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Druckansicht14.03.2009
Portulak: frisch, fein aber noch wenig bekannt
Die Blätter des Winterportulaks schmecken frisch, nussig, leicht säuerlich und mild. Gekocht kann er wie Spinat verwendet werden oder in einer Suppe.

Zum Winterausklang ein bisschen Kuba-Spinat? Oder Tellersalat? Das sind beides Bezeichnungen für den Portulak. Portulak ist ein Nischenprodukt und wenig bekannt - trotzdem lohnt es sich, in den kälteren Monaten neben dem Nüsslisalat auch einmal Portulak zu servieren. Die teller- oder schaufelförmigen Blätter des Winterportulaks schmecken frisch, nussig und leicht säuerlich und sind milder als der Nüssli oder als die vergleichbare Kresse.

Der Portulak kann als Salat serviert oder als frische Geschmacksnote über ein Hauptgericht gestreut werden. Auch gekocht kann er wie Spinat verwendet werden oder in einer Suppe (siehe Rezept).

Portulak lässt sich gut im Garten oder im Blumenkasten ziehen. Die feinen Samen aussäen, mit einem Gemisch aus Erde und Sand leicht zudecken, wässern und andrücken. Nach etwa sechs Wochen kann zum ersten Mal geerntet werden. Die Blätter werden nicht zu tief abgeschnitten, so treibt die Pflanze mehrmals durch.

Der Portulak enthält viel Vitamin C und Vitamin E sowie die Mineralstoffe Magnesium, Eisen und Kalzium. In der Naturheilkunde wird Portulaktee gegen Blasen- und Nierenleiden verwendet.

Winterportulak ist frosthart und kann im Freien überwintern. Angebaut wird er aber im Gewächshaus oder unter Folien. Neben dem Winterportulak gibt es auch den Sommer- oder Gemüseportulak. Dieser hat einen würzigeren, leicht salzigen Geschmack, dickere Stengel und Blätter und wird seltener angebaut. Insgesamt zählt die Familie der Portulakgewächse rund 30 Gattungen und über 300 Arten, manche davon werden als Zierpflanzen in den Gärten verwendet, andere fallen eher als Unkraut auf, indem sie Platz besetzen und Nährstoffe zehren.

Der Winterportulak stammt von der Westküste Nordamerikas, die Indianer benützten ihn als Salat und Suppenkraut. Später verbreitete er sich nach Kuba – deshalb der Name Kuba-Salat – und Australien und schliesslich auch nach Europa.


Portulaksuppe mit Räucherforelle
Für 2 Personen

1/2 Schalotte, gehackt
Butter zum Andünsten
200 g Portulak, gewaschen
1 mittelgrosse Kartoffel, geschält,
in kleine Würfel geschnitten
2.5 - 3 dl Gemüsebouillon
1/2 TL Meerrettich (im Glas)
Salz, Pfeffer
150 g Räucherforelle,
schräg in Streifen geschnitten
einige Portulakblättchen

Schalotten in aufschäumender Butter andünsten. Portulak und Kartoffeln beifügen und kurz mitdünsten.

Mit Bouillon knapp bedecken und zugedeckt bei mittlerer Hitze weichdünsten. Leicht auskühlen lassen, dann pürieren.

In die Pfanne zurückgiessen und mit soviel Bouillon wie nötig zu einer geschmeidigen Konsistenz verlängern. Bis knapp vor den Kochpunkt bringen. Meerrettich und Rahm dazugeben und würzen.

In vorgewärmte tiefe Teller verteilen. Forellenstreifen hineinlegen und mit Portulakblättchen bestreuen.

Quelle: www.swissmilk.ch
(gb)

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