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.HYGIENE: Fremdkörper mit Radar detektieren
Die etablierten Röntgenverfahren für die Fremdkörperdetektion erkennen vor allem Metalle aber schwerlich Glas, Kunststoff und Holz. Radar könnte diese Lücke schliessen.

Die Fremdkörperdetektion geschieht heute vor allem mit Röntgengeräten. Diese vermögen jedoch nicht alle Fremdkörper zuverlässig aufzuspüren: Während Metalle gut erkannt werden, tut sich das Verfahren bei Kunststoffen, Holz und Glas oft schwer. Ein gewisses Restrisiko bleibt bestehen.

Ein Prototyp namens SAMMI® aus dem Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR kann diese Lücke nun schliessen und für mehr Sicherheit sorgen. Bild: Im Radarbild lässt sich ein zuvor platzierter Glassplitter erkennen.

»Unser System basiert auf Millimeterwellen und kann das etablierte Röntgenverfahren ergänzen«, sagt Daniel Behrendt vom Fraunhofer-INstitut. »Denn es erkennt auch Glassplitter, Kunststoffe und Holz. Nicht durchleuchten kann es dagegen Metalle, aber dies tun die Röntgenverfahren. Die Millimeterwellen sind gesundheitlich unbedenklich.

Das Lebensmittel wird auf ein Band gelegt und durch das Gerät befördert. Oberhalb des Bandes rotiert die Sendeantenne und schickt ihre Wellen durch das Produkt, unterhalb fängt die Empfangsantenne die Wellen wieder auf. Die Millimeterwellen werden durch die verschiedenen Materialien des Lebensmittels auf jeweils ganz eigene Weise abgeschwächt und spezifisch in ihrer Laufzeit verzögert. Daher lassen sich mit ihnen nicht nur Struktur und Zusammensetzung des Lebensmittels erkennen, sondern auch kleinste Abweichungen davon – wie sie etwa durch Fremdkörper hervorgerufen werden.

Man erhält als Ergebnis ein Bild des untersuchten Gegenstands, auf dem Fremdkörper sofort zu erkennen sind. Selbst verpackte Ware lässt sich auf diese Weise berührungslos und zerstörungsfrei untersuchen. Der Prototyp am Fraunhofer FHR kann bis zu 30 x 30 x 5 Zentimeter grosse Lebensmittel analysieren. Die Technologie eignet sich jedoch nicht nur zur Lebensmittelkontrolle. So bietet das System unter anderen bei der zerstörungsfreien Produktprüfung Vorteile. (Fraunhofer-Institut)
(gb)

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