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17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

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.ERNÄHRUNG: Omega-3-Fettsäuren gegen Kopfweh?
Wer mit der Nahrung reichlich Omega-3-Fettsäuren aufnimmt, kann möglicherweise die Häufigkeit von Kopfweh reduzieren – so das Fazit einer neuen Studie der University of North Carolina. Eine wichtige Quelle ist Fettfisch.




Die meisten Menschen nehmen mit der Nahrung mehr Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) als Omega-3-Fettsäuren (Eicosapentaensäure, EPA und Docosahexaensäure, DHA) auf. Linolsäure steckt in pflanzlichen Ölen und ist daher in vielen verarbeiteten Produkten wie Chips und Cracker enthalten. Die wichtigste Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist fettreicher Meeresfisch wie Hering und Lachs. Das richtige Verhältnis der Fettsäuren ist wichtig, da sie Vorläufer für Signalmoleküle sind, die Schmerzen verstärken (Linolsäure) oder lindern (EPA und DHA).

Die University of North Carolina führte eine Studie durch, an der 182 Migräne-Patienten teilnahmen. Zu Studienbeginn litten die Patienten, vor allem jüngere Frauen, durchschnittlich an mehr als 16 Tagen im Monat für mehr als fünf Stunden an Migräne. Für sechzehn Wochen ernährten sie sich nach einer von drei Diäten. Die Kontrolldiät enthielt für Amerika typische Mengen an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Bei der zweiten Diät wurde die Aufnahme an EPA und DHA auf 1,5 Gramm pro Tag erhöht und bei der dritten Variante zusätzlich die Aufnahme an Linolsäure verringert (von 7 auf weniger als 2 % der Energie). Die Patienten führten ein Kopfschmerztagebuch und machten Angaben, wie stark ihre Lebensqualität durch die Migräne beeinträchtigt war.

Wenn die Patienten mehr Omega-3-Fettsäuren aufnahmen, hatten sie weniger häufig Kopfschmerzen. Der Effekt verstärkte sich, wenn auch die Menge an Omega-6-Fettsäuren geringer war. Bei beiden Diäten reduzierten sich die Kopfschmerzstunden am Tag (minus 1,3 bzw. 1,7) und die Kopfschmerztage im Monat (minus 2 bzw. 4). Die Teilnehmer berichteten über kürzere und weniger starke Kopfschmerzen als bei der Kontrolldiät, und einige konnten sogar die Medikamenteneinnahme verringern. Eine Verbesserung der Lebensqualität liess sich aber nicht nachweisen.



Lachsforellen-Filets


Die Studienergebnisse legen nahe, dass unsere Ernährung das Schmerzempfinden beeinflusst und eine Ernährungsumstellung bei Migräne und anderen chronischen Schmerzen helfen kann. Der Effekt sei ähnlich wie bei einigen Medikamenten, schreiben die Wissenschaftler im British Medical Journal (BMJ). Allerdings ist die Einhaltung einer Diät für manche Menschen schwierig. Es ist auch noch nicht geklärt, ob die Ergebnisse auf Kinder, Männer und ältere Erwachsene sowie andere chronische Schmerzzustände übertragbar sind.

Omega-3-Fettsäuren in Fisch

Fische sind nicht nur lecker, sie versorgen den Körper obendrein mit wichtigen Nährstoffen wie Eiweiss, Vitaminen und Mineralstoffen. Die Fettsäuren im Fischfett sind gut für Herz, Gehirn und Immunsystem. See- und Süsswasserfische liefern viele wertvolle Nährstoffe:

hochwertiges Eiweiss (Protein), das leicht verdaulich ist,
lebensnotwendige und gesundheitsfördernde Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren),
wertvolle Vitamine,
Mineralstoffe, Seefische vor allem Jod.
Omega-3-Fettsäuren

Der Fettgehalt schwankt je nach Fischart und biologischem Reifezyklus der Tiere. Fischöle und vor allem die fetteren Fische liefern insbesondere Omega-3-Fettsäuren, damit gehören Fischöle zu den "guten Fetten". Einen hohen Gehalt am Omega-3-Fettsäuren haben zum Beispiel Lachs, Sardellen, Sardinen, Hering (Bild: Matjes), Makrele und Forelle. (BZfE)
(gb)

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