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Erfolgreicher Slow Food Market Zürich 2017
Der 7. Slow Food Market Zürich hat Publikum und Aussteller begeistert. Es herrschte eine grossartige Stimmung aber auch etwas Gedränge.


Der 7. Slow Food Market in Zürich lockte viel interessiertes Publikum an. Vermutlich motivierte auch das nass-kalte Herbstwetter zum längeren Verweilen drinnen statt draussen.


Slow Food von 246 Lebensmittelproduzentinnen und -produzenten aus der Schweiz und zehn europäischen Ländern vermochte das Zürcher Publikum während den vergangenen drei Tagen zu begeistern. Von Freitag bis Sonntag strömten 11948 Besucherinnen und Besucher in die Halle 1 der Messe Zürich (Vorjahr: 11600), um die verschiedensten Slow Food-Produkte näher kennenzulernen.

Alexandre Fricker, Geschäftsführer von Slow Food Schweiz, freute sich über das grosse Interesse am Thema Slow Food: «Unser Verein Slow Food Schweiz konnte mit dem Market viele Menschen ansprechen – darunter auch eine erfreulich grosse Anzahl junger Foodies –, die im Dialog ein grosses Interesse zeigten an gut, sauber und fair produzierten Lebensmitteln, dem weltweiten Kernanliegen von Slow Food. Im Gespräch mit den Produzenten kam ein reger, persönlicher Austausch zustande, der zu den Besonderheiten des Slow Food Markets zählt.



Bischi-Chef Alois Schlager gewann am Regionalprodukte-Wettbewerb 2017 eine Silbermedaille für den naturgetrockneten Bio-Rohschinken. www.bischi.ch


In der an allen drei Tagen gut gefüllten Markthalle war das Publikumsinteresse gross und der Austausch mit den Produzenten rege. Der zufriedene Eindruck schlug sich auch in der repräsentativen Besucherbefragung nieder: Gemäss der Befragung kam der grösste Teil der BesucherInnen mit einer Kaufabsicht (93%) an den Market und gingen mit Ausgaben von durchschnittlich über 80 Franken pro Person zufrieden und mit entsprechend gut gefüllten Taschen wieder heim.

Einen grossen Mehrwert lieferte auch das neue Koch-Atelier im Rahmenprogramm, welches mit seiner Vielfalt und Professionalität der Beiträge neue Massstäbe setzte und auf sehr grosses Interesse stiess. Ein Beispiel war die Demonstration des natürlichen Entenlebermousse von Inbar Zuckerberg, Küchenchefin des Restaurants Kaisers Reblaube. Die Nachfolgerin von Peter Brunner zeigte die Herstellung von Entenlebermousse aus natürlich gewachsenen Entenleber d.h. von nicht gestopften Enten. Damit beweist sie, dass die klassische Foie gras aus Stopfleber kein Muss ist.



Inbar Zuckerberg zeigte im Koch-Atelier die Herstellung von Entenlebermousse aus ungestopften Entenlebern, Butter und Eigelb. www.kaisers-reblaube.ch


Bei den BesucherInnen kamen auch die von Coop Schweiz unterstützten Slow Food-Presidi sowie die Gemeinschaftsstände von den Schweizer Pärken, Bio Suisse, ProSpecieRara und Das Beste der Region gut an. Dass 96 Prozent den Slow Food Market weiterempfehlen und 85 Prozent auch nächstes Jahr wiederkehren wollen, erfreut Messeleiter Peter Plan und lässt ihn optimistisch in die Zukunft blicken: «Wir haben durchwegs positive Rückmeldungen seitens dem Publikum und seitens der Aussteller erhalten, was uns natürlich besonders glücklich macht».


Italien war wie immer gut vertreten. Bild: Streichfähige Salami «Nduja» der calabresischen Firma Benedetto: geeignet als Aufstrich für Brischetta oder warm für Pasta oder Suppen.



68 Produkte erhielten die Bio-Gourmet-Knospe

Bio Suisse zeichnet jedes Jahr Bio-Produkte aus, die höchste geschmackliche Anforderungen erfüllen. Dieses Jahr wurden 120 Produkte eingereicht, 68 erhalten den begehrten Zusatz «Bio-Gourmet-Knospe». Fünf davon werden für ihre besonders herausragende Qualität zudem mit einer Sonder-auszeichnung prämiert. Die GewinnerInnen wurden am «Slow Food Market» am 10. November in Zürich ausgezeichnet.

Der Jahrgang 2017 hat das hohe Niveau früherer Jahre bestätigt: 68 der insgesamt 120 eingereichten Produkte haben die hohen Qualitätskriterien einer Bio-Gourmet-Knospe erfüllt. Die Produkte wurden im September von einer unabhängigen Fachjury unter der Leitung des Sensorikers und Food-Journalisten Patrick Zbinden in einer Blinddegustation nach den Kriterien Aussehen, Aroma, Geschmack, Textur, Harmonie und Abgang verkostet und bewertet. 47 Produkte wurden mit der Note 5 und 21 Produkte mit der Höchstnote 6 bewertet. Ende Oktober wurden die Produkte mit der Höchstnote ein zweites Mal verkostet. Eine Sonderauszeichnung erhalten haben:

Cashew-Nüsse mit Bergkräutern von Rostal, herbes aromatiques Grand-St-Bernard; Jurykommentar: intensiv, frisch; hervorragender Geschmack und Harmonie.

Estragon-Essig von Gugger-Guillod; Jurykommentar: goldfarben; blumig, fruchtig mit kräftiger Estragonnote; lang anhaltender Abgang; ausgewogene Harmonie zwischen Essig und Estragon; viel Körper.

Naturaplan Bio 70% Cacao Ecuador 100G von Chocolats Halba; Jurykommentar: intensiver und sortentypischer Geruch; ausgewogene Säure und Bitterkeit mit einer geringen Süsse; samtig schmelzende Textur.

Naturaplan Bio 60% Cacao Ecuador mit Kakaonibs von Chocolats Halba; Jurykommentar: intensiver und sortentypischer Geruch; ausgewogene Säure, Bitterkeit und Süsse; knackend körnige Textur.

Sonnenblumenöl kaltgepresst von Oleificio Sabo; Jurykommentar: sauberes, leuchtendes Gelb; kerniger, nussiger Geruch; frisches, intensives Aroma; lang anhaltender Abgang.


Mehrere Sorten «veredelte» Essigmischungen von Traumgenuss in Sursee wurden mit der Bio-Gourmet-Knospe 2017 ausgezeichnet: Cassis, Ingwer, Randen und Rosmarin. www.traumgenuss.ch


Bio Suisse zeichnet jedes Jahr Bio-Produkte, die höchsten geschmacklichen Anforderungen entsprechen, mit dem Zusatzlabel «Bio-Gourmet-Knospe» aus. Besonders herausragende Produkte erhalten zudem eine Sonderauszeichnung. Bio-Produkte, die gemäss Bio Suisse Richtlinien hergestellt werden, stehen nicht nur für Nachhaltigkeit, sie sind auch geschmackvoll und bieten höchsten Genuss. Um die Konsumentinnen und Konsumenten auf diese besonderen Produkte aufmerksam zu machen, vergibt Bio Suisse jedes Jahr die Bio-Gourmet-Knospe. Sie garantiert die hohe geschmackliche Qualität und Besonderheit des ausgezeichneten Produktes. Die zwölfte Prämierung erfolgt in Zusammenarbeit mit Schweizer Spitzenköchen und Slow Food Youth. Eingereicht werden konnten Produkte der Kategorien Obst-, Gemüse-, Getreide- und Ölsaatenprodukte, aber auch Honig, Schokolade, Saucen und Essig.


Maria Meyer und Martin Bienerth von der Sennerei Andeer sind mehrfach preisgekrönte Hersteller von Bio-Spitzenkäse. Bienerth ist ausserdem auch Buchautor und Alpleben-Fotograf. www.sennerei-andeer.ch


Insgesamt reichten 33 Produzentinnen und Produzenten 120 Produkte für die Auszeichnung mit der Bio-Gourmet-Knospe ein. Dem Turnus entsprechend wird dieses Jahr eine breite Produktpalette prämiert: Sie umfasst unter anderem Obst-, Gemüse-, Getreide- und Ölsaatenprodukte, aber auch Honig, Schokolade, Saucen und Essig. Die Produkte wurden im September von einer unabhängigen Fachjury unter der Leitung des Sensorikers und Food-Journalisten Patrick Zbinden in einer Blinddegustation nach den Kriterien Aussehen, Aroma, Geschmack, Textur, Harmonie und Abgang verkostet und bewertet. 47 Produkte wurden mit der Note 5 und 21 Produkte mit der Höchstnote 6 bewertet.

Ende Oktober werden die Produkte mit der Höchstnote ein zweites Mal verkostet. Für Bio Suisse juriert Spitzenkoch Jörg Slaschek (Restaurant Attisholz) die Sonderprämierung der Bio-Gourmet-Knospe. Der Jury gehören zudem Anna Pearson (Slow Food Youth), Sandro Dubach und Jürgen Kettner (beide Marmite Youngster) an. Wer erneut die Note 6 bekommt, erhält eine Sonderauszeichnung. (Text: Slowfoodmarket, Biosuisse)
(gb)

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