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Report
Druckansicht13.04.2008
Welches sind die besten «Extra vergine»-Olivenöle 2008?
Die Zürcher Hochschule ZHAW veranstaltete zum siebten Mal eine Olivenöl-Qualitätsprämierung und den Internationalen Olivenkongress. 132 Olivenöle aus elf Ländern wurden eingereicht.



Die Gewinner der Goldenen Olive 2008

Im Mittelpunkt der Veranstaltung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil ZHAW veranstaltete stand die Verleihung der Goldenen und Silbernen Olive für Extra Vergine Olivenöle. Fünf Olivenöle, vier italienische und ein kroatisches, wurden mit der Goldenen Olive ausgezeichnet und acht mit der Silbernen Olive (Gewinner: siehe Link am Ende des Beitrags). Weitere 17 Olivenöle erhielten einen Award als Anerkennung für ihre hervorragende sensorische Qualität. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 7th International Olive Congress Zurich 2008 statt.

Produzenten, Importeure und Einzelhändler aus elf verschiedenen Nationen hatten insgesamt 132 Olivenöle Extra Vergine zur Bewertung eingereicht. Von den 132 eingegangenen Testobjekten schafften es 59 in die Entscheidungsrunde. Insgesamt 30 Öle wurden in den drei Kategorien Goldene Olive, Silberne Olive und Award prämiert.

Die 132 Olivenöle wurden aus insgesamt elf verschiedenen Ländern eingereicht: rund 44% stammten aus Italien, 29% aus Spanien, 15% aus Griechenland, 3% aus Portugal, je 2% aus der Türkei und Kroatien und die übrigen mit jeweils rund 1% verteilt aus Australien, Israel, Argentinien, Slowenien und Südafrika.

Fehlerfrei, harmonisch und im Abgang dauerhaft

Die Jury, das Swiss Olive Oil Panel der ZHAW in Wädenswil, degustierte die Produkte und nahm die objektive sensorische Beurteilung vor. Die Beurteilung der Olivenöle bestand aus der Intensitätsbewertung (Paneltest) von zehn Kriterien, die das IOOC (International Olive Oil Council) definiert. Zunächst wurde festgestellt, ob das Öl frei von negativen Eigenschaften ist, was eine Grundvoraussetzung für die Klassifizierung von Olivenöl in der Extra Vergine-Qualität darstellt. Ausserdem wurden die Fruchtigkeit, die Bitterkeit und die Schärfe der Öle beurteilt, allesamt positive Attribute für Olivenöl.

Diese drei positiven Attribute, sowie die Erfassung weiterer positiver Aromen, welche insbesondere die sensorische Komplexität der Öle ausmachen, bildeten dann die Grundlage für die Bewertung des harmonischen Gesamteindrucks und dessen Dauerhaftigkeit in Nase und Gaumen - und damit für die Prämierung der besten Öle.

Transparenz und Qualitätssteigerung als Ziel

Anlässlich einer Konsumentendegustation an der Gourmesse Zürich vom 10.-13. Oktober 2008 im Kongresshaus Zürich werden dieselben Öle von Endverbrauchern blind degustiert und nach Beliebtheit beurteilt. Die 15 bestplatzierten Öle dürfen dann den Schriftzug OLIO 2008 auf ihren Etiketten tragen.

Ziel des Olive Oil Award ist die Steigerung der Transparenz auf dem Olivenölmarkt und die nachhaltige Qualitätssteigerung. So dienen die Ergebnisse den Produzenten, Importeuren und Einzelhändlern als wissenschaftliche Basis für die mittel- bis langfristige Qualitätsverbesserung von Nativem Olivenöl. Gleichzeitig bietet der Anlass einen repräsentativen Überblick über die Qualität des Olivenölangebots auf dem nationalen und internationalen Markt.

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