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SAISON: Melonen - auch aus Schweizer Anbau

Die Melone wird oft als Frucht betrachtet, ist jedoch ein Gemüse und gehört zur Familie der Kürbisgewächse. In der Küche sorgt das Fruchtgemüse für einen exotischen Hauch im Teller und verleiht vielen Rezepten das besondere Etwas. Wasser- und Zuckermelone eignen sich besonders als frische Kick in Salaten und Desserts, bringen aber auch grilliert etwas einzigartig Süsses auf den Tisch. Püriert und mit Tequila, Rum oder Wodka gemixt, macht die Melone zudem auch als Sommerdrink Lust.

Reife Wassermelonen klingen beim Klopfen hohl und bei Zuckermelonen ist es ein dumpfer Ton. Unreife Melonen hingegen geben kaum ein Geräusch von sich. Eine reife Melone ist zudem schwerer als eine gleich grosse unreife. Obwohl Melonen noch nachreifen können, haben ausgereifte Melonen bereits auf dem Feld das intensivste Aroma und riechen süsslich. Melonen sind nicht allzu lange haltbar und verlieren schon nach rund einer Woche ihr Aroma.

Wassermelonen bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser, bei Zuckermelonen ist der Wasseranteil mit rund 85 Prozent etwas tiefer. Der hohe Wassergehalt und der zum Teil hohe Anteil an Vitamin A und C sowie an Lithium und Zink machen Melonen während der Saison im Sommer zu einem gesunden und willkommenen Durstlöscher. Hingegen ist der Gehalt an Vitamin E, Folsäure, Eisen und Kalzium im Vergleich zu anderen Obst- und Gemüsearten eher gering.

Sortenvielfalt und Schweizer Produktion

Bei den Wassermelonen gibt es weltweit hunderte gar tausende Sorten, die zum Anpflanzen zur Verfügung stehen. Sie variieren in Form, Grösse sowie innerer und äusserer Farbe. Auch die Zuckermelone gibt es in einer Vielzahl an Varietäten und Sorten, die in Europa in drei Grossgruppen gegliedert werden: Die Wintermelonen, zu denen unter anderem die Honigmelone zählt; die Netzmelonen, zu denen die Galiamelone gehört und die Cantaloupemelonen, zu denen die Sorte Charentais gehört.

In der Schweiz werden vor allem Charentais, Netzmelonen, Honigmelonen und Galiamelonen angebaut. Der Anbau ist allerdings verschwinden klein und nur eine Handvoll Landwirtinnen und Landwirte stellen sich den klimatischen Herausforderungen und den grossen Unsicherheiten in der Produktion der Melonen: Letztes Jahr wurden in der Schweiz 4 Tonnen Melonen geerntet. Bei einem Pro-Kopf-Konsum von rund 3,3 Kilogramm konnten also nur rund 1’200 Personen ihren Konsum mit Schweizer Melonen decken. Daneben wurden rund 28’290 Tonnen Melonen importiert. Wassermelonen waren gegenüber Zuckermelonen noch um einiges beliebter: Hier wurden rund 40’100 Tonnen aus dem Ausland eingeführt.

Die grösste Wassermelonenproduzentin ist China, wo 60 Prozent der weltweit geernteten Wassermelonen angebaut werden. In Europa wurden 2019 insgesamt rund 5,8 Millionen Tonnen geerntet. Die grössten Wassermelonenproduzenten in der EU waren Spanien, Italien und Griechenland. Die Weltjahresernte der Zuckermelonen betrug 2019 laut Zahlen der FAO 27,5 Millionen Tonnen. Auch hier baute China mit 13,5 Millionen Tonnen und fast 50 Prozent am meisten aller weltweit geernteten Zuckermelonen an. Rund 2 Millionen Tonnen Zuckermelonen wurden 2019 auch in Europa geerntet. In der EU gehören neben Spanien noch Rumänien, Italien und Frankreich zu den Hauptanbaugebieten.

Unterschieden wird hauptsächlich zwischen Wasser- und Zuckermelonen. In der Botanik werden diese Melonenarten untereinander aber nicht als Verwandtschaftsgruppe angesehen: Die Zuckermelonen sind nämlich enger mit den Gurken verwandt als mit den Wassermelonen. Botaniker gehen davon aus, dass die meisten Melonenarten ursprünglich aus Afrika kommen. Entsprechend mag die Melone ein ausgeglichenes, warmes und eher trockenes Klima. Das Gewächs wird vor allem in subtropischen Gebieten kultiviert und macht grosse und saftreiche Beerenfrüchte. (LID)
(gb)

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