Foodfachzeitung im Internet
Samstag, 7. Februar 2026
News, Tipps, …
Druckansicht26.08.2025
TIPP: Erntefrisches Gemüse selber fermentieren

Gemüse durch Fermentierung zu konservieren liegt gerade wieder im Trend. Die Leckereien aus dem Glas schmecken als gesunder Snack für zwischendurch oder im Salat.

Fermentation ist eine sehr alte Methode zum Haltbarmachen von Lebensmitteln. Klein geschnittenes, geraspeltes oder gestampftes Gemüse wird unter Zugabe von Salz und Wasser milchsauer vergoren: Bestimmte Mikroorganismen – besonders Milchsäurebakterien, die natürlicherweise am Lebensmittel vorhanden sind – wandeln Zucker, Eiweisse und Fette in Gase, Alkohol oder Säuren um. Besonders die Säuren machen das Lebensmittel haltbar. Bei dem Prozess entstehen neue Aromen, die viele geschmacklich begeistern.

Für die meisten Menschen sind die „Fermentos“ gut bekömmlich und haben einen günstigen Einfluss auf den Darm. Die Fermentation erhöht sogar den Gehalt an bestimmten Vitaminen. Für Menschen mit einer Histamin-Unverträglichkeit sind sie allerdings tabu. Denn bei der Gärung wird aus der Aminosäure Histidin der Botenstoff Histamin gebildet.

Ohne grossen Aufwand lässt sich Fermentiertes zu Hause selbst machen. Dabei gibt es viel mehr als Salzgurken, Sauerkraut und Kimchi. Zahlreiche Rezeptideen finden sich im Internet. Fast jedes Gemüse ist geeignet, wobei eine feste Struktur von Vorteil ist. Gute Kandidaten sind neben Kohl und Gurken auch Karotten, Rettich, grüne Bohnen, Kürbis, Peperoni, Rote Bete, Kohlrabi und Stangensellerie.

Fermentieren in vier Schritten:

1. Oberfläche schaffen: Je kleiner und feiner das Gemüse ist, desto schneller fermentiert es. Mit einer Reibe, einem scharfen Messer oder einer Küchenschneidemaschine das Gemüse fein zerkleinern.

2. Salzen und stampfen: Das zerkleinerte Gemüse in einer Schüssel mit Salz (rund 2-5 % der Gesamtmenge) vermengen. Anschliessend mit einem Stampfer pressen, bis Saft austritt. Je nach Rezept kommen weitere Zutaten wie Zwiebeln und Gewürze hinzu.

3. Einfüllen und bedecken: Das Gemüse in ausgekochte Einmach- oder Schraubgläser füllen, sodass das Gemüse vollständig mit seinem Saft bedeckt ist. Ansonsten mit aufgekochter Salzlösung aufgiessen, denn Milchsäurebakterien mögen keinen Sauerstoff.

4. Abwarten: Das Gemüse einige Tage bis Wochen lang bei Raumtemperatur im offenen Glas (abgedeckt mit einem Tuch) gären lassen, damit das Kohlendioxid als kleine Bläschen entweichen kann. Je länger, desto saurer wird das Gemüse und umso länger haltbar.

Die Gärung beginnt, wenn erste kleine Luftblasen sichtbar sind. Sie ist abgeschlossen, wenn sich keine Bläschen mehr bilden. An der Oberfläche kann sich eine Kahmhefe als graues Häutchen bilden, das regelmässig abgeschöpft werden sollte. So entsteht kein unangenehmer Geschmack. Wenn das Gemüse sauer genug ist, kann man die Gärung stoppen, indem man die Gläser verschlossen in den Kühlschrank stellt. So hält sich das Ferment acht Wochen bis ein halbes Jahr lang. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
06.02.2026
dWISSEN: Rande - gesunde Knolle mit Charakter
02.02.2026
dTIPP: süss-säuerliche Litschi mit feiner Muskatnote
28.01.2026
dKOMMENTAR: USA stellt Ernährungspyramide auf den Kopf
23.01.2026
dWISSEN: die süsslichen Karotten sind beliebtestes Gemüse
21.01.2026
d TIPP: Exotische Passionsfrucht richtig verarbeiten
17.01.2026dKOMMENTAR: Gibt es gesunde Zuckeralternativen und Süssstoffe?
16.01.2026d FORSCHUNG: Geheimnisse des Schneidens weicher Materialien
12.01.2026dWISSEN: Kichererbse – proteinreich aber giftig wenn roh
09.01.2026dTIPP: Mango gekonnt schälen und schneiden
07.01.2026dNEWS: Coop verzeichnet Umsatzrekord im 2025
06.01.2026dFORSCHUNG: Lebensmittelverteuerung schadet Gesundheit von Kindern
02.01.2026dTIPP: Dreikönigskuchen do it yourself
30.12.2025dNEWS: Kinderwerbung für Ungesundes reduzieren - Selbstverpflichtung der Branche
29.12.2025dFORSCHUNG: Wie gesund sind Paranüsse wirklich?
26.12.2025dWISSEN: aromatische und farblich attraktive Kiwi
22.12.2025dSAISON: vitaminreicher Rotkohl
21.12.2025dTIPP: Deutsche Nährwerttabellen jetzt lizenzfrei
18.12.2025dTIPPS: Bei Kaki auf Reifegrad achten
17.12.2025dFORSCHUNG: Pilz verarbeitet Karottenreste zu schmackhaftem Protein
14.12.2025dKOMMENTAR: WHO auf dem Holzweg bei absoluter Alkoholwarnung
12.12.2025dWissen: Vitaminreicher Rosenkohl
09.12.2025dTIPP: Cicorino Rosso - schmackhafter Hingucker
03.12.2025dKOMMENTAR: Hochverarbeitete Produkte vs. Unausgewogene Ernährung
30.11.2025dSAISON: Schwarzwurzel, eine Winterrarität
28.11.2025dTREND: Alkoholfreie und Craft-Biere legen zu
25.11.2025dNEWS: Tasse Kaffee wird nochmals teurer
20.11.2025dNEWS: Markus Roten ist «Metzger des Jahres 2025»
18.11.2025dTIPP: Halbdörrfrüchte als natürliches Süssungsmittel
16.11.2025dWISSEN: Süsse Vielfalt der Birnen
14.11.2025d NEWS: Schweiz triumphiert an World Cheese Awards
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland