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IGW in Berlin 20. bis 29.1. 2023. Weltweit grösste Publikumsmesse der Agrar- und Ernährungswirtschaft.
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.METZGEREI: Fleischmarkt erholt sich von Corona
Nach dem Lockdown kehren Alltagsleben, Arbeitswelt, Wirtschaft und Märkte schrittweise zum «neuen Normal» zurück. Der Fleischmarkt hat sich im Mai und Juni deutlich erholt.

Mit einem Sonderbericht wirft das Bundesamt für Landwirtschaft BLW einen Blick auf die Entwicklungen in ausgewählten Agrarmärkten bis Ende Juni 2020: Der Fleischmarkt hat sich im Mai und Juni deutlich erholt. Dazu beigetragen haben die Wiedereröffnung der Gastronomie Mitte Mai sowie das zum Teil freundliche Wetter, das zum Grillieren animierte.

Die Umsätze im Detailhandel stiegen analog zu den Absätzen an, der durchschnittliche Verkaufswert Fleisch stieg im Juni 2020 gegenüber der Vorjahresperiode um 1.5% auf 21.22 CHF / kg an.

• Die Importe für Rindfleisch (Kuhschlachthälften, Nierstücke/High Quality Beef) wurden im Juni 2020 seitens der Branche wieder freigegeben und lagen bis zu 50% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bei Betrachtung des gesamten 2. Quartals 2020 wurde die Importtätigkeit aber um knapp 45% reduziert – eine direkte Folge der Branchenmassnahme wegen des Lockdowns in der Gastronomie. Pouletbrust weist im 2. Quartal ebenfalls eine negative Importbilanz auf, allerdings war gefrorene Ware (-27.0%) stärker betroffen als Frischware (-2,0%).

• Die Preise für Schlachtvieh haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie und den damit verbundenen Massnahmen im März erholt. Im Juni 2020 lagen die Preise deutlich über dem Preisniveau von Juni 2019. Über das gesamte 2. Quartal 2020 betrachtet lagen die Preise für Schlachtkälber und -kühe allerdings unter dem Niveau des Vorjahres. Der Schweinemarkt zeigt sich weiterhin stabil, wobei die Preise gegenüber dem Vorjahr um 2.2% höher liegen. Preis- und Mengenentwicklungen

• Die Produzentenpreise für die verschiedenen Tierkategorien beim Fleisch lagen im Juni 2020 zwischen 2.2% (Schweine) und 9.2% (Kälber) über den Produzentenpreisen im Juni 2019.

• Die Produktionsmengen der Monate, April, Mai und Juni haben bei Banktieren (Rund, Muni, Ochse) das Niveau des Vorjahresquartals überschritten (bis zu +10.2% bei Ochsen). Beim restlichen Rindvieh (Kuh, Kalb) wurde das Produktionsniveau der Vorjahresperiode nicht erreicht, ebenso wenig wie beim Schwein (-0.5%). Die Geflügelproduktion dagegen weist ein Plus von +7.2% aus. Hingegen wurde Lammfleisch der Saison entsprechend insbesondere im April wegen Ostern stärker eingeführt. Die Einfuhren im 2. Quartal 2020 lagen 7.4% über jenen im Vorjahr (vgl. Abschnitt Importe in der Tabelle unten). Absatz im Detailhandel


• Mit der Öffnung der Gastronomie und der Lockerung der Massnahmen verlagerte sich der Fleischkonsum teilweise wieder von zu Hause zurück zur Gastronomie. Die durchschnittlichen Wochenabsätze lagen aber auch im Juni mit +11.9% noch deutlich über dem Niveau von Juni 2019. Über das gesamte 2. Quartal 2020 betrachtet stiegen die Fleischabsätze im Schweizer Detailhandel um 22.1% gegenüber Q2 2019 und 19.4% gegenüber Q1 2020. Die Absätze von Nicht-Bio-Fleisch (+22.3%) nahmen dabei stärker zu als jene von Bio-Fleisch (+18.1%).

• Neben dem Lockdown in der Gastronomie haben das freundliche Grillwetter in den vergangenen Monaten die Nachfrage von Fleisch im Detailhandel gefördert. Frisches Schweinefleisch als beliebtes Grillfleisch etwa verzeichnete im 2. Quartal 2020 mit +28.8% gegenüber dem 2. Quartal 2019 den höchsten Absatzanstieg bei den Tiergattungen, gefolgt von Rind (+26.9%), Poulet (+25.1%), Kalb (+11.8%) und Lamm (+9.7%).
(BLW)
(gb)

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