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.MOLKEREI: Schweizer Käseexport trotzt der Coronakrise
Trotz Corona stiegen die Exporte von Schweizer Käse 2020 mengenmässig um 1.6% sowie wertmässig gar um 3.9%. Aber die Importe von Käse stiegen sogar um 11.7% auf 71664 Tonnen.


Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Umstände durch Corona wurde das Exportniveau des Rekordjahres 2019 mit total 77'124 Tonnen exportiertem Käse, Schmelzkäse und Fertigfondue um 1.6% nochmals übertroffen. Die im Export bekanntesten Schweizer Käsesorten verzeichnen 2020 meist solide Zunahmen, trotz der starken Einbrüche in den Monaten April und Mai. Der Erlös 2020 für die Schweizer Käsebranche (Milchbauern, Käser, Affineure, Handel) betrug insgesamt 693.8 Millionen Schweizer Franken, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einer Zunahme von +3.9% entspricht.

Diese Zunahme ist einerseits auf die gestiegenen Exportmengen, andererseits auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Der durchschnittliche Exportpreis liegt mit 9.19 CHF/kg (Grosshandelspreis) höher als im Vorjahr (8.97 CHF/kg). Ebenso wurde 2020 mehr Schweizer Käse produziert. Die Nachfrage nach Schweizer Käse ist demnach 2020 auch in der Schweiz stark gestiegen.

Erfreuliche Zunahme im Hauptexportmarkt Europa

Rund 45% der Schweizer Milch wird zu über 700 verschiedenen Schweizer Käsespezialitäten verarbeitet. Davon werden knapp 40% weltweit in über 70 Länder exportiert. Der Hauptmarkt für Schweizer Käse ist Europa mit über 80% (62‘919t) der exportierten Menge. Davon importiert Deutschland 32‘926t Schweizer Käse. Dies entspricht gut der Hälfte der Gesamtmenge, welche in die EU exportiert wird. Danach folgen Italien mit 10‘533t und Frankreich mit 5‘839t Schweizer Käse. Durch die zahlreichen, weltweiten Corona-Massnahmen wurde der Marketing-Mix bei Switzerland Cheese Marketing für 2020 permanent optimiert und an die geltenden Vorgaben angepasst.

Es gelang der gesamten Schweizer Käsebranche, grössere Exporteinbrüche im Hauptmarkt Europa abzuwenden und die Exporte sogar zu steigern. Nachdem die Exporte nach ausserhalb Europa 2019 zurückgingen, konnten diese 2020 wieder gesteigert werden. So wurden 2020 total 14‘205t Schweizer Käse nach ausserhalb Europa exportiert. Insgesamt ist der Anstieg insbesondere auf die verstärkten Marketingmassnahmen der ganzen Branche sowie einen dynamischen und möglichst massgeschneiderten Marketing-Mix zurückzuführen.

Coronakrise fördert Käseimporte

Die Coronakrise hat die Importstatistik 2020 stark beeinflusst. Insgesamt wurden 2020 71‘664 t Käse importiert. Dies entspricht mengenmässig einem Zuwachs von +7’529t oder +11.7%. Allerdings wurden für diesen Anstieg von den Importeuren lediglich CHF 452.5 Mio. ausgegeben. Der durchschnittliche Importpreis sank von 6.78 CHF/kg im Jahr 2019 auf 6.31 CHF/kg (Grosshandelspreis). Daher schliesst die wertmässige Zunahme der Importe mit + 4.2% gegenüber den mengenmässigen Importen deutlich tiefer ab.


Einer der weltweit erfolgreichsten Käse ist der griechische Feta.


Unter den importieren Käsen befinden sich viele Billigprodukte, welche u.a. in den Einkaufskörben preissensibler Konsumenten gelandet sind. Diese Konsumenten haben den günstigen Käse vor der Coronakrise mit hoher Wahrscheinlichkeit im grenznahen Ausland eingekauft.

Durch die Corona bedingten Grenzschliessungen wurde der Einkaufstourismus 2020 quasi ins Inland verlagert, d.h. die zusätzlich importierten Billigprodukte wurden offiziell statistisch erfasst. Das Angebot an günstigen Importprodukten hat sich 2020 stark verändert, d.h. die preissensiblen Konsumenten finden die vorher im Ausland gekauften Käse neu in den Regalen des Schweizer Detailhandels. Dies erklärt zumindest teilweise den überdurchschnittlich starken Anstieg der Importe. Rund 82% der Importe stammen aus Italien (25’594t, +12.2%), Deutschland (19'580t, +13.8%) und Frankreich (13’490t, +6.9%). (Switzerland Cheese Marketing SA)
(gb)

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