Foodfachzeitung im Internet
Admin aufrufen
Montag, 18. Mai 2026
Report
Druckansicht 21.08.2024
Brombeeren – wilde schmecken intensiver
Klassiche Verarbeitungen sind Konfitüre, Gelee, Sauce zu Vanilleglacé, Smoothies, Kuchenzutat. Für lange Haltbarkeit bietet sich Frosten an.

Brombeeren sind ausserordentlich empfindlich und halten sich höchstens ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Dazu sollten sie auf einem grossen Teller ausgebreitet werden, da sie schneller schimmeln, wenn sie aufeinanderliegen. Am besten werden sie umgehend gegessen, verarbeitet oder konserviert.

Bei der Verwendung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Solo oder im Obstsalat, zum Vanille-Eis, im Joghurt, in Smoothies, Milchshakes, Sorbets oder Quarkspeisen. Die Beeren sollte man in diesen Fällen erst unmittelbar vor dem Verzehr waschen. Beliebt ist auch das Einkochen zu Gelee oder Marmelade. Natürlich eignen sich Brombeeren auch als Kuchenbelag, für Crumbles oder als Zutat in Muffins.



Brombeer-Sorbet


Für eine längere Haltbarkeit bietet sich das Einfrieren an. Dazu werden die gewaschenen Brombeeren zunächst auf einem Blech oder einem Teller vorgefroren, bevor sie gemeinsam in eine Verpackung kommen. So halten sie sich etwa ein Jahr lang.

Das Nährstoffprofil kann sich sehen lassen. Der Energiewert ist lediglich 43 Kilokalorien (pro 100 g Früchte) aus, was hauptsächlich auf den Gesamtzuckergehalt (ca. 6 g) zurückzuführen ist. Der Ballaststoffgehalt liegt immerhin bei etwas über drei Gramm.

Bei den Vitaminen ist hauptsächlich Vitamin C mit 17 Milligramm in nennenswerten Mengen enthalten sowie Carotinoide, die Vorstufe von Vitamin A. Unter den Mineralstoffen sticht der Magnesiumgehalt mit 30 Milligramm heraus, was für Beerenobst beachtlich ist. Den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen, etwa den Flavonoiden, werden eine Reihe von positiven Gesundheitseffekten zugeschrieben.

Wilde Brombeeren

Wilde Brombeeren kann man selber pflücken, kostenfrei und „zero waste“. Puncto Genuss sind die wilden Früchten den kultivierten Varianten voraus. Sie sind zwar kleiner, dafür haben sie jedoch ein einzigartiges Aroma – saftig, süss und in harmonischer Waage leicht sauer.

Die ersten reifen Früchte zeigen sich bereits Ende Juli, Hochzeit ist jedoch im August und September. Da die Gehölze nicht nur sehr wüchsig sondern auch recht anspruchslos sind, findet man Brombeersträucher oft an Feld-, Wald- und Wegrändern, aber auch in Hecken und Gebüschen. Gesammelt wird nicht in Bodennähe und nur an hygienisch unbedenklichen Orten, also nicht an viel befahrenen Strassen.


Botanisch betrachtet handelt es sich nicht um Beeren, sondern um sogenannte Sammelsteinfrüchte


Am Strauch hängen gleichzeitig sowohl vollreife dunkel-violette bis tief-blauschwarze Früchte, als auch unreife rote Beeren, die noch ein paar Tage oder Wochen brauchen. Insofern lohnt es sich, die Fundorte mehrfach aufzusuchen. Nur reife Früchte sind weich und lassen sich leicht vom Zweig lösen, unabhängig von der Farbe.

Brombeeren, auch Kratzbeeren genannt, gehören zur Familie der Rosengewächse. Die ersten Kulturbrombeeren sind jetzt in den Handel. Sie stammen in der Regel von Pflanzen, die am Spalier wachsen und denen die Stacheln weggezüchtet wurden. So lassen sich die Beeren leichter und angenehmer ernten. (BZfE)



Brombeer-Konfitüre



Rezepttipp: Brombeerkonfitüre

½ Zitrone
600 g Brombeeren
250 g Gelierzucker 2:1

Zitrone auspressen. Grosse Brombeeren halbieren, kleinere ganz lassen. Beeren mit Zitronensaft und Gelierzucker mischen. Aufkochen, ca. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Konfitüre mit einem Stabmixer pürieren und nach Belieben durch ein feines Sieb streichen. Konfitüre unter Rühren nochmals aufkochen. Sofort in heiss ausgespülte Gläser abfüllen und verschliessen. Auskühlen lassen. (Rezept: Migusto)
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
17.05.2026
dErdbeeren: Süsser Höhepunkt des Frühsommers
03.05.2026
dAllzu scharf kann gesundheitlich riskant sein
25.04.2026
dEinheimische Weine gewinnen Marktanteile
10.04.2026
dBacken mit Honig
31.03.2026
d Das Ei: Wunder der Natur
23.03.2026 dMorchelsaison startet
08.03.2026 dSlow Food Markt Zürich 2026 im Rückblick
27.02.2026 dDörrfrüchte von Äpfeln über Beeren bis Steinobst
13.02.2026 d Brot backen ist Kunsthandwerk
04.02.2026 dSchweizer Büffelfleisch auf den Teller
26.01.2026 dRoggenbrot ist Brot des Jahres
14.01.2026 dGesundheitsrisiken in der Teflonpfanne?
28.12.2025 dAnstossen mit Schweiz im Glas
19.12.2025 dWeihnachten clever kochen und geniessen
11.12.2025 d Trutenbraten zum Weihnachtsfest
01.12.2025 d Lebkuchen: Duft von St. Nikolaus
23.11.2025 dMikronährstoffe bei fleischloser Ernährung
09.11.2025 dRomanesco: vitaminreicher farbenfroher Türmchenkohl
28.10.2025 dKürbis: Eine uralte Kulturpflanze im Hoch
20.10.2025 dHerbstliche Quitten richtig verarbeiten
13.10.2025 dOffiziell beste Regionalprodukte 2025
07.10.2025 dWas genau sind hochverarbeitete Lebensmittel?
29.09.2025 dSchweizer Wildfleisch – stark gefragt aber meist importiert
16.09.2025 dHigh-Protein: oft mehr Schein als Sein
09.09.2025 dSaisonales Obst und Gemüse einfrieren
31.08.2025 dVor- und Nachteile von Käse aus Milch oder vegan
22.08.2025 dETH verbessert Laborfleisch aus Rindsmuskelfasern
13.08.2025 dVielseitige gesunde proteinreiche Erbsen
03.08.2025 dSchweizer Fleischersatz aus Pilzprotein und Zuckersirup
25.07.2025 dTrendige Algen als vielseitiger, nachhaltiger Rohstoff
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland