: Die 27. Ausgabe der Stuttgarter Metzgerei-Fachmesse ist Branchentreff, Wissensbörse und Event: 28.-30.9.2024
News, Tipps, …
Druckansicht30.05.2024
NEWS: Schweizer Salzkonsum immer noch 75% zu hoch

Die Erwachsenen in der Schweiz essen täglich knapp 9 Gramm Salz. Damit liegt der durchschnittliche Konsum rund 75 Prozent über der empfohlenen Menge. Dies zeigt eine Studie des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV). Ein hoher Salzkonsum hat negative Folgen für die Gesundheit. Während die Lebensmittelindustrie gefordert ist, den Salzgehalt in verarbeiteten Produkten zu reduzieren, können Konsumentinnen und Konsumenten mit einer ausgewogenen Ernährung und einem sparsamen Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln ihre Gesundheit fördern.

Die Studie zum Salzkonsum führte das BLV nach 2010/11 zum zweiten Mal durch. Sie zeigt: Auch wenn in der Bevölkerung das Bewusstsein für einen massvollen Salzkonsum gestiegen ist, essen die Erwachsenen immer noch zu viel Salz, nämlich 8,7 Gramm pro Tag und Kopf. Damit ist der Wert leicht tiefer als bei der letzten Erhebung. Er liegt jedoch nach wie vor rund 75 Prozent über der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Menge. Diese beträgt täglich maximal 5 Gramm.

Ein zu hoher Salzkonsum zeigt sich in allen Sprachregionen, sowohl bei Frauen wie auch bei Männern. Frauen nehmen mit durchschnittlich 7,4 Gramm Salz pro Tag weniger zu sich als Männer. Diese essen täglich knapp 10 Gramm und damit doppelt so viel wie empfohlen. Den höchsten Konsum verzeichnen Männer zwischen 45 und 59 Jahren. Sie essen durchschnittlich fast 11 Gramm pro Tag. Frauen über 60 Jahre nehmen mit täglich 6,7 Gramm am wenigsten zu sich.

Die Studie des BLV bestätigt erneut, dass sich zu viel Salz negativ auf die Gesundheit auswirkt: Teilnehmende mit einem höheren Salzkonsum hatten auch einen signifikant höheren Blutdruck. Bluthochdruck erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Diese und andere nichtübertragbare Krankheiten verursachen jährlich Gesundheitskosten von mehr als 50 Milliarden Franken.

Verarbeitete Produkte als Salzfallen

Über 90 Prozent der Studienteilnehmenden gaben an, ihre Speisen zu Hause nie oder nur gelegentlich nachzusalzen. Woher kommt also die hohe Salzaufnahme? Vor allem aus verarbeiteten Lebensmitteln. Mehr als drei Viertel des Kochsalzes werden darüber aufgenommen. «Am meisten zu Buche schlagen Brot und Gebäck, Fertiggerichte, Beilagen und Fleischprodukte. Bereits mit einem einzigen Fertigmenu kann die empfohlene Tagesmenge ausgeschöpft sein», sagt Urs Stalder, Leiter Fachbereich Ernährung des BLV.

Um einen Beitrag an die Gesundheit der Bevölkerung zu leisten, ist es angezeigt, die Salzmenge in verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Dafür will das BLV mit der Lebensmittelindustrie konkrete Reduktionsziele vereinbaren. «Denkbar sind etwa Höchstgehalte für Salz in gewissen Lebensmitteln, wie dies in anderen Ländern erfolgreich umgesetzt wurde», so Urs Stalder.

Empfehlungen für einen bewussten Salzkonsum

●Verarbeitete Lebensmittel sparsam konsumieren. Wer sie kauft, sollte auf den Salzgehalt achten und Produkte miteinander vergleichen
●Selber und mit frischen statt verarbeiteten Produkten kochen
●Mit Kräutern, Gewürzen und anderen Geschmacksgebern würzen, zum Beispiel mit Knoblauch oder Pfeffer. Erst am Schluss mit Salz abschmecken
●Die fertige Mahlzeit probieren, bevor man zum Salzstreuer greift
●Salz, Bouillon, Sojasauce etc. schrittweise reduzieren. So gewöhnt sich der Gaumen an den neuen Geschmack und die Reduktion fällt leichter
●Gut zu wissen: Meersalz und andere Spezialitäten sind keine Alternative. Sie enthalten gleich viel Salz wie Kochsalz

(Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
21.06.2024
dNEWS: die offiziell besten Bioprodukte 2024
18.06.2024
dFORSCHUNG: Mann-Frau-Unterschiede beim Fleischkonsum
17.06.2024
dTIPP: Erdbeeren zu pikanten Produkten verarbeiten
16.06.2024
dKOMMENTAR: Influencer werben für ungeeignete Kinderlebensmittel
13.06.2024
dTIPP: Spargeln und Rhabarber vor Saisonende einfrieren
11.06.2024dFORSCHUNG: Bei Zöliakie macht Gluten den Darm zu durchlässig
10.06.2024dWISSEN: Wie ungesund sind Nitrate wirklich?
09.06.2024dFORSCHUNG: gesündere, nachhaltigere Schokolade entwickelt
06.06.2024dNEWS: Bäckerkrone 2024 geht an «Piraten-Bäckerei»
04.06.2024dTIPP: Wasserglacé, Sorbet, Frozen Joghurt - do it yourself
03.06.2024dTREND: Konsum von Schweine-Frischfleisch geht zurück
02.06.2024dTIPP: Auberginen mit Schale aber nicht roh essen
30.05.2024dNEWS: Schweizer Salzkonsum immer noch 75% zu hoch
28.05.2024dTIPP: Food Festival Zürich 6.-16.6.2024
27.05.2024dWISSEN: Chilischärfe vermutlich herzschonend aber kaum antibakteriell
26.05.2024dTIPP: Eiweissbedarf pflanzlich decken mit den richtigen Kombinationen
24.05.2024dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
20.05.2024dWISSEN: Die wichtigsten Hefearten
16.05.2024dNEWS: Damian Müller wird Präsident des Fleischfachverbandes
14.05.2024dNEWS: Bioproduktion liegt auch 2023 im Trend
13.05.2024dTIPP: Selbstgebackenes Brot vom Grill
12.05.2024dKOMMENTAR: wichtigste aktuelle Themen und Trends der Ernährung
09.05.2024dWISSEN: Warum Vollkorn gesund ist – nicht nur Brot
07.05.2024dTIPP: Solanin in Kartoffeln, Tomaten und Auberginen vermeiden
06.05.2024dKOMMENTAR: Laborfleisch künftig vom Bauernhof?
02.05.2024dFORSCHUNG: Ernährungs- und Klimainfos beeinflussen Fleischkonsum kaum
30.04.2024dTIPP: Liebstöckel – verkanntes Küchenkraut
29.04.2024dWISSEN: Biersorten und ihre Herstellung
28.04.2024dKOMMENTAR: Wie (un)gesund sind hochverarbeitete Bioprodukte?
Ecke für Profis
20.06.2024
.CONFISERIE: «Gesunde» Süsswaren weiterhin im Trend

Süsswaren sind und bleiben beliebte Genussprodukte, aber die vielfältigen Zusatznutzen stehen weiterhin im Zentrum des Marketings, vor allem Gesund-Positionierungen.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland