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Confiseur Läderach expandiert und modernisiert
Die Glarner Firma Confiseur Läderach AG hat in Zürich eine Showconfiserie eröffnet und einen Verkaufsladen in Kuwait. Porträt der grössten Schweizer Confiserie-Manufaktur in Glarus.

Seit kurzem sind die Schokoladespezialitäten der Confiseur Läderach AG auch in Kuwait an nobelster Adresse erhältlich. Mit einer eigenen Boutique im neu erstellten Omniya Shopping Center präsentiert das Glarner Unternehmen Schweizer Confiserie-Kultur auf höchstem Niveau genauso wie es die Bedürfnisse der Kundschaft vor Ort erfordern. «Unsere handwerklichen und authentischen Qualitätsprodukte treffen hier mitten ins Schwarze», freut sich Geschäftsführer Ralph Siegl.


Läderach über sich selbst

Jürg Läderach, Sohn des Firmengründers, führt heute in zweiter Generation ein unabhängiges Unternehmen mit weltweit 800 Mitarbeitenden, das aus vier Gesellschaften besteht: der Läderach Schweiz und seinen Schwesterunternehmen in Deutschland und Rumänien (Heidi) sowie seit 2004 aus der Merkur Confiserien AG.


Nebst dem schweizweiten Vertrieb exportiert die Confiseur Läderach AG handgefertigte Konfekt- und Schokoladekreationen in die ganze Welt. Zu den wichtigsten Exportmärkten zählen der Mittlere Osten, die USA, Japan, Grossbritannien und Südostasien. Der Export macht heute bereits einen Drittel des Umsatzvolumens aus. Lange nur als Zulieferer in der Branche bekannt, schuf die Confiseur Läderach AG mit dem Kauf der Merkur-Filialen die Voraussetzung, um sich als Konsumentenmarke ein zweites Standbein aufzubauen.

Tradition und Erfolg dank einer bahnbrechenden Erfindung

Mitten in den mächtigen Glarner Alpen steht die beeindruckende Confiserie-Manufaktur mit über 240 Mitarbeitenden. Lange nur als Zulieferer in der Branche bekannt, hat die Confiseur Läderach AG mit dem Kauf der Merkur-Filialen 2004 ein zweites Standbein als Konsumentenmarke aufgebaut. Heute vertreibt das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen weltweit ein breites Sortiment an Pralinés, Truffes, Konfekt und Frischschokolade für eine anspruchsvolle Kundschaft.


Am Anfang der beeindruckenden Erfolgsgeschichte des Glarner Confiseurs steht eine kleine, hohle Kugel von 2,7 Gramm Gewicht. 1970 erfunden und patentiert vom Unternehmensgründer Rudolf Läderach, revolutionierte die Schokolade-Hohlkugel die Schweizer Confiserie-Branche. Die Innovation des Halbfabrikats vereinfachte nicht nur die Produktion (Bild: füllen), sondern brachte auch eine erhebliche Qualitätsverbesserung mit sich. Insbesondere für kleinere Confiserien vereinfachte sich damit die aufwändige und kostspielige Herstellung der runden von Truffes und Pralinés.


Das meiste in der Produktion bei Läderach ist pures Handwerk, wobei hier beim Ausstreichen der Florentinermasse auch die Unterarme zuhilfe genommen werden.

Heute produziert Läderach 1500 Tonnen jährlich. Nebst dem schweizweiten Vertrieb exportiert der Glarner Confiseur Konfekt, Pralinés und Premium-Schokolade in die ganze Welt. Zu den Abnehmern zählen illustre Namen wie das saudische Königshaus in Riad oder die Gourmetkette The Food Emporium in New York. Allein 300 Tonnen werden jährlich in die USA verschifft und vorab an 5-Sterne-Hotels geliefert. Daneben zählen Japan, Deutschland, Asien und der Mittlere Osten zu den wichtigsten Exportmärkten. In Japan, Taiwan, Deutschland und im Mittleren Osten präsentiert Läderach anspruchsvollen Konsumenten Schweizer Confiserie-Qualität auf höchstem Niveau mit eigenen Shop-Konzepten.

Schritt zur Marke im Retailgeschäft

Mit dem Kauf der damals 41 Merkur-Filialen gelingt dem Familienunternehmen der Schritt zum mittelständischen Konzern. Als Sofortmassnahmen reduziert Läderach die Anzahl der Filialen auf 30 und nimmt eigene Produkte wie die beliebte Frisch-Schokolade und Qualitäts-Pralinés ins Sortiment auf. Unter Glarner Führung schafft die Merkur-Kette, ihrerseits ein Traditionsunternehmen seit 1905, den Turnaround: Die Filialen sind heute rentabel und der Umsatz pro Laden legte 2007 im hohen zweistelligen Bereich zu.

Die Übernahme der Merkur-Geschäfte blieb auch für Läderach nicht folgenlos und zog eine tiefgreifende Neuorientierung mit sich. Mit dem Eintritt in den Konsumentenmarkt im obersten Segment will Läderach das Innovations- und Herstellungs-Know-how, das bislang vorwiegend den Absatzmittlern zur Verfügung stand, auch zum Aufbau der eigenen Premium-Marke einsetzen. Schokolade- und Konfekt-Liebhaber finden die Läderach-Produkte heute in allen Merkur-Filialen mit Standorten an den besten Lagen in der ganzen Schweiz.


Um die Markenwerte Frische und Handwerk erlebbar zu machen, eröffnete Läderach in Zürich seine erste Show-Confiserie (Bild). Integriert ins Merkur-Hauptgeschäft an der Bahnhofstrasse bietet sie Interessierten aus aller Welt einen Einblick in die hohe Kunst der Maîtres Chocolatiers und in die Frische-Welt der Läderach-Schokoladespezialitäten.

Der Umsatz der Gruppe stieg mit Merkur auf über 100 Millionen Schweizer Franken. Dass Läderach damit immer noch weit entfernt ist von Umsatzzahlen der Marktgiganten, stört Verwaltungsratspräsident Jürg Läderach wenig: «Das Massengeschäft interessiert uns kaum. Im Mittelpunkt steht vielmehr die Frischproduktion im Premium-Bereich». (Text: Läderach. Bilder: delikatessenschweiz.ch)
(gb)

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