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18.04.2022
Bio Marché 2022 im Juni in Zofingen

Der Bio Marché ist das führende Schweizer Biofest und eine einmalige Mischung aus Markt, Festival und nationaler Bio-Plattform. Vom 17. bis 19. Juni 2022 in der Altstadt von Zofingen.
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.METZGEREI: Bell mit gutem Ergebnis
Bell erzielte im ersten Halbjahr 2021 eine Ergebnisverbesserung. Die Lockerung der Corona-Massnahmen und die Rückkehr des Einkaufstourismus machen sich jedoch bemerkbar. Weiter auf Wachstumskurs ist das Sortiment mit veganen Fleischalternativen.

Die Bell Food Group knüpft an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2020 an und erzielt auch im ersten Halbjahr 2021 eine deutliche Ergebnisverbesserung. Der bereinigte Warenumsatz stieg um 2.7 Prozent auf CHF 2.1 Milliarden. «Unser breit aufgestelltes Geschäftsmodell hat sich auch während der Corona-Pandemie als äusserst robust erwiesen. Das vorliegende Halbjahresergebnis ist sehr erfreulich und bestätigt, dass wir mit unseren strategischen Stossrichtungen auf dem richtigen Weg sind», sagt Lorenz Wyss, CEO der Bell Food Group.

Als hauptverantwortlich für die positive Entwicklung nennt er das «starke Kerngeschäft mit Fleisch und Fleischwaren im Schweizer Retailmarkt». Positiv stimmt Wyss auch, dass der Erfolg nicht singulär ist, sondern dass alle Geschäftsbereiche gut gearbeitet haben und zum erfolgreichen Halbjahresergebnis beitragen konnten.

Die Bell Food Group steigerte das bereinigte Halbjahresergebnis 2021 um CHF 16.1 Millionen (+46.1%) auf CHF 51.0 Millionen. Dieses Gewinnwachstum ist einerseits durch die höhere Wertschöpfung aus dem veränderten Kunden- und Sortimentsmix entstanden, andererseits haben sich die Fremdwährungen für die Bell Food Group positiv entwickelt.

Das operative Geschäft war auch im ersten Halbjahr 2021 stark von der Corona-Pandemie geprägt. So wuchs der Retailkanal im Heimatmarkt Schweiz, getrieben durch die Auswirkungen des Lockdowns im Gastronomiebereich sowie den eingeschränkten Einkaufstourismus bis weit ins zweite Quartal weiter.

Demgegenüber litten der Absatzkanal Food Service und die To-go-Sortimente sowohl in der Schweiz als auch in Europa. Gegen Ende des ersten Halbjahres zeichnete sich aufgrund der Lockerungen der Corona-Massnahmen eine Erholung der Food-Service- und Convenience-Sortimente ab. Dadurch konnte insbesondere der Geschäftsbereich Convenience wieder wachsen.

Die währungsbereinigten Personal- und Gemeinkosten stiegen im Vorjahresvergleich mengen- und teuerungsbedingt um CHF 14.4 Millionen. Gleichzeitig konnten Produktivitätsfortschritte und ein straffes Kostenmanagement die Kostenentwicklung dämpfen. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von CHF 80.1 Millionen resultiert ein bereinigter EBIT von CHF 65.7 Millionen und somit ein operatives Wachstum von CHF 6.2 Millionen. Zusätzlich profitierte die Bell Food Group im Vergleich zum Vorjahr von einer günstigen Fremdwährungsentwicklung. Musste im Vorjahr noch ein Verlust von CHF 5.7 Millionen verbucht werden, resultierte im ersten Halbjahr 2021 aufgrund günstiger Währungskursentwicklungen ein Gewinn von CHF 3.7 Millionen.

Gute Performance in den Geschäftsbereichen

Trotz den sich im zweiten Quartal 2021 abzeichnenden Normalisierungstendenzen hatte die Corona-Pandemie wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Der Geschäftsbereich Bell Schweiz konnte die gute Performance aus dem vergangenen Geschäftsjahr weiterführen. Wachstumstreiber war wiederum das Retailgeschäft, das sich vor allem in den ersten vier Monaten vor dem Wiedererstarken des Einkaufstourismus gut entwickelt hat.

Auch im Geschäftsbereich Bell International konnte die positive Entwicklung weitergeführt werden. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten insbesondere das erfreulich verlaufene Geflügelgeschäft in Österreich und Deutschland sowie die Bereiche Serranoschinken und Schinkenwürfel.

Der Geschäftsbereich Convenience hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode erholt. Die Auswirkungen der Pandemie belasteten die Geschäftsentwicklung in den ersten vier Monaten des letzten Jahres deutlich stärker als im laufenden Jahr. Das wichtige Segment Frisch-Convenience zeigte deutliche Erholungstendenzen.

Zusätzlich verbesserte sich ab Mai 2021 die Situation durch die schrittweise Öffnung der Gastronomie und der wieder wachsenden Mobilität. CEO Lorenz Wyss schaut beim Stichwort Corona aber nicht nur auf die Zahlen: «Schon letztes Jahr habe ich unseren 12'000 Mitarbeitenden für ihre Leistungsbereitschaft in schwierigen Zeiten danken dürfen. Dieser Geist des Miteinanders und der Solidarität macht mich stolz, und dafür bin ich dankbar.»

Pflanzenbasierte Fleischalternativen mit erfreulichem Wachstum

Die Bell Food Group nimmt erfolgreich auch gesellschaftliche Trends auf. So ist das Geschäft mit pflanzenbasierten Fleischalternativen in der Schweiz und in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 erneut stark gewachsen.

Das Sortiment der in der Schweiz produzierten Marke «The Green Mountain» wurde ausgebaut. Es umfasst neben Burgern (Bild), Hackfleisch und Fleischkäse nun auch Würste und das erste pflanzenbasierte Steak der Schweiz. Im September wird das Sortiment mit einer veganen Pouletbrust ergänzt werden, womit eine neue Warengruppe erschlossen wird.

Ausblick

Die Bell Food Group geht davon aus, dass die sich seit dem zweiten Quartal 2021 abzeichnenden Normalisierungstendenzen in Bezug auf die Corona-Pandemie anhalten. CEO Lorenz Wyss schaut in die nahe Zukunft: «Damit wird sich der Kunden- und Sortimentsmix vom Retail wieder in Richtung Gastronomie und Industrie bewegen.» Weiter geht er davon aus, dass der Schweizer Einkaufstourismus in der zweiten Jahreshälfte wieder zunehmen und sich dem Niveau von vor der Pandemie nähern wird. Von der schrittweisen Öffnung werden die Bereiche Food Service und Frisch-Convenience profitieren, bei denen bereits im Sommer deutliche Erholungstendenzen zu beobachten waren.

«In diesem Kontext wird der Geschäftsbereich Bell Schweiz den sehr starken Geschäftsgang nicht in gleichem Mass fortführen können», sagt Lorenz Wyss. Insbesondere liessen sich die Auswirkungen des Einkaufstourismus nur schwer abschätzen. Im Geschäftsbereich Bell International hingegen geht Wyss von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung auch im zweiten Halbjahr 2021 aus. Vorausgesetzt, dass die Beschaffungspreise für Rohstoffe und Materialien sich wieder normalisieren. Für den Geschäftsbereich Convenience ist die Bell Food Group optimistisch, dass die anstehenden Öffnungsschritte dem Geschäftsgang weitere positive Impulse verleihen werden. (Bell Food Group)
(gb)

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