Foodfachzeitung im Internet
Montag, 3. Oktober 2022
Tipp
08.07.2022
Messetipp: Südback 2022 mit Innovationen und Inspirationen

Bäckerei / Konditorei-Fachmesse erweitert Angebot um Themen der Glacéherstellung. 22.-25.10.2022 in Stuttgart
Ecke für Profis
Druckansicht13.05.2021
.METZGEREI: Fleischbranche bietet sichere Jobs und Lehrstellen
Fachleute aus geschüttelten Branchen finden häufig eine sichere Beschäftigung im Fleischgewerbe. Diesem gelangen vor allem im Ladenverkauf signifikante Umsatzsteigerungen.


Sicherer Hafen in der Corona Pandemie: Bedrohte Berufe profitieren von krisensicheren Arbeitsplätzen in der Fleischbranche


Die Erfahrungen der verbandsnahen MT Metzger-Treuhand AG der letzten Jahrzehnte zeigen es deutlich: Berufe in der Fleischwirtschaft sind krisensicher. Die den MT-Treuhändern vorliegenden Zahlen und Erfahrungen belegen, dass sich das Gewerbe vielfach azyklisch zur herrschenden Wirtschaftslage verhält. Konkret heisst dies, dass gewerbliche Fleischfachbetriebe Konjunkturausschläge jeweils nur in moderater Form mitvollziehen und in der Lage sind, auch in Krisenzeiten stabiles Wachstum zu erzielen.

Diese Erkenntnis hat sich auch in der zurzeit herrschenden Corona-Pandemie bewahrheitet. Zahlreichen gewerblichen Fleischfachbetrieben gelang es in dieser herausfordernden Zeit, vor allem im Ladenverkauf zum Teil signifikante Umsatzsteigerungen zu erzielen, während sich die Situation in vielen Bereichen der Ausserhausverpflegung meist als nach wie vor dramatisch erweist. Damit bieten Betriebe der Fleischbranche gerade in der aktuellen aussergewöhnlichen Zeit auch einen sicheren Hafen für durch die Pandemiesituation bedrohte verwandte Berufe.

Allen Unkenrufen zum Trotz sind moderne Metzgereien ein Erfolgsmodell, auf das sich langfristig bauen lässt. Dies belegen zahlreiche Beispiele solcher Vorzeigebetriebe in allen Landes­teilen sowie der allen Unkenrufen zum Trotz stabile Verlauf der Konsumzahlen der letzten Jahre. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die Betriebe eng an ihrem Kundenumfeld und den regionalen Gegebenheiten orientieren und kompromisslos auf Qualität und Kundendienst setzen.

Das Angebot und das Sortiment von Fleischfachbetrieben und damit die Berufsbilder haben sich in den letzten Jahrzehnten jedoch stark verändert. Aus den Metzgereien „alter Schule“ sind Feinkostgeschäfte mit einem breiten massgeschneiderten und vor allem regionalen Spezialitätensortiment, Selbstverpflegungstheken, innovativen Zusatzleistungen und einem Angebot an vielseitigen Verpflegungsmöglichkeiten ausserhalb der eigenen vier Wände geworden. Entsprechend wurden auch die Berufsprofile an diese veränderten Anforderungen angepasst. Dieser wesentliche Wandel in der Branche wurde bis anhin von der Öffentlichkeit kaum bewusst wahrgenommen.



Verändertes Beschäftigungsprofil für Fleischfachleute: kulinarische Kompetenz an der Verkaufstheke und in der Ausserhausverpflegung sind gefragt


Solche zeitgemässe Betriebe werden zunehmend von Berufsleuten geführt, die einerseits eine Ausbildung als Fleischfachleute und andererseits eine abgeschlossene Ausbildung beispiels­weise als Koch aufweisen können. Diese Zusatzausbildung kann in einem abgekürzten Ver­fahren absolviert werden, da es sich um einen verwandten Beruf handelt. Die geschilderte Strukturveränderung hat sich aber auch im Beschäftigungsprofil der Betriebe ausgewirkt.

Fleischfachbetriebe und Fleischproduzenten beschäftigen und suchen in zunehmendem Masse auch gelernte Köche, Lebensmitteltechnologen und Personen aus weiteren Lebensmittel-Berufen und können diesen gerade in der aktuellen Zeit zumindest vorübergehend eine sichere Beschäftigung mit einem direkten Bezug zu ihrer eigentlichen Berufsausbildung bieten. Kunden/innen suchen in vermehrtem Masse fachliche Beratung bezüglich Zubereitung, Herkunft und Zusammensetzung der von ihnen nachgefragten Lebensmittel. Nur wer solches bieten kann, hat in der hart umkämpften Detailhandelslandschaft überhaupt eine Chance und kann die sich bietenden Potenziale auch wirklich nutzen.

