Foodfachzeitung im Internet
Montag, 5. Dezember 2022
Publireportage
01.12.2022
Messetipp: Internationale grüne Woche 2023

IGW in Berlin 20. bis 29.1. 2023. Weltweit grösste Publikumsmesse der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
News, Tipps, …
Druckansicht24.10.2022
FORSCHUNG: Detailhandel ist zuwenig nachhaltig

Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH, bzw Detailhandel DH) müsste seinen Einfluss deutlich stärker nutzen, um den Umbau der Ernährungssysteme voranzubringen und seine Rolle als „gatekeeper“ zu den Konsumenten und Konsumentinnen wirklich auszufüllen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) erstellt hat.

Überhaupt nicht oder nur unzureichend nutzen die Unternehmen ihren Handlungsspielraum insbesondere in den Bereichen Sortimentsgestaltung und Sensibilisierung von Konsumenten und Konsumentinnen. Mit Sortimentsgestaltung ist der (nachhaltige) Einkauf der Produkte und Rohwaren gemeint. Sensibilisierung umfasst Massnahmen im Bereich der Ladengestaltung, Produktplatzierung und Werbung, um die Menschen zu umweltfreundlicheren Kaufentscheidungen zu motivieren. So werden zum Beispiel tierische und umweltschädlichere Produkte deutlich stärker beworben als die umweltfreundlicheren pflanzlichen Alternativen.

Hingegen schneiden die Unternehmen bei der Berichterstattung zu Umweltzielen sowie bei Energieeffizienzsteigerungen in den Filialen und Produktionsstätten eher gut ab. Auch in Bezug auf Umweltkampagnen und Sensibilisierungsmassnahmen erzielten die acht Supermärkte, die für 75 Prozent des Umsatzes in Deutschland verantwortlich sind, gute Ergebnisse.

So nutzen die Unternehmen zum Beispiel Branchenstandards und Zertifizierungen für bestimmte Rohstoffe wie Kakao, Kaffee oder Palmöl und arbeiten daran, sich wissenschaftsbasierte Klimaziele oder Ziele für entwaldungsfreie Lieferketten zu setzen. Weitere positive Beispiele sind Aktionen zur Reduktion von Lebensmittelverschwendung, vor allem im Bereich Obst und Gemüse und das grosse Angebot an Biolebensmitteln. Insgesamt 62 Prozent des Umsatzes mit Biolebensmitteln werden inzwischen im konventionellen LEH erzielt.

Die Studie wurde Mitte September 2022 in Berlin vorgestellt. In der anschliessenden Diskussion der Ergebnisse mit Vertretern und Vertreterinnen aus Handel und Wissenschaft sowie und vielen externen Experten und Expertinnen wurde klar, dass man ohne eine gut aufeinander abgestimmte Politik nicht vorankommen werde. Bisher sei aktiver und konsequenter Umweltschutz kein Wettbewerbsvorteil für die Unternehmen.

Zu einem Politik-Mix, der die Neuausrichtung des Ernährungssystems unterstützt, sollte zum Beispiel die Neuausrichtung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel nach ökologischen Kriterien gehören. Ohne den Mut zu regulatorischen Massnahmen werde es ebenfalls nicht gehen. Dazu zählt beispielsweise die Einbeziehung externer Kosten – Umweltkosten der Produktion, wie Luftverschmutzung oder Klimaschäden in die Verbraucherpreise. Bisher werden diese externen Kosten von der Gesellschaft getragen und so lange sind sie nun mal nicht die „wahren Preise“. (BZfE)

Stichwort: .Detailhandel:
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
30.11.2022
dTIPP: Salon des Goûts et Terroirs startet heute
29.11.2022
dFORSCHUNG: Wertvolle Stoffe aus Kaffeepulpe extrahieren
28.11.2022
dNEWS: Planted lanciert pflanzliches Bratenstück
27.11.2022
dTIPPS: Nüsse richtig einkaufen, aufbewahren und verarbeiten
23.11.2022
dNEWS: Schweizer Antibiotikaresistenz-Strategie wirkt
22.11.2022dFORSCHUNG: Rotfruchtsäfte regulieren Fettstoffwechsel
21.11.2022dTIPP: Berner Zibelemärit 28.11.2022
20.11.2022dKOMMENTAR: Biosuisse lehnt auch neue Gentechmethoden ab
16.11.2022dNEWS: Metzgerei ist offiziell bestes Restaurant 2022
15.11.2022dFORSCHUNG: zuckerarme Vegi-Kost senkt Darm-Entzündungsrisiko
14.11.2022dTIPP: Erdnussbutter und Sataysauce di it yourself
13.11.2022dNEWS: Bernard Limat wird Metzger des Jahres 2022
10.11.2022dFORSCHUNG: Frühstück weglassen = besserer Diät-Erfolg?
09.11.2022dSAISON: Chinakohl – mild, gesund, vielseitig
07.11.2022dFORSCHUNG: Nutri-Score vermeidet Fehlinterpretation bei Zuckerangaben
06.11.2022dSAISON: gesunder Nüsslisalat mit nussigem Aroma
02.11.2022dFORSCHUNG: Anti-aging dank Omega-3-Fettsäuren
31.10.2022dTIPPS: Einkauf und Zubereitung von Wild
30.10.2022dKOMMENTAR: Nährwert von Pflanzendrinks vs. Milch
26.10.2022dNEWS: Innovationspreise an der Südback-Messe 2022 verliehen
25.10.2022dTIPP: Elsässer Flammkuchen do it yourself
24.10.2022dFORSCHUNG: Detailhandel ist zuwenig nachhaltig
23.10.2022dTREND: Superfood wird heimischer
18.10.2022dFORSCHUNG: Milcheiweiss aus dem Bioreaktor
16.10.2022dNEWS: Schweizer Worldskills-Grosserfolg Bäckerei/Konditorei
14.10.2022dInfos und Tipps zum Welt-Ei-Tag 14.Oktober
12.10.2022dFORSCHUNG: Hohe Fleischproduktion gefährdet globale Lebensmittelversorgung
11.10.2022dNEWS: Neuerungen im Schweizer Lebensmittelrecht geplant
10.10.2022dSAISON: Kürbis süss verarbeiten
09.10.2022d NEWS: Lidl darf keine Lindt-Schoggihasen-Imitation verkaufen
Ecke für Profis
02.12.2022
.MOLKEREI: Alles Käse – aber Differenzierung ist ein Muss

Die Käsebranche bewegt sich in einem herausfordernden Marktumfeld, wo die Sortenorganisationen versuchen, ihre Produkte möglichst gut zu platzieren. Differenzierung lautet hier das Zauberwort.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland