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Hokkaido


Sommerzeit ist auch Kürbiszeit, denn Kürbisse gibt es nicht nur im Herbst. Der bekannteste Vertreter der Sommerkürbisse, auch Gartenkürbisse (Cucurbita pepo) genannt, ist wohl die Zucchini. Sommerkürbisse werden im Gegensatz zu anderen Kürbissen bereits in einem jungen „unreifen“ Stadium mit noch weicher Schale und Kernen geerntet. Sie halten sich nur wenige Tage im Kühlschrank.

Wenn allgemein von Kürbissen die Rede ist, sind meist die späteren Winterkürbisse gemeint. Diese sind voll ausgereift, haben eine härtere Schale und lassen sich länger lagern als die Sommerkürbisse. Vier neue Artikelseiten des Bundeszentrums für Ernährung helfen bei der Einordnung der verschiedenen Arten und beantworten viele praktische Fragen rund um Kürbisse.

Kürbisse zählen zu den wichtigsten Gemüsearten. Sie sind ein gut verfügbares, regionales Gemüse. Hokkaido ist mit Abstand die beliebteste Sorte. Der anhaltende Kürbistrend macht auch den Anbau anderer Vertreter wie Butternut- oder Muskatkürbis lohnend und sorgt für Abwechslung im Kürbisangebot.

Warum sind ausgerechnet Hokkaido-Kürbisse so beliebt? Weil sie angenehm nussig schmecken, kalorienarm und gesund sind. Ganz sicher aber auch, weil man ihre Schale problemlos mitessen kann, denn sie wird beim Garen schnell weich. Ein weiteres Plus ist ihre vergleichsweise handliche Grösse von bis zu zwei Kilogramm. Die kleineren Exemplare eignen sich perfekt für kleine Haushalte. Solche Grössen erzielen die Betriebe, indem sie 15.000 bis 20.000 Kürbispflanzen pro Hektar dicht nebeneinandersetzen.

In der Kürbisernte steckt viel Handarbeit: Erntehelfende schneiden die Kürbisse mit einem Messer kurz oberhalb der Pflanze so ab, dass sie den Stiel nicht verletzten. Das ist wichtig, damit sich die Kürbisse viele Wochen lang lagern lassen. Die Ernte der Steierischen Ölkürbisse zur Erzeugung von Kürbiskernen oder Kürbiskernöl, erledigen heute dagegen meist spezielle Erntemaschinen.

Während der Hauptsaison bieten viele Märkte und Geschäfte ausser Hokkaido- auch Butternutkürbisse an. Weitere Sorten wie Spaghettikürbis, Muskatkürbis oder Sweet Dumpling gibt es eher in Hofläden, Gemüse- oder Naturkostläden oder Online-Shops. Die Schale kann man bei den meisten Sorten zwar mitessen; sie ist also nicht giftig. Aber sie bleibt bei diesen Sorten auch nach dem Garen eher hart oder braucht sehr lange, um weich zu werden. Es empfiehlt sich deshalb, diese Kürbisse vorher zu schälen.

Wirklich ungeniessbar im Sinne von gesundheitsgefährdend sind Zierkürbisse, denn die enthalten giftige Bitterstoffe. Da sie im Herbst im Handel oft direkt neben Speisekürbissen liegen, sollte ein Schild mit der Aufschrift „nicht für den Verzehr geeignet“ oder „nur zur Dekoration“ darauf hinweisen. Wer unsicher ist, fragt beim Verkaufspersonal nach.

Es gibt hierzulande sehr viele Kürbisse aus dem Freilandanbau, daher gehören sie zu den klima- und umweltfreundlichsten Lebensmitteln. Stammen sie aus ökologischer Erzeugung, fördern sie noch mehr die Artenvielfalt und Fruchtbarkeit des Bodens.

Förderlich für die menschliche Gesundheit ist der bunte Nährstoffmix bei Kürbissen, in dem der Gehalt an Beta-Carotin hervorsticht. Es steckt besonders in den orange-leuchtenden Hokkaidokürbissen, kann als Antioxidans Körperzellen vor freien Sauerstoff-Radikalen aus der Umwelt schützen und ist eine Vorstufe des fettlöslichen Vitamin A. (BZfE)
(gb)

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