Foodfachzeitung im Internet
Mittwoch, 28. Juli 2021
Tipp
21.07.2021
SÜFFA 2021: Kraftpaket für Metzgereien

Inspirationen, Know-how und Vernetzung: Organisierende der Stuttgarter Metzgereimesse erwarten gute Investitionslaune.
Report
Druckansicht10.06.2021
Hoher Genusswert moderner Bioprodukte
Bioprodukte haben heute nicht nur ökologische Vorteile sondern können auch sensorisch attraktiv und kreativ sein. Fotoreportage von einem früheren BioMarché – dieses Jahr ist wieder einer geplant aber erst im September.

Züger Frischkäse AG, Oberbüren SG: Bufala-Mozzarella. Die Wasserbüffel weiden in der Nähe von Gossau und im Val de Travers. Bestseller im Sortiment von Züger sind Minimozzarella in Herz- und Kreuzform.

Auch wenn das Kaufmotiv der Konsumenten für Bioprodukte oft eher im Gesundheitswert als Umweltnutzen liegt, besteht heute kein Gegensatz mehr zwischen Bio- und Premiumqualität. Im Gegenteil: oft schmecken Bioprodukte authentischer als konventionelle, vor allem die verarbeiteten.

Dies hat mehrere Gründe: die wichtigsten sind der fast vollständige Verzicht auf kostensparende Zusatzstoffe (Stichworte: synthetische Aromen und Geschmacksverstärker statt echte Zutaten). Ausserdem ist die qualitativ unnötige Verarbeitung tabu (Beispiel: Man trocknet Zutaten zwecks Lagerfähigkeit und rekonstituiert sie später wieder, was ein wirtschaftlicher Vorteil sein kann).



Sennerei Bachtel, Hinwil ZH: Holderebäseler-Käse mit Holunderextrakt gepflegt. Würziger und cremiger Rohmilch-Halbhartkäse, demeter-zertifiziert. Vertrieb via Eichberg und Regio-Programm Natürli Züri Berggebiet.


Holderebäseler und Schöppelimunggi sind Figuren in einem Nonsense-Sketch von Franz Hohler. Der engagierte Dichter verlangt als Lizenzgebühr einen solchen Käselaib, verriet Sennereichef Thomas Köhler.

Ein Beispiel für besonders authentisch schmeckende Bioprodukte sind die Wurstwaren der Metzgerei Stettler in Langenthal: Zum Einen schmecken sie intensiv nach Fleisch und frischen Gewürzen, und zum Andern sind sie weder überfettet noch überwässert. Ähnlich ist die Bioteigwaren-Qualität der Walliser Manufaktur Novena. Inhaber Roman Bernegger verfolgt mit bio bewusst eine Premimstrategie.

Ein Beispiel für besonders authentisch schmeckende Bioprodukte sind die Wurstwaren der Metzgerei Stettler in Langenthal: Zum Einen schmecken sie intensiv nach Fleisch und frischen Gewürzen, und zum Andern sind sie weder überfettet noch überwässert. Ähnlich ist die Bioteigwaren-Qualität der Walliser Manufaktur Novena. Inhaber Roman Bernegger verfolgt mit bio bewusst eine Premimstrategie. Um die sensorischen Leistungen der heutigen Bioprodukte zu unterstreichen, organisierte Bio Suisse erstmals eine Qualitätsprämierung von Broten und Wurstwaren.


Streich-Frischkäse von Napfmilch, Hergiswil LU: Die Sorte mit Meerettich gewann eine Gold-Medaille am Swiss Cheese Award. Neu: mit Fruchtpüree unterlegte Brombeer- und Erdbeer-Joghurt. Bei Coop und Manor gelistet.


Bioprodukte herzustellen lohnt sich nicht nur im Hinblick auf die Umwelt sondern auch betriebswirtschaftlich, weil man höhere Preise und Margen erzielt und sich von Massenware-Produzenten abhebt. Allerdings: Rezepte und Technologien sind bei Bioprodukten zum Teil viel anspruchsvoller als bei konventionellen, und die Deklaration bio bedingt eine Zertifizierung mit Auflagen, Kontrollen und administrativem Aufwand.

Die hohen Anforderungen beginnen schon bei der Agrarproduktion und der Forderung nach kurzen Transportwegen. Dafür können vor allem Biometzger jene Konsumenten erfolgreich ansprechen, die aus Protest gegen Massentierhaltung und Antibiotika-Missbrauch den Fleischkonsum einschränken.


Neu vom Randenhof, Rheinau SH: Demeter Frischkäse, labfrei, mit hofeigener Milchsäurebakterienkultur dick gelegt. Geräuchert oder nature, zum Braten oder Grillen geeignet. Vertrieb via Eichberg.




Catering am Bio Marché durch «Goût Mieux»: eine Stiftung des WWF Schweiz und ein Label für die Schweizer Gastronomie, die Wert auf natürlichen Genuss legt. «Goût Mieux»-Restaurants werden durch bio.inspecta auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft.


In einem «Goût Mieux»-Restaurant wird eine natürliche, saisonale Küche gepflegt, die einheimische Produkte bevorzugt. Wenn immer möglich setzt man auf die frische Zubereitung der Speisen und die Anwendung möglichst schonender Kochverfahren. Neben fleischhaltigen stehen immer auch vegetarische Gerichte im Angebot und längerfristig setzt man vermehrt auf biologische Produkte.


Nudelwerkstatt La Martina, Wetzikon: Frisch- und Trockenteigwaren, gewalzt und kaltluft-getrocknet. Neu sind Zitronen-Frischravioli (circa 65 Prozent Füllung) und Zitronenpesto. Zertifiziert von Bioinspecta.




Wendelinhof in Niederwil AG: Natura Beef der Mastrasse Angus. Ferner: Mustica-Poulet.


Mustica-Poulets stammen von Hühnern aus mobilen Ställen mit täglichem ganztägigem Auslauf. Sie werden siebzig Tage gemästet und ohne Lebendaufhängung im betriebseigenen Schlachthof manuell geschlachtet. Aromatischer und weniger wässerig als konventionelles Pouletfleisch.



Natur Metzg, Rheinau ZH: Rheinauer Schlaufe, eine Trockenwurst aus Rind- und Schweinefleisch, ungeräuchert, cremig, weich, pikant, ohne Zusatzstoffe, demeter-zertifiziert. Die Tiere kommen über kurze Transportwege aus der Region Schaffhausen oder aus dem Weinland.




Holzofen-Bäckerei Jakober, Haslen AI: Formvollendete Dinkelvollkorn-Gipfel und Dinkel-Halbweiss-Früchtebürli. Nuss- und Feigenbürli aus Weizen-, Gersten- und Roggenmehl. Bestseller sind Dinkel-Vollkornbrote.




Bäckerei Leutwyler, Zofingen: Ruchbrot, Roggenbrot und als Neuheit und Spezialität weisses Dinkelbrot (von links nach rechts). Knospe-zertifiziert.


Käserei Santa Rita aus der Region Bologna: halbfetter Hartkäse Parmigiano Reggiano. 24 Monate gereift. Goldmedaille an der letzten Bergkäse-Olympiade.

MESSETIPP:
Bio Marché
Zofingen: FR 3. bis SO, 5. Sept 2021
www.biomarche.ch

Sofern es die Lage wegen Corona erlaubt. Natürlich ist die Erlaubnis zur Durchführung auch dann nicht garantiert – aber die Chancen stehen sicher deutlich höher als im Juni.
Geplante Öffnungszeiten Verkaufsmarkt:
Freitag, 3. September 2021: 14 – 21 Uhr
Samstag, 4. September 2021: 10 – 21 Uhr
Sonntag, 5. September 2021: 10 – 18 Uhr
Der Eintritt ist frei!
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
22.07.2021
dSchaleneier richtig handhaben
15.07.2021
dSchweizer Gourmetbrote und Extrawürste
08.07.2021
dGesunde Convenience - nicht immer ein Widerspruch
01.07.2021
dProfi-Tipps zum Fisch grillieren
24.06.2021
dTiefkühlprodukte sind besser als ihr Ruf
17.06.2021dFleisch statt Spinat bei Eisenmangel
10.06.2021dHoher Genusswert moderner Bioprodukte
03.06.2021dGesundes vom Grill
27.05.2021dUrdinkel – einst verdrängt nun wieder voll im Trend
20.05.2021dFleischmarinade mit oder ohne Öl, Salz und Glutamat?
14.05.2021dSpargel-Tipps für Einkauf und Verarbeitung
06.05.2021dBalsamessig, aromatisierter Essig oder Verjus?
29.04.2021dBarbecue vom Smoker oder Grill
22.04.2021dGesunde Ernährung für ein gesundes Immunsystem
15.04.2021dBesonderheit der Handwerks-Backwaren
08.04.2021dMysteriöse Reizstoffe und Bitterstoffe im Kaffee
02.04.2021dGitzi, Lamm, Kaninchen professionell einkaufen und zubereiten
25.03.2021dWo punkten Bioprodukte? Tierwohl, Umwelt, Gesundheit?
18.03.2021dBanane – Naturprodukt aber Wunder der Logistik
11.03.2021dDer Hering ist Fisch des Jahres 2021
04.03.2021dJetzt selber Brot backen: wie und warum
25.02.2021dSchweizer Weinbranche in der Krise
18.02.2021dErforscht: Warum Käse zum Dessert?
11.02.2021dTierische Nebenprodukte verwerten statt vernichten
04.02.2021dDichtung und Wahrheit über Brot-Nährwert
28.01.2021dWas Sie schon immer über Senf wissen wollten und nicht zu fragen wagten
21.01.2021dMehlwürmer als Lebensmittel oder Abfallverwerter
14.01.2021dAchtung vor trendigen Mogeldiäten
07.01.2021dSchonend räuchern im Trend
30.12.2020dFördert Alkohol wirklich die Fondue-Verdauung?
Ecke für Profis
23.07.2021
ERNÄHRUNG: Omega-3-Fettsäuren gegen Kopfweh?

Wer mit der Nahrung reichlich Omega-3-Fettsäuren aufnimmt, kann möglicherweise die Häufigkeit von Kopfweh reduzieren – so das Fazit einer neuen Studie der University of North Carolina. Eine wichtige Quelle ist Fettfisch.




Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland