Foodfachzeitung im Internet
Admin aufrufen
Montag, 15. Dezember 2025
News, Tipps, …
Druckansicht 12.06.2022
NEWS: GalloSuisse plant Geschlechtbestimmung im Brutei

Eine Eierproduktion ohne Kükentöten: Das ist das Ziel von GalloSuisse. Im Vordergrund steht die Geschlechtsbestimmung im Ei. In beiden konventionellen Schweizer Brütereien soll ab Ende 2023 das Geschlecht im Brutei bestimmt werden, so dass nur noch weibliche Küken schlüpfen. Die im Dezember 2021 durch GalloSuisse präsentierte Branchenlösung wurde von allen Marktakteuren grundsätzlich positiv bewertet.

Als erstes wurde eine Absichtserklärung mit der niederländischen Firma In Ovo unterzeichnet. Ziel ist es, bis Ende Jahr die vertraglichen Details mit beiden Brütereien zu klären, damit die Maschine Ella fristegerecht bis Ende 2023 in den neuen Brütereien eingebaut und in Betrieb genommen werden kann. «Mit dieser Lösung zeigt die Schweizer Eierbranche ihre Fähigkeit, gemeinsam mit allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette bis und mit Konsumenten komplexe Herausforderungen anzunehmen. Nachhaltigkeit und Tierwohl stehen für alle im Zentrum», sagt GalloSuisse-Präsident Daniel Wuergler.

Im Vorfeld wurden alle verfügbaren Methoden auf die Kriterien Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Kosten und Umsetzbarkeit in der Schweiz geprüft. Mit In Ovo haben wir einen Partner, der die notwendigen Kriterien erfüllt und am 9. Tag mit einem hochautomatisierten Prozess die Geschlechtserkennung im Brutei durchführen kann. Die Arbeitsgruppe konnte bei einem Besuch Mitte März in den Niederlanden die einzelnen Etappen des Prozesses der ersten Maschine besichtigen. Jede Etappe ist eine technologische Innovation und In Ovo ist nun im Prozess der Inbetriebnahme. Nach den ersten zwei Maschinen sollen im Jahr 2022 noch weitere gebaut und in Brütereien in Betrieb genommen werden.

Bis zur Umsetzung müssen noch zahlreiche Nachweise erfolgen, die entscheidend sind in so komplexen Projekten. Bis Ende Jahr sollen die Praxis- und Leistungsfähigkeit der Geschlechtsbestimmung mit Ella in einer Brüterei bestätigt werden. Gleichzeitig müssen die beiden Schweizer Brütereien ihre Investitionen in einem stark steigenden Kostenumfeld bereitstellen. Grosse Herausforderungen stellen nebst den Kosten aktuell auch die Lieferunsicherheiten von Technologie und Baumaterialien.

Mit den Behörden wird zwischenzeitlich der gesetzeskonforme Unterbruch des Brutprozesses der männlichen Hühnerembryonen festgelegt. Und als letztes und wichtigstes Element: Der Ausstieg kann nur umgesetzt werden, wenn alle Partner die Kosten der Geschlechtserkennung über den Eierpreis mittragen. Die Vertreter der Branche, von den Brütereien über die Ei-Vermarktungsfirmen und den Detailhandel, bis zu Konsumentenorganisationen, bleiben bestrebt, gemeinsam die letzten Verbindlichkeiten zu regeln, damit die Einführung wie geplant ab Januar 2024 starten kann.

«Die Alternativen Bruderhahn-Mast und Zweinutzungshuhn sind ökologisch nachteilig», erklärt GalloSuisse-Präsident Daniel Würgler. Zudem ist die Nachfrage nach Produkten dieser Alternativen marginal. Die Geschlechtsbestimmung im Ei habe das Potential, ethisch vertretbar und so nachhaltig zu sein wie die heutige Praxis. Konsumenten haben schon heute die Möglichkeit, Eier ohne Küken töten zu kaufen. Eier und Hähne von Zweinutzungsrassen sind seit sechs Jahren im Sortiment eines Detailhändlers. Für Bruderhähne und Eier von Schwesterhennen gibt es verschiedene Projekte; bei Demeter ist Bruderhahn-Mast Pflicht. Ob die Geschlechtsbestimmung im Ei bei (Gallosuisse)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
14.12.2025
dKOMMENTAR: WHO auf dem Holzweg bei absoluter Alkoholwarnung
12.12.2025
dWissen: Vitaminreicher Rosenkohl
09.12.2025
dTIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker
03.12.2025
dKOMMENTAR: Hochverarbeitete Produkte vs. Unausgewogene Ernährung
30.11.2025
dSAISON: Schwarzwurzel, eine Winterrarität
28.11.2025 dTREND: Alkoholfreie und Craft-Biere legen zu
25.11.2025 dNEWS: Tasse Kaffee wird nochmals teurer
20.11.2025 dNEWS: Markus Roten ist «Metzger des Jahres 2025»
18.11.2025 dTIPP: Halbdörrfrüchte als natürliches Süssungsmittel
16.11.2025 dWISSEN: Süsse Vielfalt der Birnen
14.11.2025 d NEWS: Schweiz triumphiert an World Cheese Awards
12.11.2025 dNEWS: Barry Callebaut setzt auf kakaofreie Schokolade
07.11.2025 dSAISON: Kardy – Gemüse-Geheimtipp aus der Westschweiz
04.11.2025 dTIPP: Igeho-Messe 15.-19.11.2025 in Basel
03.11.2025 dFORSCHUNG: Herkunft kann über Umweltfreundlichkeit täuschen
29.10.2025 dWISSEN: Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht?
27.10.2025 dKOMMENTAR: Warum Schweizer Brot?
24.10.2025 dWISSEN: Gesunde Baumnuss
23.10.2025 dNEWS: Nationalratskommission lehnt die Ernährungsinitiative ab
22.10.2025 d KOMMENTAR: Welchen Wert hat unser tägliches Brot?
21.10.2025 dNEWS: Der «ausgewogene Teller» für gesunde Ernährung
19.10.2025 dTIPP: Bittere Kürbisse und Zucchetti nicht essen
12.10.2025 dKOMMENTAR: Wie gesund sind Alternativen zu tierischen Lebensmitteln?
10.10.2025 dSAISON: Wildobst Kornelkirsche
09.10.2025 dTIPP: Zürcher Brotfest 25.10.2025
06.10.2025 dTIPP: Süsskartoffel vielseitig garen oder roh essen
05.10.2025 dNEWS: prämierte Neuheiten und Trends der Anuga 2025
03.10.2025 dSAISON: Hagebutte richtig verarbeiten
02.10.2025 dTIPP: OLMA Messe St.Gallen 9.-19. Okt 2025
01.10.2025 dNEWS: Heute ist Internationaler Tag des Kaffees
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland