Foodfachzeitung im Internet
Dienstag, 18. Januar 2022
Tipp
17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
Report
Druckansicht04.12.2015
Die offiziell besten Metzgereien der Schweiz
An der Metzgerei-Fachmesse Mefa 2015 in Basel hat der Schweizer Fleischfachverband die besten Fleischprodukte und Metzgereien prämiert.


Die offiziell besten Metzgereiprodukte, zu bewundern an der Mefa 2015 in Basel


Wer ist der beste Schweizer Fleischfachbetrieb, wer bietet auf dem Markt die besten Schweizer Fleischprodukte an? Antworten auf diese Fragen gibt jeweils der vom Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) und dem Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft (ABZ) in Spiez seit über 40 Jahren durchgeführte Qualitätswettbewerb für Fleischprodukte und -zubereitungen. Die letzte Ausgabe dieser harten Qualitätsprüfung fand 2013 statt. Dieses Jahr gab es an der Metzgereifachmesse Mefa in Basel 21.-25.11.2015 eine Wiederholung.

Insgesamt wurden 512 Produkte aus 123 gewerblichen und industriellen Betrieben von den Experten auf Herz und Nieren geprüft und bewertet. Die Resultate dieses fachlichen Kräftemessens wurden im Rahmen der Mefa bekannt gegeben. Am SFF-Stand der Mefa waren die prämierten Produkte ausgestellt (Bild). Einige Beispiele:



Gold für die Weisswurst der Metzgerei Sandmeier in Kölliken AG




5 Goldmedaillen für die Metzgerei Buffoni in Illnau ZH, hier für die Haussalami


Die Hürden für einen Medaillengewinn in den sieben Kategorien sind höchst anspruchsvoll. So müssen alle der eingereichten Produkte unter anderem aus betriebseigener Produktion stammen und im Teilnehmerbetrieb während der ganzen Woche erhältlich sein. Um die Konsistenz der Qualität über einen längeren Zeitraum zu testen, wurden die gleichen Produkte seit dem Frühjahr 2014 insgesamt zweimal geprüft.


Gold für das Walliser Trockenfleisch von Cher Mignon


Für die Prüfung erhielten die Kandidaten von der Expertenkommission an einem vorgängig nicht bekannten Datum ein sehr kurzfristig angesetztes Aufgebot mit der genauen Angabe, wann das Produkt bei den Juroren einzutreffen habe. Damit soll verhindert werden, dass speziell für die Prüfung hergestellte Produkte eingereicht werden und so ein verzerrtes Bild der tatsächlich im Markt angebotenen Qualität entstehen könnte. Jeder Teilnehmer konnte eine beliebige Anzahl an unterschiedlichen Produkten einsenden. Bewertet wurden die fünf Kriterien Aussehen, Schnittbild, Verarbeitung, Geschmack und Geruch.



Gold für den Schwartenmagen der Metzgerei Zeller in Herisau SG: auch währschafte Produkte werden durch die Prämierung geadelt


Geprüft werden von einer unabhängigen Fachjury jeweils die von den teilnehmenden Betrieben eingereichten Produkte in den sieben Kategorien Brühwürste, Rohwürste, Kochwürste, Rohpökelwaren, Kochpökelwaren, Feinkostprodukte und Verschiedene Produkte. Die vollständige Medaillenliste kann auf der SFF-Website heruntergeladen werden: www.carnasuisse.ch/de/bildergalerie/mefa2015.php > Medaillenspiegel 2015



Gold für die Jura-Forellenfilets vom Heissrauch von der Metzgerei Jenzer in Arlesheim: moderne Metzgereien verarbeiten auch Seafood und dies auf einem kulinarischen Spitzenniveau


Mittels eines anspruchsvollen Verfahrens werden von der Jury nicht nur der Gesamtsieger und damit beste Schweizer Metzger, sondern auch die Sieger in den einzelnen Kategorien gekürt. Die grossen Gewinner des Gesamtklassements des SFF-Qualitätswettbewerb 2015 sind die erstplatzierte Ernst Sutter AG aus Gossau SG und ex aequo auf dem zweiten Platz die Micarna SA aus Bazenheid SG und Courtepin FR sowie die Felder AG aus Seewen SZ.



Die besten Schweizer Metzger kommen aus den Kantonen St. Gallen und Schwyz Gesamtsieger des Qualitätswettbewerbs 2015 wurde die Ernst Sutter AG, Gossau.

Bild: Reto Sutter, CEO der Ernst Sutter AG


Das Reglement sieht vor, dass ein Kategoriensieg nur an Bewerber vergeben werden kann, die in der betreffenden Kategorie mindestens drei Produkte eingereicht haben. Da kein Bewerber diese Bedingung erfüllt hat, konnte in der Kategorie Kochwürste kein Kategoriensieger erkoren werden. In den übrigen sechs Kategorien haben sich folgende Betriebe als Kategoriensieger durchgesetzt:

Sandmeier Fleisch und Feinkost AG, Kölliken AG (Brühwürste),

Metzgerei Buffoni AG, Illnau ZH (Rohwürste),

Cher Mignon S.A., Chermignon VS und Ernst Sutter AG, Gossau SG (Rohpökelwaren),

Metzgerei M. Schwander, Riggisberg BE (Kochpökelwaren),

Hotz Fleisch Wurst Traiteur, Uster ZH (Feinkostprodukte)

Ceposa AG, Kreuzlingen TG (Verschiedene Produkte).

Qualitativ hochstehende Produkte werden je nach erzieltem Ergebnis mit einer Gold-, Silber- oder Bronze-Medaille ausgezeichnet. Um möglichst von der „Tagesform“ unverfälschte Ergebnisse zu ermitteln, werden die einzelnen Produkte jeweils von drei Experten in zwei zeitlich auseinanderliegenden Prüfungsdurchgängen bewertet. Dabei waren gelegentlich auch prominente Gastprüfer am Werk, so der 8. Bundesrat Roland Mahler sowie der Zürcher Stargastronom Michel Péclard.



Markus Sandmeier, der derzeit offiziell beste Brühwursthersteller an der Prämierungsfeier


Die Objektivität der Prüfung wurde sichergestellt, indem die Ergebnisse der dreiköpfigen Expertenteams jeweils von zwei Oberexperten nochmals überprüft wurden. Dank dieses akribischen Prüfungsverfahrens ergab sich ein sehr verlässliches Bild der von den Wettbewerbsteilnehmern im Markt angebotenen Qualität. Mit einem Erfolg in der Qualitätsprüfung erhalten die Teilnehmer auch das Recht, ihre prämierten Produkte entsprechend auszuzeichnen und das erhaltene Qualitätssiegel in ihrem Marketing einzusetzen. (Text: SFF. Personenbilder: Arthur Rossetti)

(gb)

Report – die neuesten Beiträge
14.01.2022
dTiefkühl-Produkte: Vor-/Nachteile und Trends
06.01.2022
dLebensmittel mit antioxidativem Gesundheitswert
29.12.2021
dSchmunzel-Tipps zum Silvester 2021
23.12.2021
dWeihnachtsgeschenk Panettone: Kauf- und Herstelltipps
16.12.2021
dKunst des Milch-Schäumens
09.12.2021dNüsse und Mandeln richtig verarbeiten
03.12.2021dMehr Beachtung für Vollkorn
20.11.2021dSpezialgeflügel von Gans über Ente bis Perlhuhn
05.11.2021dFrischer oder Frische-verlängert?
21.10.2021dHandwerks- oder Industrie-Pasta?
14.10.2021dDie perfekt gelierte selbstgemachte Konfitüre
07.10.2021dFett und Cholesterin schaden nicht
14.10.2021dSchweizer Baumnüsse boomen
07.10.2021dSt.Galler Kalbsbratwurst im Porträt und mit Grilltipps
30.09.2021dSchweizer Ernährungsbulletin 2021 erschienen
23.09.2021dIst Dinkel besser als Weizen?
16.09.2021dTierwohl zwischen Politik und Ladenregal
09.09.2021dGemüse in Essig und Öl einlegen
02.09.2021dDer Regen-Sommer 2021 hat die Glace-Lust verdorben
26.08.2021dKrux der Ersatzrohstoffe in Backwaren «frei von…»
19.08.2021dRegionale Schlachtbetriebe fördern Tierwohl
12.08.2021dRäuchern im Trend – wie und warum
05.08.2021dSuche nach der besten Crevette
29.07.2021dWelcher Functional Food ist sinnvoll?
22.07.2021dSchaleneier richtig handhaben
15.07.2021dSchweizer Gourmetbrote und Extrawürste
08.07.2021dGesunde Convenience - nicht immer ein Widerspruch
01.07.2021dProfi-Tipps zum Fisch grillieren
24.06.2021dTiefkühlprodukte sind besser als ihr Ruf
17.06.2021dFleisch statt Spinat bei Eisenmangel
Ecke für Profis
15.01.2022
.BÄCKEREI: Getreideproduzenten wollen von Brotverteuerung profitieren

Hohe Energie- und Rohstoffpreise verteuern aktuell Backwaren. Laut den Getreide-Produzenten hat die Getreideproduktion davon allerdings noch nichts gespürt und verlangt nun einen Anteil am Kuchen.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland