Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 6. Dezember 2025
Report
Druckansicht19.06.2010
Edel-Fastfood «da Giovanni»: schnell und trotzdem gut
Gemäss Gastrosuisse hat im 2009 die Schnellverpflegung am stärksten zugelegt. Ist Fastfood zweitklassig und ungesund? Oft ja aber nicht immer. Es gibt heute auch Edel-Fastfood: good food but fast. Genau genommen ist mit «Fast» nicht der Essensakt gemeint sondern der Service (obwohl man gemäss früheren Studien mit fettreichem Fastfood durchaus schneller Kalorien aufnehmen kann als etwa mit Salaten). Und es gibt immer mehr Schnell-Service von gesundem Food und sogar Gourmetfood.


Da Giovanni steht für Edel-Fastfood und gepflegte Systemgastronomie. Nebst dem schnellen Service bietet die Coop-Restaurantkette auch Frontcooking, d.h. Showkochen vor dem Gast. Es ist immer spannend, einem Profi bei der Arbeit zuzusehen.


Coop hat vor einem Jahr mit dem italienischen Partner Pastificio Rana das erste «Da Giovanni»-Restaurant im Center Eleven in Zürich-Oerlikon eröffnet. Mittelfristig sollen 35 italienische Restaurants für den schnellen, aber feinen Genuss von Pasta eröffnet werden. Giovanni Rana lädt zu preiswerten und frischen Pasta in einem sympathischen italienischen Ambiente ein. Coop ergänzt ihr Gastronomiekonzept mit einem Hauch von Italianità.


Die Pasta (nicht Napoli sondern Eierteigwaren, industriell hergestellt) werden nicht vorproduziert und warmgehalten oder regeneriert sondern à la minute gekocht, was bei der Rana-Spezialsorte nur eine Minute dauern soll (dank dem dünnen Teig). Der Biss ist wie ihn Italiener lieben: al dente. Die Saucen stammen aus Italien.


Die Frischpasta-Marke «Rana» ist in Europa bestens etabliert und sehr erfolgreich. Das dazugehörige Gastronomiekonzept wird nun erstmals ausserhalb Italiens umgesetzt. Die «Da Giovanni»-Restaurants zeichnen sich durch die Frische der Pasta und die schnelle, unkomplizierte Zubereitung vor Ort aus. So bestellt der Gast sein Menü an der Theke und die Produkte werden vor seinen Augen frisch zubereitet. Die monatlich wechselnden Menüs sind preiswert. Ein Teller Pasta mit Salat oder Dessert und Getränk kostet Fr. 16.90 bzw. Fr. 19.50.



Geschäftsleiter Alexander Mayer (Bild) sagt, das Ziel des Service sei eine Wartezeit von maximal zwei Minuten ab Bestellung. Am Mittag sei der Gäste-Andrang gross aber am Abend lasse er zu wünschen übrig.

Weitere Eröffnungen von «Da Giovanni»-Restaurants werden folgen und die Schweizer Gastronomieszene bereichern. Coop plant als Franchisenehmerin bis 2013 rund 35 Restauranteröffnungen im ganzen Land.

Wer ist Giovanni Rana?

1961 gründete Giovanni Rana in der Nähe von Verona sein erstes kleines Unternehmen für frische Pasta. Seither hat er sich ein Pastaimperium mit internationaler Ausstrahlung geschaffen. In Italien gilt Giovanni Rana als Maestro der frischen Pasta. Rana hält in seiner Heimat beispielsweise 46 Prozent Marktanteil im Segment Gefüllte Teigwaren und hat sich für diese Spezialität längst als Nummer eins etabliert.


Menu Degustation mit Tortellini, Gnocchi und Nudeln an Zucchinicreme mit Brie. Alle zwei Wochen gibt es neue Sorten auf der Karte. Auch Pizza steht im Angebot, aber akrobatische Pizzaioli sind hier nicht am Werk – man verwendet vorgebackene Pizzateiglinge.


Die qualitativ hochwertigen Produkte der Marke «Rana» können seit über einem Jahr in allen Coop Supermärkten gekauft werden. Das Angebot umfasst bis zu 19 verschiedene Varietäten an Frischteigwaren wie zum Beispiel die beliebten «Rana Ravioli Carciofi». Ranas Restaurantkette «Da Giovanni» ist in Italien bereits seit 2007 tätig und verfügt über sechs erfolgreiche Standorte. Sein Sohn Gian Luca ist heute Geschäftsführer des Unternehmens. Der 72-jährige Patron Giovanni Rana ist aber nach wie vor stark im Geschäft eingebunden.


Nicht alle Tische sind so edel bestuhlt und dekoriert. Die meisten vermitteln eher ein Kantinen-Ambiente, aber immerhin: es gibt einen solchen VIP-Tisch sowie mehrere Lounge-Sitzgruppen.


Seit einigen Jahren nimmt der Ausserhaus-Konsum zu, insbesondere zur Mittagszeit. Die rasche und preiswerte Verpflegung ist ein zunehmendes Bedürfnis, sei es während des Einkaufens, im Arbeitsalltag oder vor dem Kino. Auch wenn es schnell gehen soll, muss auf Gemütlichkeit nicht verzichtet werden. Giovanni Rana verzaubert mit südländischem Flair und steht für Genuss à la Italianità. Das Konzept bietet unkomplizierte Verpflegung in einladender Atmosphäre und «Da Giovanni» setzt die italienische Tradition modern um.


