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NEWS: Tag der Pilze 26.9.2026



In der Schweiz werden in erster Linie Champignons kultiviert. Die inländische Edelpilzproduktion hat in den letzten 15 Jahren ein unvergleichliches Wachstum erlebt und sich fast verdreifacht.


Am 26. September 2026 findet der nationale sowie der europäische Tag der Pilze statt. Der Aktionstag soll die Sichtbarkeit von Schweizer Pilzen erhöhen und ihre Vielfalt aufzeigen. Allerdings soll nicht nur Lust auf Champignons, Shiitake und Austernseitlinge gemacht werden – sondern auch auf die Anliegen der Branche hingewiesen werden. Denn die Produzentinnen und Produzenten stehen unter Druck: Hohe Importmengen, steigende Kosten und fehlende agrarpolitische Unterstützung erschweren den Alltag.

Speisepilze sind beliebt. Das haben auch die Schweizer Pilzproduzentinnen und -produzenten gespürt und haben darum das inländische Angebot an Speisepilzen vergrössert und diversifiziert. Vor allem die Schweizer Edelpilzproduktion und der biologische Anbau profitieren: Shiitake oder Kräuterseitlinge haben im letzten Jahrzehnt entscheidend zugelegt und von den zwölf Mitgliedern des Verbands der Schweizer Pilzproduzenten VSP sind acht Bio-Knospe-zertifiziert.

Schweizer Champignons auf dem Teller

In den letzten Jahren hat unter anderem auch die Coronaviruspandemie den Absatz von Speisepilzen angekurbelt: Von Januar bis Oktober 2021 wurden beispielsweise mehr Champignons im Detailhandel verkauft als im gesamten Jahr 2019. Im entsprechenden Jahr hat die Schweizer Champignonproduktion auch eine Rekordmenge an Champignons produziert.

Allerdings sind die Schweizer Pilzproduzentinnen und -produzenten auch in steter Konkurrenz mit ausländischer Ware, denn der Markt für Speisepilze kennt keinen Grenzschutz. Obwohl suggeriert werde, dass der Pilzkonsum stark wachse, stagniere der Pro-Kopf-Konsum von 1,5 Kilogramm seit Jahren und der Markt sei weitgehend gesättigt, teilt der Verband der Schweizer Pilzproduzenten mit. Ein nachhaltiges Mengenwachstum sei unter solchen Voraussetzungen kaum möglich.

Die seit mehr als 10 Jahren wachsenden Importe erzeugten weiteren Druck auf die Betriebe. Gleichzeitig würden Schweizer Produzentinnen und Produzenten aufgrund äusserer Faktoren gefordert: Auch die Pilzproduktion sei von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Langanhaltende Hitzeperioden wirkten sich nicht nur auf die Produktionsbedingungen, sondern deutlich auf den Absatz aus, so der Verband der Schweizer Pilzproduzenten. Entsprechend hat die Produktion von Champignons hierzulande eher stagniert – trotzdem liegt der Inlandanteil bei frischen Champignons nach wie vor bei über 60 Prozent.

Grösseres und vielfältigeres Pilzangebot

Die letzten Jahre konnte neben einem Produktionsausbau aber auch eine gewichtige Vergrösserung und Diversifizierung des inländischen Angebots an Speisepilzen beobachtet werden. Ende 2017 wurden erstmals Schweizer Biochampignons im Detailhandel angeboten, deren Verkaufsmengen haben seither stetig zugelegt und heute sind acht von zwölf Mitgliedern des Verbands der der Schweizer Pilzproduzenten Bio-Knospe-zertifiziert.

Noch in den 1990er-Jahren war die Schweiz eine nahezu reine Champignon-Nation, Edelpilze wie die Kräuterseitlinge kannten die wenigsten. Das Schweizer Pilzangebot besteht neben den Champignons heute aber auch zu einem mittlerweile doch bedeutenden Teil aus Edelpilzen wie Shiitake, Austernseitlingen und Kräuterseitlingen. Die Produktion in diesem Bereich ist in den letzten Jahren stark gewachsen – ja, hat sich in den letzten 15 Jahren sogar fast verdreifacht. So hat auch der Inlandanteil stark zugenommen: So wachsen heute mehr als die Hälfte der nachgefragten Edelpilze in der Schweiz.

Wildpilze kommen aus dem Ausland

Während bei Champignons und Edelpilzen der Anteil, der in der Schweiz produzierten frischen Pilze, über 50 Prozent beträgt, stammen die meist in der Herbstsaison verzehrten Wildpilze nicht von hier. Bei Wildpilzen gibt es keine einheimische kommerzielle Produktion, weshalb das gesamte Angebot aus dem Ausland kommt. Die von der Importmenge her bedeutendste Wildpilzart ist der Eierschwamm, der auch Pfifferling genannt wird. (LID)
Siehe auch: VSP https://schweizer-pilze.ch
(gb)

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