Aus diesem Grund eignen sich gelernte und erfahrene Fachkräfte aus anderen Lebensmittel­berufen hervorragend für Tätigkeiten an der Front mit engem Kundenkontakt, im Verkauf und der Beratung oder in der Ausserhausverpflegung. Gewerbliche Fleischfachbetriebe, deren Belegschaft beispielsweise bis zu 20 Prozent aus ausgebildeten Köchen besteht, sind heute keine Seltenheit mehr.


Grosses Angebot und Potenzial auch für Fleischfach-Lernende


Gross sind die angebotenen Möglichkeiten nicht nur für Berufsumsteiger, sondern auch bekanntermassen für Lehrstellensuchende. Ihnen bietet die Fleischbranche ein breites Portfolio an krisensicheren Ausbildungsmöglichkeiten mit interessanten Karrieremöglichkeiten an, die bis hin zur Berufsmittelschule, Fachhochschulstudium, Betriebs- und Konzernleiter reichen können.

Gemäss Philipp Sax, Leiter Bildung und stellvertretender Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes SFF, gelingt es zurzeit jedoch nur, pro Jahr rund 250 der potenziell 400 Lehrstellen mit geeigneten Bewerbern/-innen zu besetzen. Auch in diesem Bereich bieten sich also bezüglich Berufswahl mit sicherer Zukunft noch grosse, ungenutzte Möglichkeiten. (SFF)
(gb)

Ecke für Profis – die neuesten Beiträge
30.09.2022
d.MOLKEREI: Offiziell beste Käse der Schweiz an Swiss Cheese Awards
23.09.2022
d.BÄCKEREI: Brot und Brotteig richtig frosten
16.09.2022
d.LANDWIRTSCHAFT: Megatrends machen Druck
09.09.2022
d.METZGEREI: Die offiziell besten Ausbein-Wettkämpfer 2022
03.09.2022
d.BÄCKEREI: Trendforum an der Südback 2022
28.08.2022d.ERNÄHRUNG: Krux der Proteinernährung im Alter
26.08.2022d.GASTRONOMIE: McVegan & Co haben Startprobleme
19.08.2022d.ERNÄHRUNG: Was bieten exotische Superfrüchte wirklich?
11.08.2022d.GASTRONOMIE: Veränderte Konsumgewohnheiten im 2022
05.08.2022d.BÄCKEREI: Südback-Messe prämiert Innovationen
29.07.2022d.METZGEREI: die richtigen Proteine geben Vegan-Würsten den Knack
22.07.2022d.GASTRONOMIE: Eisgekühlter Kaffee - trendiges Sommergetränk
15.07.2022d.LANDWIRTSCHAFT: Schweizer Erdbeeren schon im März und bis November
10.07.2022d.BÄCKEREI: Ohne Zucker, Transfett, Rahm und Eier
01.07.2022d.TECHNOLOGIE: Algen als ökologischer Rohstoff der Zukunft
24.06.2022d.METZGEREI: Gesundes vom Grill
18.06.2022d.ERNÄHRUNG: Katechine des Grüntees fördern oxidativen Stress
10.06.2022d.TECHNOLOGIE: Wie die ganze Kakaofrucht nutzen
04.06.2022d.MOLKEREI: Sind Ziegenmilchprodukte gesünder?
27.05.2022d.TECHNOLOGIE: Roboter-Megatrend in der Fleischindustrie
20.05.2022d.DETAILHANDEL: Schweizer Bier noch in der Aufholphase
13.05.2022d.VERPACKUNG: Zukunft ist umweltfreundlich, sicher und haltbar
06.05.2022d.METZGEREI: Metzgercenter-Neubau St.Gallen
29.04.2022d.MOLKEREI: Zuckerreduktion in Joghurt
22.04.2022d.ERNÄHRUNG: Gemüse-Abneigung liegt an individueller Bitter-Sensibilität
15.04.2022d.BÄCKEREI: Schweizer Dauerbackwaren-Markt wächst
08.04.2022d.CONFISERIE: Einbruch im Schweizer Süsswarenmarkt
02.04.2022d.CONFISERIE: Der Schweizer Schokolademarkt erholt sich
25.03.2022d.TECHNOLOGIE: Snack-Würzmischungen professionell entwickeln
18.03.2022d.CONFISERIE: Phospholipid-Zusatz statt Temperieren bei Schokolade
Ecke für Profis
30.09.2022
.MOLKEREI: Offiziell beste Käse der Schweiz an Swiss Cheese Awards

Der Gruyère AOP von der Käserei FR in Montbovon wurde als bester Schweizer Käse 2022 ausgezeichnet. Marc Delacombaz gewann den Titel «Swiss Champion».




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland