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Dienstag, 8. September 2026
Tipp
07.09.2026
Premiere NovaFood 26.-27.10. 2026 in Luzern

Vom 26.-27.10. 2026 wird Luzern Treffpunkt der Schweizer Lebensmittelproduktion. An der neuen Fachmesse stellen Hersteller und Dienstleister für Produktionstechnik, Betriebsmittel, Rohstoffe und Halbfabrikate aus.
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KOMMENTAR: Warum Schweizer Brot?

Brot ist mehr als ein Grundnahrungsmittel: Es ist das Ergebnis von Handwerk, Zeit, Fachwissen und Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden in 1800 KMU in der ganzen Schweiz. Die fragwürdigen Preiskampagnen der Grossverteiler und Discounter sind schädlich. Entscheidend ist nicht, wer am lautesten über Preise spricht und wer den tiefsten Preis hat, sondern dass Kundinnen und Kunden verstehen, wofür sie bezahlen – und welchen Mehrwert sie erhalten.

Warum kostet ein Brot vom Bäcker mehr als beim Discounter?

•Handwerk und Zeit: Lang geführte Teige und frische Produktion vor Ort erhöhen die Qualität. Sie benötigen aber auch qualifizierte Arbeit und echte Produktionszeit.

•Faire Löhne und Arbeitsbedingungen: Der GAV sichert Mindestlöhne, Zuschläge und Ruhezeiten. Faire Löhne sind Voraussetzung, um Fachkräfte zu halten und Nachwuchs auszubilden.

•Ausbildung des Berufsnachwuchses: Lernende profitieren von intensiver Betreuung, Praxisnähe und Berufsbildung. Ein Investment, der der ganzen Branche und den Konsumentinnen und Konsumenten zugutekommt.

•Regionale Wertschöpfung: Lokale Betriebe schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort und arbeiten eng mit regionalen Lieferanten zusammen.

•Qualität der Zutaten: Hochwertige Rohstoffe, Rezepttreue und Transparenz bei Zusatzstoffen sind Grundlage für bekömmliche Produkte.

•Nachhaltigkeit und Verantwortung: Kurze Wege, bedarfsgerechte Produktion und Food-Waste-Reduktion sind Teil des täglichen Betriebs – auch das hat seinen Wert. Wir plädieren für einen Wettbewerb über Qualität, Transparenz und Fairness, nicht über ruinöse Tiefstpreise. Faire Preise ermöglichen faire Löhne, gute Ausbildung und echte Handwerksqualität. Das ist im Interesse der Mitarbeitenden, der Betriebe – und letztlich der Kundschaft. Wer Schweizer Qualitätsbrot kauft, investiert in Menschen, Ausbildung und regionale Wertschöpfung. Das kostet – und es lohnt sich.

Die Sozialpartner der Bäckerei- und Confiseriebranche, namentlich SBC, Hotel & Gastro Union, Unia und Syna, stehen gemeinsam für Qualität, Ausbildung und faire Arbeitsbedingungen ein. Der Bundesrat hat Ende Juni 2025 den von den Sozialpartnern ausgehandelten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für allgemeinverbindlich erklärt. Dieser bringt wichtige Verbesserungen bei den Mindestlöhnen und Arbeitszeitregelungen zugunsten der Arbeitnehmenden und Lernenden. (Gemeinsame Medienmitteilung des Arbeitgeberverbandes Schweizerischer Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) und des Berufsverbandes HGU sowie der Gewerkschaften Syna und Unia)

Vorgeschichte

Unser täglich Brot gib uns heute – für 99 Rappen. Der Streit um den Brotpreis ist mehr als ein Preiskampf Es gibt nicht viel, was man in der Schweiz für weniger als einen Franken bekommt, einen Lolli vielleicht. Und doch kostet ausgerechnet das, was uns seit Jahrtausenden nährt, jetzt nur noch 99 Rappen. Der Discounter Aldi hat damit begonnen und den Preis für Halbweissbrot von 1 Franken 15 auf 99 Rappen gesenkt. Und damit einen Preiskampf entfacht. Lidl zog nach. Seit Mittwoch gibt es jetzt auch bei der Migros Halbweissbrot und Ruchbrot für einen Franken. Coop hat ebenfalls mitgeteilt, die Preise anpassen zu wollen. (https://www.nzz.ch)
(gb)

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