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Montag, 17. Januar 2022
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17.01.2022
Buchtipp: Von Huhn und Ei

60 Rezepte zur Verwertung des ganzen Tiers. Porträts von 30 Hühnerrassen. Da zum Huhn das Ei gehört, gibt es auch viele Gerichte mit Eiern als Hauptzutat.
Report
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Irish Beef Blogger Contest 2016: die Gewinner
Kürzlich hat in Bern das Finale des «Irish Beef Blogger Contest 2016» stattgefunden. Dieser Wettkampf zeigt, wie ernst Blogger heute genommen werden – vom Publikum und Marketingexperten.


Acht herausragende Schweizer Foodblogger entwickelten im Vorfeld des Wettkampfs kreative und appetitanregende Rezepte mit irischen Prime-Cuts grasgefütterter Weide-Rinder. Drei Blogs qualifizierten sich für den live Contest in der Residenz des Botschafters von Irland. Spitzenköche des Chefs’ Irish Beef Club kürten Christian Franck vom Blog foodfreaks.ch zum Sieger. Er gewinnt eine Reise nach Irland inklusive Besuch einer familiengeführten Farm.


«Rib Eye an Tannentriebebutter», «Caveman Style Beef» oder «Irish Beef im Thymianheu-Craft-Beer-Jus, gruener Barley und Balsamicozwiebeln» sind nur einige der Gerichte, die auf renommierten und viel gelesenen Schweizer Foodblogs wie nom-nom.ch, dasfilet.ch oder lamiacucina.wordpress.com in appetitlichen Bildern präsentiert wurden. Für die professionelle Jury war es eine knifflige Aufgabe, aus den acht mundwässernden Rezepten die drei besten für den Final zu wählen.

Die Spitzenköche des Schweizer Chefs’ Irish Beef Club – allesamt Botschafter für nachhaltig produziertes irisches Rindfleisch – bewerteten Kreativität, Präsentation und Authentizität. Die drei Blogger mit der höchsten Punktzahl durften in der Residenz des Botschafters von Irland in Bern gegeneinander antreten und den Sieg ausmachen: «My Food Prints», «Food Freaks» und «La mia cucina».

Es galt, jeweils zwei Rib Eye Steaks mit Beilage auf einem Big Green Egg Grill zuzubereiten. In Perfektion gelang dies Christian Franck. Seine Kreation: Dry Aged Rib Eye Steak mit Apfel-Whiskey-Butter Crème, Rüebli-Chips, Speckpulver und Sauerklee.

Als Prämie winkt nun eine Reise nach Irland, wo es neben Dublin mit der quirligen Foodkultur auch traditionelles Beef-Farming zu entdecken gibt. Die anderen beiden Finalisten dürfen in einem Gourmet-Restaurant der Member Chefs ein exklusives Dinner geniessen. Alle Teilnehmer erhielten zudem ein hochwertiges Kai Shun Damaszener-Messer von CeCo ltd und eine Bragard-Kochschürze.

Die halbstaatliche irische Lebensmittelagentur Bord Bia lud zu diesem Anlass Gäste, Medien und Branchenprofis ein, die im stimmungsvollen Garten der Botschafter-Residenz die Vielfalt der nachhaltig hergestellten Spitzenprodukte der grünen Insel geniessen konnten.




Member Chef Thierry Fischer vom Schloss Binningen servierte irische Köstlichkeiten wie Lachs, Jakobsmuscheln mit Whiskyschaum, Austern mit Kilkenny-Vinaigrette, Tafelspitz von der Rinderbrust mit Guinness, Rindstartar mit Zwiebelkompott und Lammrücken mit Zitronenkonfit. Als Hauptgang zartes Entrecote double vom Irish Beef sowie aromatischer Lammrücken aus Irland. Der süsse Abschluss bildete eine Trilogie in Form von Irisch Coffee Creme mit Kirschen, einer Baileys Creme brulée und einem Erdbeer-Johannisbeer-Trifle.

Die Finalisten und ihre Siegerrezepte:

Food Freaks, Christian Franck (Gewinner)
https://foodfreaks.ch/rezept-striploin-irish-style/

My Food Prints, Marco Züger
https://myfoodprints.net/2016/05/22/caveman-style-irish-beef-rib-eye/#comments

La mia cucina, Robert Sprenger
https://lamiacucina.wordpress.com/2016/05/22/irish-beef-im-thymianheu-craft-beer-jus-gruener-barley-und-balsamicozwiebeln/

Die weiteren Foodblogger-Rezepte aus der Qualifikation:

Lieberlecker
https://lieberlecker.wordpress.com/2016/05/22/irish-beef-dry-aged-rib-eye/

Nom-Nom
http://www.nom-nom.ch/blog/2016/5/23/irish-rib-eye-steak-an-tannentriebebutter

Das Filet
https://www.dasfilet.ch/kochen/irish-beef-feuer-und-rauch

Foodwerk
http://www.foodwerk.ch/irish-beef-bbq-contest/

Shareat
http://www.shareat.ch/blog/irish-beef-blogger-contest

Der Chefs’ Irish Beef Club vereint seit 2004 über 70 internationale Sterne- und Gourmetköche als Botschafter für irisches Rindfleisch. Sie alle treffen sich regelmässig zum fachlichen Austausch untereinander und teilen ihre gemeinsame Vorliebe für Genuss und irisches Rindfleisch. Der Schweizer Club wurde 2012 gegründet und zählt 11 ausgezeichnete Küchenchefs als Mitglieder.



Irland produziert naturnahes Spitzen-Rindfleisch


Irland besitzt eine Vielzahl engagierter Farmer, deren Berufung es ist, Bestes aus Irlands mildem und feuchtem Klima und den saftigen Grasweiden zu produzieren. Dies in Kombination mit frischer Luft und klarem Wasser schafft ideale Voraussetzungen für die Haltung von frei grasenden Rindern. Das Ergebnis dieser besonders natürlichen Aufzucht gemäss dem Nachhaltigkeitsprogramm «Origin Green» ist ein gesundes, schön marmoriertes, zartes Premium Beef mit besonders schmackhaftem Aroma – gerade deshalb ist es in der gehobenen Schweizer Gastronomie und bei europäischen Sterneköchen so beliebt. Das belegen regelmässig durchgeführte, unabhängige Tests und zahlreiche gewonnene internationale Awards.

Aber vor allem auch eine stetig wachsende Zahl von Spitzenköchen, die auf aromatisches Irish Beef schwören. So zum Beispiel Thierry Fischer, Küchenchef vom «Schloss Binningen»: «Neben dem hervorragenden Aroma und der Konsistenz schätze ich vor allem die vorbildliche Tierhaltung. Zudem bekomme ich Irish Beef in einer konstanten Qualität, die es mir erlaubt, auch bei Banketten beste und gleichmässige Resultate zu erzielen.»

Oder Tobias Funke, «Zur Fernsicht», Heiden: «Durch die natürliche Fütterung (ohne Kraftfutter) wächst das Fleisch langsamer, was sich beim Geschmack und der Zartheit im positiven widerspiegelt. Und dies bietet nur Irish Beef auf einem Top Level.»

Der entscheidende Vorteil: das Gras in Irland

Irlands Landfläche besteht zu 80% aus saftigem Gras. Das beständige, feuchte und milde Klima Irlands bietet beste Voraussetzungen für die Bewirtschaftung von 4,3 Mio. Hektar Grasweiden. Die Kulturlandschaft, auf der schon vor über 5'000 Jahren Rinder gehalten wurden, ist heute mit einem nachhaltigen „Gras-System“ Basis für die natürliche Produktion von Fleisch- und Milcherzeugnissen. Diese Bedingungen erlauben es, die Tiere praktisch das ganze Jahr über frei auf grossflächigem Weideland zu halten. Und das zum mehrfachen Vorteil: Für das Wohl und die Gesundheit der Rinder. Kostengünstig, weil kein Futter produziert oder importiert werden muss. Und zudem auch Ressourcen schonend, mit einem tiefen ökologischen Fussabdruck (fünftniedrigster CO₂-Ausstoss in Europa).


Fast das ganze Jahr über frei auf der Weide (Bild: Arthur Rossetti)


Dank diesen Voraussetzungen ist Irland in der Lage, über 80% seiner natürlich produzierten Erzeugnisse zu exportieren und die Märkte in Europa und weltweit zu bedienen. Die Schweiz liegt mit dem Import von irischem Rindfleisch unter den ersten fünf Rängen. Bord Bia sichert die Nachverfolgbarkeit und die hohe Qualität mit dem rigorosen „Quality Assurance Scheme“ das 41’600 zertifizierte Farmen umfasst. Unter dem Label «Origin Green» führen Regierung, Farmer und Lebensmittelproduzenten ein Nachhaltigkeitsprogramm, das zu den strengsten und zielstrebigsten in Europa zählt. Damit will Irland bis 2020 zum führenden Produzenten für nachhaltige produzierte Lebensmittel in Europa avancieren. (Text und erste drei Bilder: BordBia)

Gewinner Food Freaks über sich selbst

FoodFreaks ist eine Internetseite. Ein persönlicher Blog. Eine Rezeptsammlung. Ein Shop. Eine Informationsseite. Ein Geschichtenerzähler. Ein Qualitäts-Garant. FoodFreaks will alles sein. Aber das dauert. FoodFreaks wird sich langsam entwickeln und jeden auf diese Reise mitnehmen, der Teil davon sein möchte. Sei dies ein neues Rezept, ein weiteres Produkt oder eine frische Zutat, ihr bekommt immer alles mit, wenn Ihr euch auf der Plattform anmeldet. Die Rezepte auf FoodFreaks sind nachvollziehbar und vollständig und auf qualitativ hohem Niveau. Die Restaurant-Kritiken sind unregelmässig und sehr subjektiv. Die Zutaten liefern wichtige Informationen und Hintergrundwissen. Die Produkte sind ausgesucht, von hoher Qualität und sie können eine Geschichte erzählen.

Warum habe ich FoodFreaks gegründet? Ich koche leidenschaftlich gerne, teste mit molekularen Schäumen und niedergegarten Fleischstücken, esse aber genauso gerne, oder noch lieber, leckere Ravioli oder hauchdünne Pizza. Mein Lieblingsbuch ist Modernist Cuisine, 22 kg schwer. Ich mache um alle Discounter einen grossen Umweg, Restaurants suche ich nur mit dem Gault Millau aus und die Urlaubsdestinationen werden zuerst nach leckeren Restaurants in der Umgebung abgeklappert.

Da ich aus irgendeinem mir nicht mehr nachvollziehbaren Grund kein Koch geworden bin, gibt es jetzt als „Ersatz“ die Plattform Foodfreaks. Dort soll sich im Laufe der Zeit all das finden, was zum Thema Food wichtig ist. Der andere Gründer von FoodFreaks ist Agustin. Er ist ein passionierter Gesellschaftsgründer im Bereich Innovation und begeistert sich für ausgezeichnetes Essen und dessen Hintergründe. Christian & Agustin.

Bord Bia über sich selbst

Bord Bia, das Irish Food Board, ist das verbindende Element zwischen irischen Produzenten von Lebensmitteln, Getränken und Landwirtschaftserzeugnissen und potentiellen Kunden weltweit. Unser Ziel ist, weitere Märkte für irische Lieferanten zu erschliessen und der ganzen Welt die irische Geschmacksvielfalt nahe zu bringen. Die halbstaatliche Agentur fördert den Erfolg erstklassiger irischer Lebensmittel und Landwirtschaftserzeugnisse durch strategische Marktentwicklung, Werbung und Informationen. Zusätzlich zum Hauptsitz in Dublin knüpft Bord Bia ein weltweites Netzwerk mit Büros in Amsterdam, Düsseldorf, London, Madrid, Mailand, Moskau, New York, Paris und Shanghai. Weitere Informationen: www.bordbia.ie, www.origingreen.ie
(gb)

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