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Dienstag, 25. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
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.CONFISERIE: Starker Umsatzrückgang bei Schweizer Süsswaren
Im 2020 verkauften Schweizer Bonbonfabrikanten wegen Corona weniger als im Vorjahr. Die wertmässige Einbusse betrug mehr als das Doppelte des Mengenrückgangs. Die Importe gingen nur geringfügig zurück.



Die Abnahme des Inlandverbrauchs führte zu einem niedrigeren Pro-Kopf-Konsum.


Zu den mit Abstand beliebtesten Zuckerwaren gehörten 2020 die Hartbonbons, die 68,4% der Gesamtproduktion aus- machten. Bei den Hartbonbons (-6,0%) wie auch bei den anderen geformten Zuckerwaren wie z.B. Kaugummi oder Marzipanprodukte (-20,2%) und bei den Weichbonbons (-9,6%) entwickelten sich die Verkäufe rückläufig.

Eine positive Absatzentwicklung war hingegen bei den Gelée- und Gummibonbons (+32,3%) und den Dragées (+6,7%) zu verzeichnen. Besser verkauften sich auch Swissmedic-registrierte Produkte (+2,0%). Der Anteil der zuckerfreien Artikel an der Gesamtproduktion sank von 57,6% im Vorjahr auf 51,0% (bezogen auf die Verkaufsmenge: -15,9%). Die Verkaufsmenge der Gesamtproduktion ging um 4,9% zurück, wobei der Branchenumsatz überproportional um 12,1% sank.

Anhaltender Negativtrend im Inlandgeschäft

Im Inlandgeschäft setzte sich der Negativtrend fort. Sowohl die Verkaufsmengen wie auch der Umsatz lagen mit einem Rückgang von 9,5% bzw. 9,9% deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Seit 2013 ist der Inlandumsatz fast um 30% auf 72,6 Mio. Franken gesunken. Die Importe nahmen gegenüber dem Vorjahr mengenmässig um 0,6% und wertmässig um 0,5% leicht ab.

Der Importanteil im Schweizer Zuckerwarenmarkt befindet sich mit 78,3% weiterhin auf sehr hohem Niveau und nahm gegenüber dem Vorjahr um weitere 2,1% zu. Der grösste Teil (38,5%) der deutlich billigeren Importwaren wurde aus Deutschland eingeführt. Durch den tieferen Inlandverbrauch sank der Pro-Kopf-Konsum um 3,4% auf neu 3,03 kg.

Erneute Rückschläge beim Export

Auch im Exportgeschäft mussten die Schweizer Zuckerwarenhersteller Rückschläge hinnehmen. Während die Verkaufsmenge um 4,0% sank, reduzierte sich der Umsatz überproportional um 12,7 % auf 248,4 Mio. Franken. Der Exportanteil an der Gesamtproduktion erhöhte sich aufgrund des rückläufigen Inlandgeschäfts leicht auf 83,8 % (2019: 83,0 %).

Im Jahr 2020 wurden 87 Länder mit Schweizer Zuckerwaren beliefert. Dabei führten die USA mit einem Exportanteil von 30,4 % weiterhin die Rangliste an, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Spanien.

Pandemie und standortschädliche Politik

Der starke Geschäftsrückgang ist in erster Linie eine Folge der Coronavirus-Pandemie. Bis diesbezüglich eine Erholung erfolgt, dürfte es noch eine Weile dauern und hängt massgeblich vom weiteren weltweiten Verlauf der Pandemie ab.

Daneben gibt aber auch die Entwicklung wichtiger Rahmenbedingungen des Produktionsstandorts Schweiz Anlass zur Sorge. Mit dem Mindestgrenzschutz für Zucker wurde ein neues Rohstoffpreis-Handicap für Schweizer Hersteller gegenüber der ausländischen Konkurrenz eingeführt.

Die Absicht der Wirtschaftskommission des Nationalrats, die vom Bundesrat eingeführte befristete Massnahme eines Mindestgrenzschutzes im Landwirtschaftsgesetz unbefristet zu verankern, würde die Rahmenbedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Schweiz weiter verschlechtern. Eine solche Politik wäre unverständlich, kontraproduktiv und letztlich verantwortungslos.

Eckdaten der Schweizer Zuckerwaren-Industrie 2020

Anzahl Unternehmen (per 31.12.2020): 13

Verkäufe in Tonnen: 34‘961 (-4,9%)
- davon Inland 5‘664 (-9,5%)
- davon Export:
- von BISCOSUISSE-Meldefirmen 29‘297 (-4,0%)
- insgesamt (Quelle: EZV 1 ) 34‘777 (-1,7%)

Verkäufe in Mio. Franken: 321,0 (-12,1%)
- davon Inland 72,6 (-9,9%)
- davon Export:
- von BISCOSUISSE-Meldefirmen 248,4 (-12,7%)
- insgesamt (Quelle: EZV 1 ) 308,0 (-13,9%)

Exportanteil (Menge) Anteil an der Gesamtproduktion: 83,8%

Wichtigste Exportmärkte:
(Anteil an der Exportmenge, Quelle: EZV 1 )
1. USA 30,4 %
2. Deutschland 21,8 %
3. Frankreich 9,8 %
4. Spanien 7,5 %

Bedeutendste Produkte (Anteil an den Verkaufsmengen):
- Hartbonbons 68,4 %
- Andere geformte Zuckerwaren 14,8 %
- Gelée- und Gummibonbons 13,0 %
- Weichbonbons 2,6 %
- Dragées 1,2 %

Anteil zuckerfreie Waren (Anteil an der Gesamtproduktion): 51,0 %
(Text: Biscosuisse)
(gb)

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