Gourmetambitionen auch bei den Salaten: Tomatensalat mit Büffelmozzarella und Aceto Balsamico.


Die Rana-Gruppe nimmt auf dem Sektor der Herstellung und des Vertriebs frischer Lebensmittelprodukte, insbesondere von gefüllten Teigwaren eine führende Stellung ein. Die von Geschäftsführer Gian Luca Rana geleitete Gruppe schloss das Jahr 2008 mit einem Umsatz von 335 Millionen Euro und einem Wachstum von 12% gegenüber 2007 ab. Seit dem Jahr 1984 hat die Teigwarenfabrik Rana bis heute ein Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von über 15% erfahren.

Die Gruppe agiert international und hauptsächlich im gesamten westeuropäischen Bereich. Unter der Leitung von Gian Luca Rana hat die Firma einen intensiven Internationalisierungsprozess eingeleitet und damit die Marktführerschaft in Frankreich und Spanien erreicht. Heute machen die ausländischen Geschäfte 50% des Gesamtumsatzes aus.


Auch die Desserts sind edel und modern dekoriert. Panna Cotta wird vor Ort zubereitet. Bild: traditionelles Italiendessert Toscanella.


2005 hat die Rana-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit auf den Gastronomiesektor ausgeweitet. Dem Zeitgeist entsprechend hat Rana auf dem italienischen Markt eine neue Formel der Schnellgastronomie eingeführt, die schnellen, unkomplizierten Service mit der Qualität italienischer Esskultur optimal verbindet. Unter diesem Vorzeichen wurden die Restaurants “Da Giovanni“ eingeführt.

Das Konzept der “Da Giovanni“-Restaurants bringt die Selbstbedienungs- Gastronomie und das Show-Cooking noch näher zusammen. Die Pasta wird nicht vorgekocht, sondern direkt vor dem Gast zubereitet. Da es sich beim Produkt um frische Teigwaren handelt, verkürzt sich die Kochzeit auf 1 Minute und garantiert somit einen schnellen Service.

Die eleganten, hellen Räume werden durch frei gestellte und sichtbare Materialien aus Kupfer und hellem Holz aufgewertet. Alles entspricht der Firmenphilosophie von Rana: Tradition, Kreativität, Kompetenz und stetige Anstrengungen für noch bessere Qualität.
(Text: Coop. Bilder und Legenden: delikatessenschweiz)

Weitere Gourmet-Fastfood-Konzepte:
Wagamama, ein Japannudel-Konzept aus England, in der Schweiz von SV betrieben,
Mövenpick Marché, mit Frontcooking und Frischküche
Vapiano, italienisches Pastakonzept,
Nordsee, Fisch-Konzept aus Norddeutschland.
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
01.12.2025
d Lebkuchen: Duft von St. Nikolaus
23.11.2025
dMikronährstoffe bei fleischloser Ernährung
09.11.2025
dRomanesco: vitaminreicher farbenfroher Türmchenkohl
28.10.2025
dKürbis: Eine uralte Kulturpflanze im Hoch
20.10.2025
dHerbstliche Quitten richtig verarbeiten
13.10.2025dOffiziell beste Regionalprodukte 2025
07.10.2025dWas genau sind hochverarbeitete Lebensmittel?
29.09.2025dSchweizer Wildfleisch – stark gefragt aber meist importiert
16.09.2025dHigh-Protein: oft mehr Schein als Sein
09.09.2025dSaisonales Obst und Gemüse einfrieren
31.08.2025dVor- und Nachteile von Käse aus Milch oder vegan
22.08.2025dETH verbessert Laborfleisch aus Rindsmuskelfasern
13.08.2025dVielseitige gesunde proteinreiche Erbsen
03.08.2025dSchweizer Fleischersatz aus Pilzprotein und Zuckersirup
25.07.2025dTrendige Algen als vielseitiger, nachhaltiger Rohstoff
18.07.2025dJetzt vielfältige heimische Strauchbeeren
09.07.2025dHygieneregeln zum Vorkochen für mehrere Tage
02.07.2025dSo wirken Hefe und Sauerteig
22.06.2025dTop-Gemüse zum Grillieren
15.06.2025dViel wissenswertes über Küchenkräuter
06.06.2025dHerkunftsdeklaration mit Zukunft trotz Gegenwind
29.05.2025d1.Juni ist Weltmilchtag – Wissenswertes zur MIlch
21.05.2025dProteinbedarf decken mit guten Kombinationen
14.05.2025dWas Familie Schweizer kauft und isst
29.04.2025dJetzt Schweizer Soargeln
22.04.2025dBierkultur in der Schweiz
13.04.2025dDas richtige Eier-Handling
04.04.2025dBetörende Tonkabohnen
26.03.2025dMassgeschneiderte Geliermittel: Tipps und Trends
17.03.2025dÜber exotische Pseudogetreide Amarant und Quinoa
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland