Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 14. Juli 2024
Tipp
24.06.2024
KI-Einsatz in der Metzgerei

Effizient, zuverlässig, lernfähig: Chancen künstlicher Intelligenz sind Thema bei der Metzgereimesse SÜFFA 28.-30.9.2024
News, Tipps, …
Druckansicht06.12.2021
NEWS: Schweizer Café-Branche in grosser Not wegen Corona

Die Schweizer Café-Branche und die Gastronomie befindet sich nun den zweiten Winter in Folge in einer existentiell bedrohlichen Lage. Die Gastronomie-Verbände anerkennen das zurückhaltende Handeln des Bundesrates und das Ziel, das öffentliche Leben aufrecht zu erhalten und Kapazitätseinschränkungen zu verhindern. Die Gastronomie wird aber auch von den aktuellen Verschärfungen hart getroffen, weshalb schnell neue Entschädigungslösungen gefunden und Unterstützungsleistungen verlängert werden müssen.

Die Gastronomie ist bereits heute, je nach Konzept, Lage und Gästestruktur sehr stark von den betriebswirtschaftlichen Folgen der geltenden Massnahmen betroffen und die neuen Verschärfungen und die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie werden in den kommenden Wintermonaten für die gesamte Branche zu einer weiteren Belastungsprobe. Gemeinsam mit GastroSuisse unterstützt CafetierSuisse deshalb konkrete Forderungen nach neuen Entschädigungen und der Verlängerung vorhandener Unterstützungsleistungen, damit Betriebsschliessungen und Entlassungen verhindert werden können:

• Eine neue Härtefallreglung ist nötig, um Umsatzausfälle auszugleichen.
• Das vereinfachte Anmelde- und Abrechnungsverfahren bei den Kurzarbeitsentschädigungen muss verlängert werden.
• Die Corona-Erwerbsersatzlösung muss weiterhin möglich sein und die Anspruchsgrenze muss deutlich gesenkt werden.
• Die Amortisation der Covid-Kredite und die Rückzahlungsforderungen von Härtefallgeldern bei einem Jahresgewinn müssen gestoppt werden. Weitere Massnahmen, welche die Kapazität der Betriebe reduzieren (Mindestabstände, Einschränkung der Grösse der Gästegruppen, Personenobergrenzen, frühe Sperrstunden, verschärfte Zertifikat-Regelungen), sind zu vermeiden.

Kaffeekonsum, Kaffeetagung & Schweizer Kaffee-Sommelier

Betriebe mit klarer konzeptioneller Ausrichtung und hoher Angebotsqualität verfügen über eine stärkere Kundenbindung und damit eine höhere Krisenresistenz. Mit Blick auf das Kaffeeangebot hat sich das Qualitätsbewusstsein und die entsprechende Erwartung bei Gästen und Kunden weiter gesteigert. CafetierSuisse setzt sich deshalb für die Steigerung von Kaffeewissen und Kaffeequalität ein, damit Kaffee als wichtiger Umsatzträger in der Gastronomie erhalten bleibt. Am Tag des Kaffees, 01.10.2021, hat die 5. Kaffeetagung von CafetierSuisse stattgefunden und mit dem Schweizer Kaffee-Sommelier wird eine Ausbildung für gesamte Breite der Schweizer Kaffeebranche angeboten. In der Schweiz wurden 2020 durchschnittlich 1'070 Tassen Kaffee pro Person getrunken, womit sich die Schweiz beim Kaffeekonsum weiter innerhalb der Weltspitze bewegt.

Kaffeepreis 2021 und Ausblick 2022

Zum 34. Mal in Folge hat CafetierSuisse den angewandten Verkaufspreis für Café crème bei 650 Cafés, Cafeterias, Café-Bäckereien und Café-Bistros in der deutschsprachigen Schweiz erhoben (inkl. französisch- sprachigem Teil des Kantons Bern). Der Durchschnittspreis für einen Café crème ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um fünf Rappen angestiegen. Für das kommende Jahr werden tendenziell höhere Fixkosten in der Gastronomie erwartet. Die Sozialpartner des L-GAV haben sich für das Jahr 2022 auf eine Erhöhung der Mindestlöhne um 0.2 Prozent geeinigt. Bei Strom- und Rohstoffpreisen sind aktuell Steigerungen festzuhalten. Die wesentlichen Verkaufspreis-beeinflussenden Kostenfaktoren bleiben die Lohn- und Mietkosten.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Gastronomie wird aber erneut und in erster Linie von den Auswirkungen der Massnahmen gegen die Corona-Pandemie und der entsprechenden Ausgestaltung von Unterstützungsleistungen beeinflusst. Die Preisentwicklung richtet sich selbstverständlich nach individuellen und betriebsspezifischen Faktoren. Nach der eher zurückhaltenden Preisentwicklung in den vergangenen Jahren und um Umsatzrückgänge aufzufangen sowie die Überlebensfähigkeit von Betrieben zu sichern, können auch weitere spürbare Preiserhöhungen auf die Tasse Kaffee im kommenden Jahr nicht ausgeschlossen bzw. nötig werden.

Hans-Peter Oettli (CafetierSuisse Präsident) hält zur Preisentwicklung 2021/2022 fest: „Der Preisanstieg in diesem Jahr ist sicher auch eine Folge der Corona-Pandemie. Da die Cornona-Krise weiter anhält und andere Kostenfaktoren ebenfalls steigen, können auch deutlichere Preiserhöhungen nötig werden, um Umsatzrückgänge auszugleichen und Rücklagen zu bilden.“ CafetierSuisse gibt keine Preisempfehlungen ab und hält fest, dass die Preisgestaltung im Ermessen der einzelnen Betriebe steht und für die Preiskalkulation die Konkurrenzsituation, das Konzept und der Standort des Betriebes zu berücksichtigen sind. (CafetierSuisse)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
14.07.2024
dTIPP: Grillschalen verwenden aber Alu-freie
11.07.2024
dKOMMENTAR: Viel Zucker schädigt die Hirngesundheit
09.07.2024
dTREND: Was und wie wir in Zukunft essen werden
08.07.2024
dTIPP: Holzkohle- oder Gasgrill - Qual der Wahl
07.07.2024
dFORSCHUNG: Gesundsheitsrisiken bei viel Chilischärfe
04.07.2024dKOMMENTAR: Ist Reis noch zukunftsfähig trotz Klimaänderung?
02.07.2024dTIPPS: Gemüse, Mais, Obst und Käse grillieren
01.07.2024dSAISON: Die unterschätzte Fenchelknolle entdecken
30.06.2024dFORSCHUNG: Pflanzendrink ist nicht gleich Pflanzendrink
27.06.2024dNEWS: Die offiziell besten Cervelas prämiert
25.06.2024dNEWS: Coop verkauft neu gefrostete ablaufende Fleischprodukte
23.06.2024dTIPP: Nussig-bitterer Rucola bringt Charakter auf den Teller
21.06.2024dNEWS: die offiziell besten Bioprodukte 2024
18.06.2024dFORSCHUNG: Mann-Frau-Unterschiede beim Fleischkonsum
17.06.2024dTIPP: Erdbeeren zu pikanten Produkten verarbeiten
16.06.2024dKOMMENTAR: Influencer werben für ungeeignete Kinderlebensmittel
13.06.2024dTIPP: Spargeln und Rhabarber vor Saisonende einfrieren
11.06.2024dFORSCHUNG: Bei Zöliakie macht Gluten den Darm zu durchlässig
10.06.2024dWISSEN: Wie ungesund sind Nitrate wirklich?
09.06.2024dFORSCHUNG: gesündere, nachhaltigere Schokolade entwickelt
06.06.2024dNEWS: Bäckerkrone 2024 geht an «Piraten-Bäckerei»
04.06.2024dTIPP: Wasserglacé, Sorbet, Frozen Joghurt - do it yourself
03.06.2024dTREND: Konsum von Schweine-Frischfleisch geht zurück
02.06.2024dTIPP: Auberginen mit Schale aber nicht roh essen
30.05.2024dNEWS: Schweizer Salzkonsum immer noch 75% zu hoch
28.05.2024dTIPP: Food Festival Zürich 6.-16.6.2024
27.05.2024dWISSEN: Chilischärfe vermutlich herzschonend aber kaum antibakteriell
26.05.2024dTIPP: Eiweissbedarf pflanzlich decken mit den richtigen Kombinationen
24.05.2024dKOMMENTAR: Chancen für Laborfleisch und veganen Fleischersatz
21.05.2024dTIPP: Bohnenkraut nicht nur für Bohnen
Ecke für Profis
12.07.2024
.LANDWIRTSCHAFT: Bio-Rekord in der Schweiz trotz Produzentenfrust

Der Bioprodukte-Absatz 2023 erreichte einen neuen Rekord von 4 Mia Franken. Dennoch gibt es Kritik betreffend Produzentenpreise und nachhaltige Entwicklung.
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland